Die European Darts Open sind in Leverkusen in die erste Runde gestartet – und Dragutin Horvat hat aus deutscher Sicht den ersten Erfolg des Tages eingefahren. Der Host-Nation-Qualifier setzte sich mit 6:2 gegen Mario Vandenbogaerde durch und steht damit in der zweiten Runde des European-Tour-Turniers.
Es war kein Auftritt für die Highlightrolle, aber einer, der genau zum frühen Turniernachmittag passte: Horvat spielte kontrolliert, blieb in den wichtigen Momenten ruhiger und nutzte vor allem die Schwächen seines Gegners auf den Doppeln. Vandenbogaerde kam nie dauerhaft in einen Rhythmus und ließ zu viele Chancen liegen. Horvat brachte sechs seiner 22 Doppelversuche ins Ziel, Vandenbogaerde traf nur zwei von 21.
Mit einem Average von 79,52 Punkten blieb beim Deutschen noch Luft nach oben. Entscheidend war aber, dass Horvat die Partie früh auf seine Seite zog und den Belgier nicht mehr richtig zurückkommen ließ. Sein höchstes Finish lag bei 96 Punkten. In der zweiten Runde der European Darts Open wartet nun Luke Woodhouse – und damit ein gesetzter Spieler, der am Samstag frisch ins Turnier einsteigt.
Für Horvat ist der Sieg trotzdem ein wichtiger Moment. Gerade Host-Nation-Qualifier bekommen auf der European Tour oft nur ein kleines Fenster, um sich vor heimischem Publikum zu zeigen. Horvat hat dieses Fenster genutzt und den ersten deutschen Erfolg des Wochenendes geliefert.
Den Auftakt der Nachmittagssession hatte Ryan Joyce gemacht. Der Engländer gewann klar mit 6:1 gegen Mio Varila und ließ dem Finnen kaum Raum, ins Match zu finden. Joyce kam auf einen Average von 85,49 Punkten, warf zwei 180er und nutzte sechs seiner 20 Doppelversuche. Varila blieb bei 72,53 Punkten im Schnitt und holte nur ein Leg. Für Joyce geht es am Samstag gegen Stephen Bunting weiter.
Griffin scheitert knapp, Owen setzt das sportliche Ausrufezeichen
Deutlich enger wurde es im zweiten Match des Tages. Karel Sedlacek gewann gegen Rhys Griffin mit 6:5 und beendete damit das European-Tour-Debüt des Walisers direkt in Runde eins. Griffin spielte mit 89,04 Punkten sogar den minimal höheren Average als Sedlacek, der bei 88,84 landete. Der Unterschied lag auf den Doppeln: Sedlacek traf sechs von 18 Versuchen, Griffin nur fünf von 24.
Für Griffin war es damit ein bitterer Einstieg auf die European-Tour-Bühne. Spielerisch war er lange im Match, doch in den entscheidenden Momenten fehlte die letzte Sicherheit. Sedlacek trifft in Runde zwei auf Jonny Clayton.
Das bisher stärkste Match der Nachmittagssession lieferten Andrew Gilding und Robert Owen. Owen setzte sich mit 6:5 durch und spielte dabei einen starken Average von 97,89 Punkten. Gilding hielt mit 91,68 Punkten dagegen und checkte stark mit fünf Treffern aus zehn Doppelversuchen. Trotzdem hatte Owen über weite Strecken die größeren Scoring-Spitzen. Acht 180er und ein 102er High Finish unterstrichen seinen starken Auftritt. In Runde zwei wartet Damon Heta.
Nach den ersten vier Partien bleibt damit festzuhalten: Horvat sorgt für den ersten deutschen Erfolg in Leverkusen, Griffin verpasst trotz ordentlicher Leistung sein erstes European-Tour-Erfolgserlebnis, und Owen liefert mit dem Sieg gegen Gilding das sportliche Ausrufezeichen des bisherigen Nachmittags.
Die Session läuft weiter. Noch auf dem Programm stehen Cameron Menzies gegen Jan Schmidt, Mickey Mansell gegen Michal Šmejda, Lukas Wenig gegen Bradley Brooks und Dirk van Duijvenbode gegen Jaimy van de Weerd.









