Bogey-Zahlen gehören zu den wichtigsten Begriffen im Darts, sobald ein Spieler in den Finishbereich kommt. Gemeint sind Restwerte, die zwar unter 170 liegen, aber trotzdem nicht mit drei Darts beendet werden können.
Das klingt zunächst widersprüchlich. Schließlich ist 170 das höchste mögliche Checkout im klassischen 501 Double-out. Trotzdem gibt es darunter einige Zahlen, bei denen selbst perfekte Treffer nicht reichen, um das Leg direkt zu beenden. Genau diese Restwerte nennt man Bogey-Zahlen.
Wer Bogey-Zahlen kennt, versteht Darts strategischer. Es geht nicht nur darum, möglichst viele Punkte zu werfen. Entscheidend ist auch, welchen Rest man sich stellt. Ein hoher Score kann wertlos sein, wenn danach eine Zahl stehen bleibt, die nicht checkbar ist.
Was sind Bogey-Zahlen im Darts?
Eine Bogey-Zahl ist ein Restwert, der mit den verbleibenden Darts nicht direkt ausgecheckt werden kann. Am häufigsten meint der Begriff die klassischen Bogey-Zahlen unter 170, die nicht mit drei Darts auf null gebracht werden können.
Die sieben klassischen Bogey-Zahlen sind:
Merkliste: 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159 sind die klassischen Bogey-Zahlen im Drei-Dart-Finishbereich.
Warum sind Bogey-Zahlen so gefährlich?
Bogey-Zahlen sind gefährlich, weil sie eine direkte Chance auf das Leg verhindern. Ein Spieler steht zwar unter 170 und damit grundsätzlich im Bereich der hohen Checkouts, kann den Rest aber trotzdem nicht beenden.
Ein Beispiel: Ein Spieler steht bei 169 Punkten. Selbst wenn er zweimal Triple 20 trifft, bleiben 49 Punkte Rest. 49 kann nicht mit einem Dart per Doppel beendet werden. Deshalb gibt es keinen gültigen Drei-Dart-Weg für 169.
Das Problem ist nicht nur mathematisch. Es verändert auch die Drucksituation im Leg. Wer sich auf eine Bogey-Zahl stellt, muss mindestens eine weitere Aufnahme einplanen. Der Gegner bekommt dadurch Zeit, selbst auf ein Finish zu kommen oder bereits auf Doppel zu werfen.
Gerade in engen Legs kann das entscheidend sein. Ein Spieler wirft vielleicht stark, stellt sich aber unbewusst auf 168 oder 166. Dann ist die hohe Punktzahl weniger wert, weil der Rest nicht sofort checkbar ist.
Bogey-Zahlen vermeiden: Warum gutes Scoring auch Rechnen ist
Im Darts geht es beim Scoring nicht nur um maximale Punkte. Gute Spieler denken schon vor der Aufnahme darüber nach, welche Restzahl nach drei Darts stehen bleiben soll.
Wer zum Beispiel bei 229 Rest steht, sollte nicht nur blind auf die Triple 20 werfen. Eine 60 lässt 169 Rest stehen und damit eine klassische Bogey-Zahl. Besser ist es, den Rest so zu stellen, dass in der nächsten Aufnahme ein echtes Finish möglich bleibt.
Deshalb sind Bogey-Zahlen eng mit Checkout, Double-out und Finishwegen verbunden. Der Spieler will nicht einfach irgendwie unter 170 kommen, sondern auf eine Zahl, die tatsächlich mit drei Darts lösbar ist. Gute Restwerte sind zum Beispiel 170, 167, 164, 161 oder 160.
Das macht den Unterschied zwischen reinem Werfen und Spielplanung aus. Wer Bogey-Zahlen vermeidet, gibt sich selbst mehr Chancen auf ein schnelles Checkout.
Bogey-Zahlen und Finish-Zahlen: Der wichtige Unterschied
Nicht jede hohe Restzahl ist schlecht. Einige hohe Zahlen sind sogar besonders attraktiv, weil sie klare Finishwege erlauben.
Finish-Zahlen können mit maximal drei Darts beendet werden. Dazu gehören zum Beispiel 170, 167, 164, 161 und 160. Diese Werte haben feste Wege über Triple-Felder und ein abschließendes Doppel oder Bullseye.
Bogey-Zahlen sehen auf den ersten Blick ähnlich aus, sind aber nicht direkt checkbar. Sie liegen zwar im Finishbereich, führen aber nicht auf einen gültigen letzten Dart. Genau deshalb sind sie so tückisch.
Der Unterschied lautet also: Eine Finish-Zahl gibt dem Spieler eine direkte Chance auf das Leg. Eine Bogey-Zahl nimmt ihm diese Chance und zwingt ihn zum Setup.
Was Anfänger über Bogey-Zahlen wissen sollten
Anfänger müssen Bogey-Zahlen nicht sofort auswendig können. Wichtiger ist zunächst das Prinzip: Nicht jeder Rest unter 170 ist automatisch ein Finish.
Wer die sieben klassischen Bogey-Zahlen kennt, versteht aber schneller, warum erfahrene Spieler manchmal ungewöhnliche Wege wählen. Sie werfen nicht immer nur auf die 20, sondern vermeiden bewusst Restwerte, die nicht checkbar sind.
Mit der Zeit wird dieses Denken immer wichtiger. Aus „hoch werfen“ wird „richtig stellen“. Genau dort beginnt im Darts die Spielintelligenz: Ein guter Score bringt nur dann etwas, wenn danach ein brauchbarer Rest übrig bleibt.
Kurz erklärt
Bogey-Zahlen sind Restwerte im Darts, die nicht mit drei Darts ausgecheckt werden können. Die klassischen Bogey-Zahlen unter 170 sind 169, 168, 166, 165, 163, 162 und 159. Wer auf einer dieser Zahlen steht, kann das Leg in dieser Aufnahme nicht beenden und muss zuerst einen besseren Rest vorbereiten.










