Hitting the Wire bedeutet im Darts, dass ein Pfeil den Draht des Dartboards trifft. Gemeint sind die dünnen Metallabgrenzungen, die die einzelnen Felder voneinander trennen. Der Dart landet also nicht sauber im gewünschten Segment, sondern trifft genau die Grenze zwischen zwei Bereichen. Das ist besonders ärgerlich, wenn der Wurf eigentlich gut aussieht. Ein Pfeil kann perfekt auf die Triple 20, Doppel 16 oder Bullseye-Linie zufliegen und trotzdem am Draht hängen bleiben, abgelenkt werden oder knapp im falschen Feld landen.
Im Deutschen kann man von einem Drahttreffer sprechen. Im englischen Darts ist die Formulierung Hitting the Wire geläufig, weil sie genau diesen Moment beschreibt: Der Wurf war nah dran, aber der Draht stand im Weg.
Warum ist ein Drahttreffer so ärgerlich?
Ein Drahttreffer fühlt sich oft schlimmer an als ein klar verfehlter Wurf. Der Spieler war nah am Ziel, bekommt aber trotzdem nicht die gewünschte Punktzahl. Gerade bei Doppeln oder wichtigen Checkouts kann das ein entscheidender Moment sein.
Bei Hitting the Wire gilt deshalb oft: knapp daneben ist auch vorbei. Der Wurf sieht gut aus, der Pfeil ist nah am gewünschten Feld, aber der Draht entscheidet gegen den Treffer.
Trifft der Pfeil den Draht, kann Verschiedenes passieren. Manchmal wird er leicht abgelenkt und landet im Nachbarfeld. Manchmal steckt er knapp neben dem Ziel. In anderen Fällen prallt er ganz aus dem Board heraus. Dann zählt der Wurf nicht, wenn der Dart nicht im Board stecken bleibt.
Besonders bei engen Feldern wie Triple und Doppel ist Hitting the Wire ein häufiges Thema. Diese Bereiche sind schmal, und der Draht entscheidet manchmal darüber, ob ein Wurf als perfekter Treffer oder als knapp vorbei gewertet wird.
Trotzdem zeigt ein Drahttreffer nicht automatisch einen schlechten Wurf. Oft stimmt die Linie, nur der Dart landet minimal zu hoch, zu tief oder seitlich versetzt. Genau deshalb kann der Wurf für den Spieler trotzdem eine wichtige Information sein.
Was ist der Unterschied zu Bouncer und Guide Dart?
Hitting the Wire beschreibt zunächst den Kontakt mit dem Draht. Was danach passiert, kann unterschiedlich sein.
Ein Bouncer entsteht, wenn der Dart vom Board abprallt und nicht stecken bleibt. Ein Drahttreffer kann also zu einem Bouncer führen, muss es aber nicht. Der Pfeil kann auch abgelenkt werden und trotzdem in einem anderen Segment stecken.
Ein Guide Dart ist dagegen ein Dart, der bereits im Board steckt und dem Spieler als Orientierung für den nächsten Wurf hilft. Auch ein knapp am Draht gelandeter Pfeil kann manchmal als Orientierung dienen, wenn er die Linie zum Ziel zeigt. Er kann aber auch stören, wenn er das gewünschte Feld verdeckt oder den nächsten Dart ablenkt.
Der Begriff Hitting the Wire beschreibt also vor allem den knappen Kontakt mit der Feldbegrenzung. Bouncer beschreibt die Folge, wenn der Dart herausfällt. Guide Dart beschreibt den möglichen Nutzen eines steckenden Pfeils für den nächsten Wurf.
Kurz erklärt
Hitting the Wire bedeutet, dass ein Pfeil den Draht des Boards trifft. Der Dart landet dadurch nicht sauber im gewünschten Feld, sondern wird abgelenkt, bleibt knapp daneben stecken oder prallt heraus. Besonders bei Triple- und Doppelfeldern kann ein Drahttreffer sehr ärgerlich sein.






