Cameron Menzies gewinnt Players Championship 23 – Reyes im Finale geschlagen

Cameron Menzies hat Players Championship 23 in Leicester gewonnen. Der Schotte setzte sich in einem ungewöhnlich offenen ProTour-Turnier im Finale mit 8:5 gegen Cristo Reyes durch und nutzte damit einen Tag, an dem zahlreiche Favoriten früh aus dem Wettbewerb geflogen waren.

Im Endspiel lagen beide Spieler statistisch nah beieinander. Menzies spielte einen Average von 95,55 Punkten, Reyes kam auf 94,78. Den Unterschied machte am Ende nicht die große Zahlenexplosion, sondern die bessere Kontrolle in den entscheidenden Phasen. Menzies blieb im Finale stabil, zog nach und nach davon und machte den Titel mit einem 8:5 perfekt.

Für Menzies war es ein starker Abschluss eines Turniertages, der schon früh aus der Spur geraten war. Michael van Gerwen, Gerwyn Price, Martin Schindler, Ross Smith und Gian van Veen waren bereits in der Auftaktrunde ausgeschieden. Später erwischte es unter anderem auch Wessel Nijman, James Wade, Rob Cross, Josh Rock, Chris Dobey und Stephen Bunting.

Menzies stoppt Chisnall – Reyes zieht souverän ins Finale ein

Den Weg ins Finale ebnete sich Menzies mit einem 6:2 im Viertelfinale gegen Charlie Manby. Im Halbfinale wartete dann Dave Chisnall, der sich zuvor durch einen turbulenten Tag gekämpft hatte. Chisnall hatte in der ersten Runde gegen Tom Bissell nur knapp im Decider überlebt, steigerte sich danach aber deutlich und schlug unter anderem Stephen Bunting, Ryan Searle und Christian Kist.

Gegen Menzies endete Chisnalls Lauf jedoch im Halbfinale. Der Engländer verlor mit 5:7, obwohl er mit 98,23 Punkten den höheren Average spielte als Menzies mit 94,55. Für Chisnall bleibt der Auftritt dennoch ein wichtiges Signal vor dem nächsten Pro-Tour-Tag und dem Blick Richtung World Matchplay.

Auf der anderen Seite des Tableaus spielte sich Cristo Reyes ins Finale. Der Spanier besiegte im Viertelfinale Daniel Ayres mit 6:4 und ließ im Halbfinale David Sharp beim 7:3 keine echte Chance. Reyes hatte zuvor bereits Wessel Nijman aus dem Turnier genommen und gehörte damit zu den auffälligsten Figuren dieses PC23-Tages.

Im Viertelfinale komplettierten David Sharp und Tom Sykes das Bild eines offenen Turniers. Sharp gewann gegen Sykes mit 6:4, während Chisnall Christian Kist mit 6:3 bezwang. Menzies setzte sich parallel klar gegen Manby durch, Reyes schlug Ayres ebenfalls mit 6:4.

Für eines der kuriosesten Highlights sorgte Joe Cullen. „The Rockstar“ warf gegen Jack Tweddell einen Neun-Darter, verlor die Partie aber trotzdem mit 3:6. Der perfekte Leg reichte Cullen damit nicht zum Weiterkommen – ein passendes Bild für einen Tag, an dem in Leicester vieles gegen die erwartete Richtung lief.

Aus deutscher Sicht blieb Players Championship 23 ernüchternd. Martin Schindler, Ricardo Pietreczko, Lukas Wenig, Marvin Kraft, Max Hopp, Arno Merk, Kai Gotthardt, Gabriel Clemens und Dominik Gruellich schieden im Laufe des Tages aus. Besonders bitter war Schindlers frühes Aus gegen Rhys Griffin, obwohl der Strausberger statistisch die besseren Werte auf seiner Seite hatte.

Am Ende war es aber Menzies, der den chaotischen Turniertag am konsequentesten nutzte. Während viele große Namen früh scheiterten und Chisnall im Halbfinale gestoppt wurde, blieb der Schotte im entscheidenden Moment stabil. Mit dem 8:5 gegen Reyes krönte Cameron Menzies einen Pro-Tour-Tag, der schon nach der ersten Runde nach einem Favoritensterben aussah – und am Ende genau daraus seinen Sieger formte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert