Darren Webster trotz gebrochener Nase am Oche gegen Max Hopp

Darren Webster hat eine kuriose und schmerzhafte Geschichte aus seiner PDC-Zeit erzählt. Der frühere WM-Viertelfinalist wurde nach eigener Aussage vor dem Barnsley Metrodome von einem Fußball-Hooligan attackiert – und stand anschließend trotzdem wieder am Oche.

Der Engländer war nach einem Players-Championship-Event mit Freunden unterwegs, als es zu einer folgenschweren Verwechslung kam. Webster trug ein rot-schwarzes T-Shirt und wurde offenbar für einen Anhänger von Sheffield United gehalten. In Barnsley war zuvor das Yorkshire-Derby zwischen Barnsley und Sheffield United Thema gewesen.

„Ich ging gerade mit meinen Freunden die Straße entlang, und ich hatte mein rot-schwarzes T-Shirt an, und die spielten gegen Sheffield“, erzählte Webster bei Modus. „Das wusste ich nicht. Ich gehe einfach mit meiner Tasche entlang, und im nächsten Moment steht mir ein Typ im Gesicht.“

Der Mann habe ihn direkt als Sheffield-Fan angesprochen. Webster versuchte, die Situation zu erklären. „Du bist ein Sheffield-Anhänger“, habe der Angreifer gesagt. Webster antwortete: „Hör mal, Kumpel, ich bin kein Sheffield-Anhänger. Ich spiele Darts im Barnsley Metrodome.“

Doch die Erklärung half nicht. Als Webster auf sein Shirt zeigen wollte, eskalierte die Situation. „Ich sagte: Schau dir mein T-Shirt an. Als ich nach unten schaute, hat er mir direkt auf die Nase gestoßen“, berichtete Webster. Zunächst habe er kaum reagiert: „Ich habe mich nicht bewegt und schaute irgendwie hoch und sagte: Oh. Ich machte mich gerade bereit.“

Schmerzen bei jedem Wurf gegen Hopp

Erst kurz darauf wurde Webster klar, wie schwer ihn der Kopfstoß erwischt hatte. „Dann spürst du es plötzlich. Meine Nase lief die ganze Zeit“, sagte er. Der Angreifer sei weggerannt. Besonders absurd: Bevor die Polizei mit ihm sprach, habe man ihn laut Webster zunächst zu Boots geschickt, damit er sich die Nase abwischen konnte.

Trotz der Verletzung ging es für „The Demolition Man“ weiter. In seiner Nacherzählung schilderte Webster, dass er gegen Max Hopp antreten musste – mit einer Nase, die sich später als gebrochen herausstellte.

Für Webster war das besonders unangenehm, weil er eine spezielle Wurfroutine hatte. „Ich bin einer dieser Dartspieler, die ihre Pfeile an der Nase berühren“, erklärte er. „Also sagte ich jedes Mal, wenn ich einen Pfeil gegen Max warf: Autsch, autsch, autsch!“

Erst nach seiner Rückkehr ließ Webster die Verletzung genauer untersuchen. Das Ergebnis: Die Nase war gebrochen. Rückblickend nahm der 58-Jährige die Geschichte mit trockenem Humor. „Es war meine Schuld, dass ich zu langsam war“, sagte er.

Webster gehörte viele Jahre zu den bekannten Gesichtern auf der PDC-Tour. Der Engländer gewann einen ProTour-Titel, erreichte das Viertelfinale der PDC-WM und stand bei den Players Championship Finals im Halbfinale. Seine Tour Card verlor er 2024 nach einem Formtief und schwächeren Ergebnissen.

Ganz von der Bildfläche verschwunden ist Webster aber nicht. Auch 2026 stand er noch am Board, unter anderem beim Dutch Open Men in Assen. Dort unterlag er knapp mit 3:4 gegen Danny Jansen.

Die Geschichte aus Barnsley zeigt noch einmal, warum Webster im Darts immer als harter Typ galt. Nicht viele Spieler würden nach einem Kopfstoß, einer blutenden Nase und später festgestelltem Bruch trotzdem weiter am Oche stehen – schon gar nicht, wenn jeder Wurf mit einem schmerzhaften „Autsch“ beginnt.

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