David Pisek hat sich das East-Europe-Ticket für die Hungarian Darts Trophy 2026 gesichert. Beim PDC ET11 E. Europe Qualifier setzte sich der Tscheche am Samstag durch und gewann das entscheidende Finale gegen seinen Landsmann Roman Benecky mit 6:3. Damit steht Pisek im Teilnehmerfeld des elften European-Tour-Turniers der Saison, das vom 28. bis 30. August im MVM Dome in Budapest ausgetragen wird. Für den Qualifier-Sieger ist es die Belohnung für einen Tag, an dem er früh hohe Zahlen zeigte und später die engen Momente überstand.
Im Finale zeigte Pisek den deutlich stabileren Auftritt. Er spielte einen Average von 88,02 Punkten, Benecky kam auf 76,69. Der Unterschied lag aber nicht nur im Scoring, sondern auch im Gesamtbild des Turniertages. Pisek brachte über das Event einen Average von 85,91 Punkten ans Board, dazu einen starken First-9-Wert von 95,33. Auch auf die Doppel blieb er ordentlich im Rennen: Seine Checkoutquote lag bei 34,28 Prozent.
Pisek übersteht enge Duelle und zieht im Finale davon
Der Weg zum Ticket war für Pisek trotzdem kein lockerer Durchmarsch. Schon im Halbfinale musste er gegen Petr Tous über die volle Distanz. Pisek gewann das rein tschechische Duell mit 6:5, obwohl Tous mit 80,53 Punkten im Average fast auf Augenhöhe lag. Pisek selbst kam in diesem Match auf 81,25 Punkte im Schnitt und rettete sich in einem engen Spiel ins Finale.
Auch Benecky hatte zuvor ein echtes Nervenspiel überstanden. Im Halbfinale bezwang er den Polen Krzysztof Kciuk ebenfalls mit 6:5. Bemerkenswert: Kciuk spielte mit 78,94 Punkten den höheren Average, Benecky lag bei 74,91, setzte sich aber in den entscheidenden Legs durch. Für Kciuk war es ein bitteres Aus, denn er hatte bis dahin starke Zahlen geliefert. Im Viertelfinale gewann er gegen Martin Homola deutlich mit 6:2 und spielte dabei 89,66 Punkte im Schnitt.
Pisek hatte sein Viertelfinale kontrollierter gelöst. Gegen Dalibor Smolik gewann er mit 6:4 und legte dabei einen Average von 86,34 auf. Sein auffälligstes Match kam aber schon eine Runde zuvor: In den Top 16 besiegte Pisek Dominik Cavajda mit 6:0 und spielte 95,94 Punkte im Schnitt. Auch der Auftakt in den Top 32 gelang souverän, dort setzte er sich mit 6:3 gegen Marek Purgy durch.
Der Qualifier zeigte insgesamt eine starke tschechische Prägung. Mit Pisek, Benecky, Tous, Rejhon, Smejda und weiteren Spielern standen zahlreiche Vertreter aus Tschechien tief im Turnier. Am Ende setzte sich jedoch der konstanteste Spieler durch. Pisek hatte die beste Mischung aus Scoring, Timing und Nervenstärke und nutzte im Finale die Chance auf das European-Tour-Ticket.
Für Pisek ist der Erfolg ein wichtiger Schritt auf internationaler Bühne. East-Europe-Qualifier sind kurz, hart und gnadenlos: Ein schwaches Leg kann den gesamten Tag kosten. Pisek blieb bis zum Schluss stabil und belohnt sich nun mit dem Startplatz bei der Hungarian Darts Trophy in Budapest. Dort wartet Ende August (28.08.-30.08.) der nächste große Test im MVM Dome – und ein deutlich anderes Umfeld als im Qualifier: mehr Bühne, mehr Publikum, mehr Druck.










