Players Championship 23: Nijman, Greaves & Cross im Fokus vor Blackpool

Ohne Luke Littler und Luke Humphries, aber mit mehreren spannenden Namen im Feld: Players Championship 23 eröffnet am Montag in Leicester den letzten ProTour-Doppelpack vor dem World Matchplay. Wessel Nijman reist als dominanter Mann der ProTour an, Beau Greaves ist wieder mit dabei, und Rob Cross kommt nach seinem Titel bei Players Championship 22 mit neuem Rückenwind.

In der Mattioli Arena beginnt die 48-Stunden-Phase, nach der feststeht, welche Spieler sich für das World Matchplay qualifizieren. Am Montag wird vorgelegt, am Dienstag bei Players Championship 24 fällt dann die endgültige Entscheidung.

Die Abwesenheit von Littler und Humphries verändert die Ausgangslage. Auch Jonny Clayton, Dimitri Van den Bergh und Oskar Lukasiak fehlen in Leicester. Richard Veenstra lässt nur PC23 aus, während Joe Hunt, Derek Coulson, Tommy Lishman, Daniel Ayres, Tommy Morris, Aden Kirk, Christopher Wickenden und Nathan Potter als Nachrücker im Feld stehen. Bis zum Turnierstart sind weitere Änderungen im Teilnehmerfeld nicht ausgeschlossen.

Nijman, Greaves und Cross im Fokus

Der erste Blick geht auf Wessel Nijman. Der Niederländer ist 2026 nicht mehr nur ein Spieler mit guter Form, sondern der Maßstab auf der ProTour. Acht Titel in 30 Events, Platz eins der ProTour Order of Merit und eine Konstanz, die ihn längst aus der Kategorie Geheimtipp herausgeführt hat.

Wenn Littler und Humphries fehlen, rückt Nijman automatisch noch stärker in den Fokus. Nicht, weil das Feld leicht wäre, sondern weil die Erwartung an ihn inzwischen eine andere ist. Von Nijman wird nicht mehr nur ein guter Lauf erwartet. Er gehört zu den Spielern, die solche Tage gewinnen können.

Auch Beau Greaves ist wieder mit von der Partie. Ihre Starts auf der ProTour werden weiterhin besonders beobachtet, aber 2026 hat sich der Blick auf sie verändert. Greaves ist nicht mehr nur ein interessanter Name im Feld. Sie hat längst gezeigt, dass sie sportlich relevant ist.

Ihr historischer PDC-Rankingtitel hat den Rahmen verschoben. Wer einen Players-Championship-Titel gewinnt, tut das nicht über Aufmerksamkeit, sondern über Siege gegen starke Gegner. Genau deshalb ist Greaves in Leicester keine Randnotiz. In einem 128er-Feld, das wenig Fehler verzeiht, bekommt sie erneut die Chance, ihren starken Eindruck zu bestätigen.

Rob Cross reist ebenfalls mit einem anderen Gefühl nach Leicester. Der frühere Weltmeister hat bei Players Championship 22 seine Durststrecke auf der ProTour beendet und damit einen wichtigen Titel eingefahren. Für Cross war das mehr als nur ein weiterer Eintrag in der Statistik. Es war ein Signal, dass seine Formkurve wieder nach oben zeigen kann.

Kurz vor dem World Matchplay ist das relevant. Cross braucht nicht viele Schlagzeilen, um gefährlich zu sein. Wenn sein Timing stimmt, kann er auf dem Floor jeden schlagen. PC23 wird deshalb auch zeigen, ob der Titel bei PC22 ein einzelner starker Tag war – oder ob Cross daraus neues Momentum mitnimmt.

Aus deutscher Sicht sind mehrere Spieler im Feld, darunter Martin Schindler, Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko, Max Hopp, Lukas Wenig und Leon Weber. Niko Springer und Matthias Ehlers fehlen. Mehr muss man daraus aber nicht machen.

Players Championship 23 ist damit kein Lückenfüller im Kalender. Es ist der erste Teil des letzten ProTour-Doppelpacks vor einem der wichtigsten TV-Turniere des Jahres. Leicester liefert am Montag die ersten Antworten: Wer nutzt das offene Feld ohne Littler und Humphries? Wer bestätigt seine Form? Und wer bringt sich vor dem entscheidenden Dienstag noch einmal richtig in Position?

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