European Darts Open 2026: Hopp fordert Cross, Springer trifft auf Labanauskas

Die Auslosung der European Darts Open 2026 hat den deutschen Startern direkt mehrere klare Prüfsteine gegeben. Im Mittelpunkt steht am Freitagabend Max Hopp, der nach seinem Nachrücken auf Rob Cross trifft. Auch Niko Springer bekommt mit Darius Labanauskas ein unangenehmes, aber lösbares Auftaktlos. Für Dominik Grüllich geht es gegen Kevin Doets zugleich um die Chance, am Samstag ein deutsches Duell mit Martin Schindler zu erzwingen.

Damit ist der Auftakt in Leverkusen nicht nur eine erste Runde zum Warmlaufen. Viele Freitagspartien der diesjährigen European Darts Open bestimmen unmittelbar, welche Geschichten am Samstag weitergehen. Hopp würde bei einem Sieg auf Krzysztof Ratajski treffen, Springer könnte sich ein Duell mit Topseed Gian van Veen erspielen. Grüllich hätte bei einem Erfolg gegen Doets den besten deutschen Spieler als nächsten Gegner vor der Brust.

Hopp gegen Cross als größtes deutsches Auftaktlos

Für Max Hopp ist der späte Platz im Feld direkt mit einem großen Namen verbunden. Rob Cross ist nicht gesetzt, bleibt aber ein Gegner, der durch Erfahrung, Timing und Bühnenroutine gefährlich ist. Hopp bekommt dadurch keine leichte Rückkehr auf die European-Tour-Bühne, aber ein Match mit echter Aufmerksamkeit. Vor deutschem Publikum kann genau so ein Los auch helfen, schnell Energie in die Partie zu bekommen.

Sportlich braucht Hopp gegen Cross vor allem Stabilität in den eigenen Anwurflegs. Cross lässt Fehler selten lange unbestraft und dreht Matches häufig über kurze starke Phasen. Für Hopp wird deshalb entscheidend sein, ob er früh in seinen Rhythmus kommt und auf den Doppeln genug Ruhe behält. Ein Sieg wäre nicht nur eine Überraschung, sondern würde ihm am Samstag gegen Ratajski direkt die nächste Aufgabe bringen.

Auch Springer steht vor einem interessanten Start. Labanauskas bringt viel Erfahrung mit, spielt selten hektisch und kann Gegner aus dem Rhythmus nehmen. Für Springer dürfte es darum gehen, das Tempo selbst zu bestimmen und seine Scoringphasen konsequent in Leggewinne umzusetzen. Der mögliche Preis ist hoch: Mit einem Erfolg würde er am Samstag auf van Veen treffen, einen der auffälligsten Spieler im PDC-Kalender.

Schindler wartet – Absagen öffnen die Tür für Nachrücker

Schindler greift als gesetzter Spieler erst in der zweiten Runde ein. Sein Gegner kommt aus der Partie Doets gegen Grüllich. Für Grüllich ist das eine reizvolle Konstellation, aber auch eine schwere Aufgabe. Doets bringt internationales Niveau mit und kann über sein Scoring schnell Druck aufbauen. Gelingt Grüllich dennoch der Auftaktsieg, würde der Samstag in Leverkusen sofort ein deutsches Duell bekommen.

Lukas Wenig trifft auf Bradley Brooks, Daniel Klose spielt gegen Niels Zonneveld. Jan Schmidt und Dragutin Horvat sind ebenfalls gefordert. Entscheidend ist weniger die Menge der deutschen Starter als die Frage, wer sich überhaupt in den Samstag spielen kann. Denn dort warten die gesetzten Spieler, und erst dann bekommt ein guter Auftakt wirklich Gewicht.

Dass Hopp und Grüllich überhaupt im Feld stehen, hängt mit kurzfristigen Veränderungen zusammen. Gerwyn Price, Gary Anderson und Ryan Searle fehlen bei den European Darts Open dieses Jahr. Michael Smith wäre als erster Nachrücker infrage gekommen, nahm den Platz aber nicht an. Dadurch rückten weitere Spieler nach und veränderten den Draw kurz vor Turnierstart noch einmal spürbar.

Die Auslosung erzählt deshalb weniger von einem makellosen Starfeld als von einem Turnier mit offenen Türen. Für die deutschen Spieler ist der Freitag die Chance, genau diese Türen aufzustoßen. Hopp bekommt mit Cross den prominentesten Prüfstein, Springer spielt um das mögliche Van-Veen-Duell, Grüllich kann Schindler erreichen. Leverkusen bekommt damit keinen bloßen Pflichtauftakt, sondern direkt mehrere Partien, aus denen sich am Samstag deutlich größere Geschichten entwickeln können.

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