World Matchplay 2026: Feld steht – Schindler & Springer nach Blackpool

Das Rennen ist beendet, das Feld steht: Beim World Matchplay 2026 werden mit Martin Schindler und Niko Springer zwei deutsche Spieler dabei sein. Nach Players Championship 24 in Leicester ist klar, welche 32 Profis vom 18. bis 26. Juli in den Winter Gardens von Blackpool um die Phil Taylor Trophy spielen.

Für Schindler ist die Qualifikation ein weiterer Beleg für seine gewachsene Stabilität. Der Strausberger hat sich in den vergangenen Monaten in der erweiterten Weltspitze festgesetzt und reist nicht mehr als deutscher Außenseiter nach Blackpool. Das World Matchplay ist für ihn inzwischen keine Bonus-Bühne mehr, sondern eine echte Standortbestimmung gegen die stärksten Spieler der PDC.

Für Springer ist die Teilnahme dagegen der nächste große Schritt in einer Saison, in der er sich immer klarer auf den wichtigen Bühnen festspielt. Über die ProTour hat sich der Deutsche in eines der härtesten Felder des Jahres gearbeitet. Gerade Blackpool ist dabei kein normales Turnier: lange Legs, dichter TV-Druck, kein langsames Hineinfinden und keine zweite Chance.

Chisnall rettet Serie, Gurney verpasst Blackpool

Angeführt wird das Feld von Titelverteidiger Luke Littler. Der Weltmeister geht als Nummer eins der Setzliste ins Turnier und jagt in Blackpool die erfolgreiche Titelverteidigung. Dahinter stehen Luke Humphries, Gian van Veen, Michael van Gerwen, Jonny Clayton, James Wade, Gerwyn Price, Josh Rock, Stephen Bunting, Danny Noppert, Ryan Searle, Gary Anderson, Chris Dobey, Wessel Nijman, Ross Smith und Nathan Aspinall im gesetzten Top-16-Block.

Die zweite Hälfte des Feldes kommt über die ProTour-Rangliste. Dort führt Luke Woodhouse die Qualifikanten an. Der Engländer verlor zwar das Finale von Players Championship 24 gegen Gabriel Clemens, hatte sein Blackpool-Ticket aber längst sicher. Ebenfalls über diesen Weg qualifiziert sind Jermaine Wattimena, Kevin Doets, Andrew Gilding, Rob Cross, Krzysztof Ratajski, William O’Connor, Niko Springer, Niels Zonneveld, Martin Schindler, Ryan Joyce, Dirk van Duijvenbode, Cameron Menzies, Joe Cullen, Damon Heta und Dave Chisnall.

Gerade Chisnall ist eine der Geschichten dieses Cut-offs. Der Engländer stand vor dem letzten ProTour-Doppelpack unter Druck, machte in Leicester aber genug, um seine Serie zu retten. Die PDC führt Chisnall als letzten ProTour-Qualifikanten im bestätigten World-Matchplay-Feld. Für „Chizzy“ bedeutet das die 16. Teilnahme in Serie in den Winter Gardens.

Teuer wurde der Cut-off dagegen für Daryl Gurney. Der Nordire verlor bei Players Championship 24 früh und rutschte aus dem Feld. Während Chisnall seine Blackpool-Serie fortsetzt, verpasst Gurney das World Matchplay. Genau diese kleinen Verschiebungen zeigen, wie brutal eng das Rennen über die ProTour sein kann.

Auch Cameron Menzies nutzte den letzten ProTour-Block perfekt. Mit seinem Titel bei Players Championship 23 sicherte sich der Schotte nicht nur wichtige Ranglisten-Pfund, sondern auch das Ticket für Blackpool. Damit wurde Leicester für mehrere Spieler zum entscheidenden Wendepunkt im Matchplay-Rennen.

Die Auslosung ist für Donnerstag, den 9. Juli, angesetzt. Dann zeigt sich, welche Aufgaben auf Schindler und Springer warten. Klar ist schon jetzt: Beide deutschen Starter treffen in der ersten Runde auf einen gesetzten Spieler aus den Top 16. Einfach wird es also nicht, reizvoll aber allemal.

Für den deutschen Dartsport ist das Feld trotzdem ein starkes Signal. Schindler bringt Erfahrung, Ranking-Stabilität und TV-Routine mit. Springer kommt mit Aufbruchsstimmung und dem nächsten Karriereschritt im Rücken. Zwei deutsche Starter beim World Matchplay – das ist inzwischen kein Zufall mehr, sondern Ausdruck einer breiteren Entwicklung.

Blackpool bleibt eines der härtesten Turniere im Dartskalender. Wer in den Winter Gardens bestehen will, muss sofort da sein. Für Schindler und Springer beginnt genau dort die nächste große Prüfung.

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