Europe NEXT GEN 2026: Van de Weerd schlägt zurück – Schmidt feiert Premierentitel

Das fünfte Wochenende der PDC Europe NEXT GEN hatte in Ried zwei Hauptfiguren: Jan Schmidt und Jaimy Van de Weerd. Beide standen sich an zwei Tagen zweimal im Finale gegenüber – mit jeweils anderem Ausgang. Am Samstag (04.07.) sicherte sich Schmidt im FA-Cup-Modus seinen ersten Titel in der Serie, am Sonntag schlug Van de Weerd im Master-Out-Format zurück und beendete seinen Finalfluch.

Damit wurde das Wochenende nicht nur sportlich eng, sondern auch erzählerisch rund. Schmidt nutzte den Samstag für seinen Durchbruch, Van de Weerd verwandelte die direkte Revanche einen Tag später in seinen ersten Next-Gen-Titel. Gerade weil beide Finals dieselbe Paarung hatten, bekam das Wochenende in Österreich eine klare Dramaturgie.

Schmidt dreht das Samstagsfinale nach 3:5-Rückstand

Jan Schmidt erwischte im neunten Event der Saison einen starken Tag. Im FA-Cup-Modus spielte sich „Lightning“ mit viel Rückenwind durch die entscheidende Phase und ließ in der K.o.-Runde vor dem Finale nur wenige Legs liegen. Besonders auffällig war sein 4:0 gegen Patrick Klingelhöfer, bei dem Schmidt einen Average von 101,90 Punkten spielte.

Auch danach blieb Schmidt stabil. Im Halbfinale setzte er sich mit 5:2 gegen Patrick Reisenegger durch und zog damit in sein erstes Finale auf der Europe NEXT GEN ein. Dort wartete Jaimy Van de Weerd, der seinerseits nach dem ersten Titel griff und zwischenzeitlich schon dicht davor stand.

Van de Weerd führte im Endspiel mit 5:3 und hatte den Titel vor Augen. Doch Schmidt blieb im Spiel, nutzte die offenen Türen und drehte das Finale noch zum 6:5. Für den Deutschen war es der erste Turniersieg in der NEXT-GEN-Serie – für Van de Weerd dagegen die nächste bittere Finalniederlage.

Van de Weerd beendet seinen Finalfluch im Master-Out-Event

Am Sonntag bekam Van de Weerd direkt die Chance zur Antwort. Im zehnten Event der Saison wurde im Master-Out-Modus gespielt – und der Deutsch-Niederländer nutzte sie eindrucksvoll. Schon früh setzte er mit starken Averages Zeichen: 98,02 gegen Dustin Schirowski, 93,94 gegen Tim Wiggenhauser und später ein 103,66-Average beim 4:0 gegen Phil Elißat unterstrichen seine Form.

Auch in der Schlussphase blieb Van de Weerd auf Kurs. Im Viertelfinale besiegte er Sebastian Alfuth mit 4:1, im Halbfinale folgte ein 5:3 gegen Danny Diller. Damit kam es erneut zum Finale gegen Jan Schmidt – diesmal aber mit dem besseren Ende für Van de Weerd.

Der 28-Jährige startete stark, breakte Schmidt direkt im ersten Leg und baute seine Führung später auf 5:2 aus. Schmidt holte sich zwar noch ein Re-Break, doch die Aufholjagd kam zu spät. Van de Weerd gewann das Finale mit 6:4 und holte damit im fünften Anlauf seinen ersten Titel bei der Europe NEXT GEN.

Der Erfolg hatte auch direkte Auswirkungen auf die Rangliste. In Abwesenheit von Daniel Klose und Paul Krohne kletterte Van de Weerd auf Platz eins der Order of Merit. Für Schmidt blieb trotz der Finalniederlage ein starkes Wochenende mit Titel, Finale und klarer Bestätigung seiner Form.

Weiter geht es bei der Europe NEXT GEN in zwei Wochen in Hildesheim. Am 25. Juli steht zunächst wieder ein Event im FA-Cup-Modus an, einen Tag später folgt das zweite Double-In-Double-Out-Turnier der Saison.

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