Hungarian Darts Trophy 2026: Anderson mit acht 180ern, Dobey mit Big Fish – Viertelfinals stehen fest

Die Viertelfinals der Hungarian Darts Trophy 2026 stehen fest. Am Finaltag in Budapest lieferten die Achtelfinals mehrere auffällige Zahlen und Wendungen. Gary Anderson warf bei seinem 6:5 gegen Stephen Bunting gleich acht 180er, Chris Dobey beendete sein Match gegen Josh Rock mit einem 170er-Checkout und Nathan Aspinall warf Michael van Gerwen aus dem Turnier.

Den Auftakt machte Dirk van Duijvenbode gegen Rob Cross. Der Niederländer lag zunächst mit 1:3 zurück, gewann anschließend aber fünf der letzten sechs Legs und setzte sich mit 6:4 durch. Van Duijvenbode spielte einen Average von 98,94 Punkten und warf sechs 180er. Cross kam auf 91,38 Punkte im Schnitt und ein Maximum.

Danny Noppert bezwang Ryan Searle ebenfalls mit 6:4, obwohl der Engländer mit 97,19 Punkten den höheren Average spielte. Nach dem 3:3 gelang Noppert das wichtige Break zum 4:3, anschließend zog er auf 5:3 davon. Searle verwandelte nur vier seiner 17 Versuche auf Doppel, während Noppert sechs von 14 Chancen nutzte. Mit einem 121er-Finish gelang dem Niederländer zudem das höchste Checkout der Partie.

Auch Jonny Clayton musste trotz des höheren Averages die Heimreise antreten. Der Waliser spielte 96,85 Punkte im Schnitt, Ross Smith kam auf 92,83. Den entscheidenden Unterschied machte die Doppelquote: Smith traf sechs seiner zehn Versuche, Clayton nur vier von 15. Beim Stand von 3:3 holte sich Smith das Break und brachte den Vorsprung anschließend zum 6:4 ins Ziel.

Dave Chisnall ließ Keane Barry beim 6:2 deutlich weniger Spielraum. Nach dem 1:1 gewann der frühere Budapest-Sieger fünf der nächsten sechs Legs. Chisnall traf die Hälfte seiner Versuche auf Doppel und spielte einen Average von 94,54 Punkten. Barry sorgte mit einem 155er-Checkout zwar für das höchste Finish des Matches, konnte seine übrigen Möglichkeiten aber nicht konsequent genug nutzen.

Anderson dreht 0:3 – Dobey beendet Match mit Big Fish

Gian van Veen setzte seinen Lauf mit einem 6:3 gegen Jermaine Wattimena fort. Nach einem verlorenen ersten Leg gewann der junge Niederländer vier Legs in Folge und zog auf 4:1 davon. Wattimena kam noch einmal auf 4:3 heran, bevor van Veen die letzten beiden Legs holte. Besonders deutlich war der Unterschied auf die Doppel: Van Veen traf sechs von 14 Versuchen und damit 42,86 Prozent, Wattimena nur drei von 17 und damit 17,65 Prozent.

Das dramatischste Comeback der Session gelang Gary Anderson. Stephen Bunting erwischte den besseren Start und führte bereits mit 3:0. Anderson kämpfte sich zurück, drehte später ein 2:4 in eine 5:4-Führung und musste dennoch ins Entscheidungsleg. Dort machte der Schotte den 6:5-Erfolg perfekt. Besonders auffällig waren seine acht 180er in nur elf Legs. Dazu spielte Anderson einen Average von 97,36 Punkten.

Danach erwischte es Michael van Gerwen. Der Niederländer führte gegen Nathan Aspinall zunächst mit 3:1, ehe „The Asp“ vier Legs in Folge gewann und auf 5:3 stellte. MvG verkürzte noch einmal, Aspinall machte anschließend jedoch den 6:4-Sieg perfekt. Der Engländer kam auf einen Average von 97,29 Punkten und sechs 180er. Bemerkenswert war dabei, dass Aspinall trotz einer Doppelquote von nur 24 Prozent gewann: Sechs seiner 25 Versuche fanden ihr Ziel.

Den spektakulärsten Schlusspunkt setzte Chris Dobey. Gegen Josh Rock legte der Engländer eine 3:0-Führung vor und gab den Vorsprung anschließend nicht mehr aus der Hand. Rock verkürzte mehrfach, kam aber nicht mehr entscheidend heran. Beim Stand von 5:3 ließ Dobey schließlich 170 Punkte stehen – und checkte den Big Fish tatsächlich zum Matchgewinn.

Dobey traf insgesamt sechs seiner neun Versuche auf Doppel und erreichte damit eine Quote von 66,67 Prozent. Sein Average lag bei 91,78 Punkten, Rock kam auf 88,05. Das 170er-Finish stellt zugleich den bisherigen Turnierbestwert ein, den Rob Cross bereits in der ersten Runde erreicht hatte.

Damit stehen die vier Viertelfinals fest. Dirk van Duijvenbode trifft auf Danny Noppert, Ross Smith bekommt es mit Dave Chisnall zu tun. Gian van Veen fordert Gary Anderson, während Nathan Aspinall und Chris Dobey das vierte Viertelfinale bestreiten.

Weiter geht es am Sonntagabend ab 19:00 Uhr. Dann werden zunächst die vier Viertelfinals gespielt, anschließend folgen die beiden Halbfinals und das Finale der Hungarian Darts Trophy 2026.

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