Jermaine Wattimena steht bei der Hungarian Darts Trophy 2026 im Achtelfinale. Der Niederländer setzte sich am Samstagnachmittag mit 6:4 gegen Andrew Gilding durch und entschied damit ein über weite Strecken ausgeglichenes Zweitrundenmatch für sich.
Für Wattimena war der Erfolg zugleich eine Revanche für das letzte Duell der beiden. Erst im Mai waren sich die Profis bei den Austrian Darts Open begegnet. Damals hatte Gilding mit exakt demselben Ergebnis gewonnen – 6:4. In Budapest drehte der Niederländer dieses Resultat nun um.
Der Spielverlauf zeigte zunächst kaum Vorteile für eine Seite. Nach sechs Legs stand es 3:3. Beide hielten ihre Anwurflegs weitgehend stabil, ehe Wattimena im siebten Leg wieder die Führung übernahm und anschließend auf 5:3 davonzog. Gilding verkürzte noch einmal auf 4:5 und hielt das Match offen. Die Antwort folgte jedoch direkt: Wattimena entschied das zehnte Leg für sich und machte damit den 6:4-Erfolg bei der Hungarian Darts Trophy perfekt.
Auch die Statistiken zeigen, dass die Partie enger war, als es der zwischenzeitliche 5:3-Vorsprung vermuten ließ. Wattimena spielte einen Average von 96,67 Punkten, während Gilding auf 90,80 Punkte kam.
Beim Scoring hatte der Niederländer vor allem bei den Maximums einen klaren Vorteil. Drei 180er gingen auf sein Konto, Gilding blieb ohne Maximum. Bei den Aufnahmen mit 140 oder mehr Punkten lag der spätere Sieger mit 6:5 nur knapp vorne. Bei den Scores von 100 oder mehr Punkten hatte dagegen der Engländer mit 16:14 einen leichten Vorteil.
Der Unterschied lag deshalb weniger in der Breite des Scorings als in den Spitzen. Mit drei 180ern setzte Wattimena die größeren Ausrufezeichen und verschaffte sich nach dem 3:3 die entscheidenden Vorteile.
Bemerkenswert war auch die Doppelquote. Wattimena verwandelte sechs seiner elf Versuche und kam damit auf starke 54,55 Prozent. Gilding war mit vier Treffern bei sieben Würfen sogar noch etwas effizienter und erreichte 57,14 Prozent. Das höchste Checkout des Matches gehörte ebenfalls dem Engländer. „Goldfinger“ löschte 117 Punkte und sorgte damit für das einzige Ton-plus-Finish der Partie. Das höchste Checkout seines Gegners lag bei 48 Punkten.
Vom Whitewash zur knappen Niederlage
Für Gilding endet damit ein Turnier, das einen Tag zuvor nahezu perfekt begonnen hatte. In der ersten Runde der Hungarian Darts Trophy hatte der 55-Jährige den ungarischen Host Nation Qualifier Milan Biro mit 6:0 besiegt und dabei keinen einzigen Legverlust zugelassen. Gegen den gesetzten Niederländer bekam er deutlich mehr Gegenwehr. Trotz einer starken Doppelquote und des 117er-Finishes fehlten ihm vor allem die ganz hohen Aufnahmen, um dauerhaft Druck aufzubauen.
Für Wattimena setzt sich zugleich eine starke Woche fort. Erst wenige Tage vor der Hungarian Darts Trophy gewann er Players Championship 27 und rückte anschließend erstmals in seiner Karriere in die Top 16 der PDC Order of Merit vor. Mit dem Erfolg bei der Hungarian Darts Trophy bestätigte er nun auch auf der European-Tour-Bühne seine aktuelle Form.
Im Achtelfinale der Hungarian Darts Trophy wartet auf Wattimena der Sieger der Partie zwischen Gian van Veen und Nándor Major. Am Finaltag der Hungarian Darts Trophy könnte es damit zu einem rein niederländischen Duell kommen. Sollte sich Major durchsetzen, würde der Lokalmatador nach seinem überraschenden Auftakterfolg erneut auf einen gesetzten Spieler treffen.
Für Gilding endet die Hungarian Darts Trophy dagegen in Runde zwei. Nach seinem überzeugenden 6:0 zum Auftakt konnte er das enge Duell am Samstag trotz guter Doppelquote nicht auf seine Seite ziehen.
Wattimena hat mit dem 6:4 nicht nur die Niederlage aus Österreich beantwortet, sondern sich auch einen Platz am Finaltag gesichert. Nach einem lange offenen Match setzte er sich in der entscheidenden Phase ab und hält seine Chancen auf einen tiefen Lauf bei der Hungarian Darts Trophy 2026 am Leben.









