Hungarian Darts Trophy 2026 – Tag 2, Session 1: Chisnall beendet Negativserie gegen Nijman

Dave Chisnall hat bei der Hungarian Darts Trophy 2026 das Achtelfinale erreicht. Der Engländer setzte sich am Samstagnachmittag deutlich mit 6:2 gegen Wessel Nijman durch und zeigte dabei genau die Steigerung, die er vor der Partie selbst gefordert hatte.

Vor dem Duell sprach die direkte Bilanz klar gegen Chisnall. Nijman hatte alle vier bisherigen Begegnungen mit dem Engländer gewonnen. Nach seinem 6:3-Auftaktsieg gegen András Borbély hatte Chisnall deshalb bereits angekündigt, dass gegen den Niederländer eine deutlich bessere Leistung nötig sein würde.

Genau diese Verbesserung gelang ihm. Chisnall erwischte den deutlich stärkeren Start und zog früh auf 3:0 davon. Nijman verkürzte anschließend auf 1:3 und später auf 2:4, konnte den Engländer aber nicht dauerhaft unter Druck setzen.

Chisnall behielt die Kontrolle und gewann die beiden folgenden Legs zum 6:2-Endstand. Damit beendete er nicht nur Nijmans Turnier, sondern auch seine eigene Negativserie im direkten Vergleich.

100er-Average und starke Doppelquote

Statistisch überzeugte Chisnall vor allem mit seinem Average und auf den Doppelfeldern. Der Engländer spielte 100,47 Punkte im Schnitt und lag damit deutlich vor Nijman, der auf 89,43 Punkte kam.

Auch beim Finishing war der Unterschied klar. Chisnall verwandelte sechs seiner zwölf Versuche auf Doppel und erreichte damit eine Quote von 50 Prozent. Nijman traf dagegen nur zwei seiner zehn Chancen und blieb bei 20 Prozent.

Bei den Maximums hatte Chisnall ebenfalls Vorteile. Drei 180er gingen auf sein Konto, während Nijman einmal die 180 traf. Bei den Aufnahmen mit 140 oder mehr Punkten lagen beide Spieler mit jeweils drei gleichauf. Auch bei den 100-plus-Aufnahmen gab es mit jeweils elf keinen Unterschied.

Das höchste Finish der Partie gelang ebenfalls Chisnall. Der Engländer checkte maximal 92 Punkte, Nijmans bestes Checkout lag bei 40 Punkten. Ein Ton-plus-Finish gelang keinem der beiden Spieler.

Die Zahlen zeigen deutlich, warum Chisnall die Partie kontrollierte. Sein Scoring war stabiler, auf Doppel war er wesentlich effizienter und gerade in den entscheidenden Phasen ließ er Nijman kaum Möglichkeiten, das Match noch einmal zu drehen.

Für Chisnall bleibt Budapest damit ein gutes Pflaster. Bereits 2023 gewann der Engländer die Hungarian Darts Trophy und setzte sich damals im Finale mit 8:7 gegen Luke Humphries durch.

Mit dem Erfolg gegen Nijman steht Chisnall nun erneut im Achtelfinale und darf weiter von einem tiefen Lauf im MVM Dome träumen. Gleichzeitig hat er mit dem klaren 6:2 gezeigt, dass die durchwachsene Vorstellung zum Auftakt gegen Borbély keine nachhaltigen Spuren hinterlassen hat.

Für Nijman endet das Turnier dagegen nach seinem ersten Auftritt als gesetzter Spieler in der zweiten Runde. Trotz ordentlicher Phasen fand der Niederländer kein Mittel gegen Chisnalls deutlich bessere Doppelquote und den 100er-Average des Engländers.

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