Die zweite Runde der Hungarian Darts Trophy 2026 ist abgeschlossen. Am Samstagabend wurden im MVM Dome die letzten acht Plätze für das Achtelfinale vergeben. Die größte Überraschung lieferte Dirk van Duijvenbode, der Luke Humphries mit 6:3 aus dem Turnier warf. Gian van Veen und Josh Rock setzten dagegen mit zwei 6:0-Erfolgen deutliche Ausrufezeichen. Auch Michael van Gerwen, Stephen Bunting, Jonny Clayton, Keane Barry und Nathan Aspinall stehen am Sonntag wieder auf der Bühne.
Für die beiden verbliebenen ungarischen Spieler endete die Hungarian Darts Trophy dagegen in der zweiten Runde. László Kádár hielt gegen Clayton lange dagegen, verlor am Ende aber mit 3:6. Nándor Major erwischte gegen van Veen einen deutlich schwierigeren Abend und blieb beim 0:6 ohne Leggewinn.
Bunting und Clayton weiter – Barry schlägt Razma
Stephen Bunting eröffnete die Abendsession der Hungarian Darts Trophy mit einem souveränen 6:1 gegen Jonas Masalin. Der Finne hatte am Freitag mit seinem Sieg gegen Kevin Doets für Aufmerksamkeit gesorgt, konnte den gesetzten Engländer einen Tag später aber nicht noch einmal ernsthaft in Gefahr bringen. Für Bunting geht es im Achtelfinale gegen Gary Anderson, der am Nachmittag mit einem Average von 105,27 Punkten eines der stärksten Spiele des bisherigen Turniers gezeigt hatte.
Danach richteten sich die Blicke des Publikums bei der Hungarian Darts Trophy auf László Kádár. Der 57-jährige Ungar hatte bei seinem PDC-Bühnendebüt Daryl Gurney mit 6:5 ausgeschaltet und bekam nun mit Jonny Clayton einen weiteren prominenten Gegner. Bis zum 2:2 hielt Kádár die Partie völlig offen, anschließend setzte sich der Waliser etwas ab und gewann mit 6:3.
Clayton spielte einen Average von 92,79 Punkten und warf drei 180er. Kádár kam auf 85,43 Punkte im Schnitt und checkte mit 105 Punkten das höchste Finish des Matches. Auf den Doppelfeldern lagen beide dicht zusammen: Clayton verwandelte sechs seiner 17 Versuche, der Ungar drei von neun.
Keane Barry setzte anschließend seinen starken Lauf bei der Hungarian Darts Trophy fort. Nach dem 6:2 gegen Martin Schindler in der ersten Runde bezwang der Ire auch Madars Razma mit 6:2. Damit wartet am Sonntag Dave Chisnall auf „Dynamite“. Für Barry ist es nach zwei überzeugenden Auftritten die nächste Gelegenheit, sich auf der European Tour weit nach vorne zu spielen.
Das auffälligste Ergebnis der ersten Hälfte der Session folgte anschließend. Luke Humphries war nach längerer Pause auf die European Tour zurückgekehrt, doch sein Auftritt bei der Hungarian Darts Trophy endete bereits im ersten Match. Dirk van Duijvenbode setzte sich mit 6:3 durch und trifft damit im Achtelfinale auf Rob Cross.
Van Gerwen kommt durch – Van Veen und Rock ohne Legverlust
Michael van Gerwen musste für seinen Einzug in den Finaltag der Hungarian Darts Trophy deutlich mehr arbeiten. James Hurrell, der am Freitag bereits Damon Heta mit 6:5 ausgeschaltet hatte, hielt auch gegen den Niederländer lange dagegen. Am Ende setzte sich van Gerwen mit 6:4 durch. Damit kommt es am Sonntag zu einem hochkarätigen Achtelfinale gegen Nathan Aspinall.
Deutlich einseitiger verlief das zweite niederländische Match des Abends. Gian van Veen ließ Nándor Major beim 6:0 keine Chance. Major hatte mit seinem Decider-Erfolg gegen Niels Zonneveld am Freitag für einen der ungarischen Höhepunkte der Hungarian Darts Trophy gesorgt, gegen die Nummer zwei der Setzliste fand er jedoch keinen Weg in die Partie. Van Veen trifft im Achtelfinale auf Jermaine Wattimena.
Nathan Aspinall musste dagegen bis in die Schlussphase kämpfen. Ryan Joyce spielte mit 95,28 Punkten sogar den höheren Average als Aspinall mit 93,97, doch „The Asp“ gewann die entscheidenden Momente und setzte sich mit 6:4 durch. Auffällig war vor allem die unterschiedliche Verteilung der Stärken: Aspinall warf fünf 180er, Joyce dagegen keine. Dafür verwandelte Joyce vier seiner sechs Doppelversuche und kam damit auf starke 66,67 Prozent. Aspinall benötigte für seine sechs Treffer 13 Versuche.
Den Abschluss des Abends bei der Hungarian Darts Trophy bestritt Josh Rock gegen Joe Cullen – und auch diese Partie wurde zu einer klaren Angelegenheit. Rock gewann mit 6:0. Der Nordire spielte einen Average von 85,89 Punkten, Cullen kam lediglich auf 76,91. Rock traf sechs seiner 20 Doppelversuche und checkte zweimal mehr als 100 Punkte, darunter das höchste Finish der Partie mit 130.
Cullen hatte am Freitag nach fünf Wochen ohne regulären Wettkampfrhythmus noch Adam Leek mit 6:3 geschlagen. Gegen Rock gelang ihm jedoch kein einziger Treffer auf dem Doppel. Drei Möglichkeiten blieben ungenutzt, ehe der 6:0-Whitewash bei der Hungarian Darts Trophy feststand.
Damit ist das Achtelfinale der Hungarian Darts Trophy 2026 vollständig. Am Sonntagmittag stehen acht Partien auf dem Programm: Dirk van Duijvenbode trifft auf Rob Cross, Danny Noppert auf Ryan Searle, Jonny Clayton auf Ross Smith und Keane Barry auf Dave Chisnall. Dazu spielen Gian van Veen gegen Jermaine Wattimena, Stephen Bunting gegen Gary Anderson, Michael van Gerwen gegen Nathan Aspinall sowie Josh Rock gegen Chris Dobey.









