Hungarian Darts Trophy 2026: Anderson mit 105er-Average – und ändert seinen Jahresplan

Gary Anderson hat bei der Hungarian Darts Trophy 2026 ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Der Schotte besiegte Krzysztof Ratajski in der zweiten Runde mit 6:2 und spielte dabei einen Average von 105,27 Punkten. Noch interessanter als die Zahlen war allerdings das, was Anderson anschließend über seine weitere Saison verriet. Budapest könnte dafür sorgen, dass der zweimalige Weltmeister seinen ursprünglichen Jahresplan noch einmal überdenkt.

Anderson dominierte die Partie gegen Ratajski über weite Strecken. Neben dem Average von 105,27 Punkten überzeugte der 55-Jährige auch auf den Doppelfeldern. Sechs seiner neun Versuche fanden ihr Ziel, dazu gelangen ihm vier 180er. Ratajski kam dagegen lediglich auf einen Average von 88,26 Punkten und konnte den Schotten kaum unter Druck setzen.

Für Anderson war Budapest dennoch mehr als nur ein weiterer Auftritt auf der European Tour. Der Schotte war zuvor noch nie bei der Hungarian Darts Trophy dabei gewesen. Nach seinem Sieg machte er deutlich, warum er sich diesmal für die Reise nach Ungarn entschieden hatte.

Die Stimmung im MVM Dome hinterließ beim Schotten sofort Eindruck. Anderson erklärte nach seinem Erfolg, dass er schon länger viel Positives über das Turnier gehört habe. „Ich war noch nie beim Turnier in Budapest, also musste ich einfach kommen. Jeder schwärmt davon. Und wenn man eine Halle und ein Publikum wie hier sieht, muss man einfach kommen“, sagte Anderson nach seinem Zweitrundenmatch.

Sportlich hätte sein erster Auftritt kaum besser laufen können. Mit dem 105er-Average setzte der ehemalige Weltmeister eines der klaren statistischen Ausrufezeichen der bisherigen zweiten Runde. Gleichzeitig sammelte er erstmals in diesem Jahr Preisgeld für die European Tour Order of Merit.

Genau dieser Punkt ist für seine weitere Saison interessant. Über die European Tour Order of Merit werden die Teilnehmer für die European Championship in Dortmund bestimmt. Vor Budapest hatte Anderson in diesem Jahr auf der European Tour noch kein anrechenbares Preisgeld gesammelt.

Budapest verändert Andersons Jahresplan

Wie ernst Anderson diese Ausgangslage genommen hatte, zeigte seine Antwort auf die Frage nach der Qualifikation für Dortmund. Dabei verriet er, dass die Hungarian Darts Trophy für ihn sogar eine Art Entscheidungspunkt für den restlichen Saisonverlauf gewesen sei. „Ich mache meine Berechnungen. Ich habe gesagt: Wir fahren nach Budapest, und wenn es nicht gut läuft, nehme ich mir den Rest des Jahres frei. Dann lasse ich die Turniere aus und starte nächstes Jahr wieder neu“, erklärte Anderson.

Nach dem gelungenen Auftakt sieht die Situation nun anders aus. Mit dem Sieg gegen Ratajski hat der Schotte erstmals European-Tour-Preisgeld in dieser Saison gesammelt und damit zumindest eine Grundlage für den Kampf um Dortmund geschaffen. „Aber jetzt sind wir gut gestartet. Also muss ich wohl weitermachen“, fügte Anderson hinzu.

Die Aussage passt zu einem Spieler, der seinen Turnierkalender seit Jahren sehr bewusst zusammenstellt. Anderson spielt längst nicht jedes verfügbare PDC-Turnier und entscheidet gezielt, welche Events für ihn sportlich und persönlich sinnvoll sind. Der erfolgreiche Auftritt in Budapest könnte nun dafür sorgen, dass der Schotte weitere Starts auf der European Tour ins Auge fasst.

Für die Hungarian Darts Trophy selbst ist Anderson ohnehin weiter im Rennen. Nach dem klaren 6:2-Erfolg steht er im Achtelfinale und kann dort nicht nur seinen starken Auftakt bestätigen, sondern auch weiteres Preisgeld für die European Tour Order of Merit sammeln.

Budapest könnte damit tatsächlich zum Wendepunkt seiner Saison werden. Anderson war nach Ungarn gereist, um zu prüfen, ob sich der weitere Kampf um die European Championship noch lohnt. Nach einem Average von 105,27 Punkten und dem souveränen Einzug ins Achtelfinale spricht zunächst vieles dafür, dass er seinen ursprünglichen Plan noch einmal überdenkt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert