Hungarian Darts Trophy 2026 – Tag 2, Session 1: Erste Achtelfinalisten stehen fest

Die erste Session am zweiten Tag der Hungarian Darts Trophy 2026 ist beendet. Am Samstagnachmittag standen im MVM Dome in Budapest die ersten acht Partien der zweiten Runde auf dem Programm. Dabei schieden mit Titelverteidiger Niko Springer und dem gesetzten Wessel Nijman zwei prominente Namen aus, während Gary Anderson mit einem Average von mehr als 105 Punkten das sportliche Ausrufezeichen setzte.

Gleichzeitig nimmt der Turnierbaum für den Finaltag immer klarere Formen an. Danny Noppert und Ryan Searle treffen am Sonntag bereits sicher im Achtelfinale aufeinander. Auch Ross Smith, Dave Chisnall, Jermaine Wattimena, Rob Cross, Gary Anderson und Chris Dobey haben ihren Platz unter den letzten 16 gebucht.

Smith und Chisnall starten souverän in den Nachmittag

Zum Auftakt der Session setzte sich Ross Smith deutlich mit 6:2 gegen William O’Connor durch. Der Engländer spielte einen Average von 101,33 Punkten, warf fünf 180er und überzeugte mit sechs Treffern bei elf Versuchen auf die Doppelfelder. Damit bestätigte Smith auch das Ergebnis des Players-Championship-20-Finals, in dem er O’Connor rund zwei Monate zuvor bereits mit 8:5 besiegt hatte.

Anschließend beendete Dave Chisnall seine bisherige Negativserie gegen Wessel Nijman. Der Niederländer hatte alle vier vorherigen direkten Duelle gewonnen, darunter das 10:5 beim World Matchplay im Juli. In Budapest drehte Chisnall die Geschichte jedoch um und gewann klar mit 6:2. Mit einem Average von 100,47 Punkten und einer Doppelquote von 50 Prozent ließ der Sieger der Hungarian Darts Trophy 2023 seinem Gegner nur wenige Chancen.

Auch Jermaine Wattimena steht im Achtelfinale. Der Niederländer bezwang Andrew Gilding mit 6:4 und revanchierte sich damit für die Niederlage bei den Austrian Darts Open, wo Gilding im Mai mit demselben Ergebnis gewonnen hatte. Nach einem ausgeglichenen 3:3 setzte sich Wattimena in der entscheidenden Phase ab. Drei 180er und ein Average von 96,67 Punkten halfen ihm dabei, das Duell auf seine Seite zu ziehen.

Danny Noppert musste gegen Ritchie Edhouse deutlich härter arbeiten. Der Niederländer setzte sich mit 6:4 durch und erreichte damit ebenfalls den Finaltag. Sein Average lag bei 94,01 Punkten, Edhouse kam auf 90,93. Bemerkenswert: Der Engländer warf mit vier 180ern sogar ein Maximum mehr als Noppert, konnte daraus aber nicht genügend Legs machen.

Direkt danach folgte eine der interessantesten Partien der Session. Ryan Searle besiegte Titelverteidiger Niko Springer mit 6:4 und sorgte damit dafür, dass die Hungarian Darts Trophy 2026 definitiv einen neuen Sieger bekommen wird. Searle spielte 97,31 Punkte im Schnitt und hatte mit fünf 180ern sowie einer Doppelquote von 42,86 Prozent die größeren Spitzen. Springer kam auf 94,23 Punkte und vier Treffer bei 14 Versuchen auf Doppel.

Damit steht auch das erste komplette Achtelfinale fest: Noppert trifft am Sonntag auf Searle. Die direkte Bilanz spricht deutlich für den Niederländer, der neun der bisherigen elf Duelle gewann.

Cross und Dobey überstehen Decider – Anderson mit 105er-Average

Eine der knappsten Partien des Nachmittags lieferten sich Rob Cross und Luke Woodhouse. Beide spielten einen Average von mehr als 100 Punkten, am Ende setzte sich Cross mit 6:5 durch. Der Weltmeister von 2018 kam auf 100,54 Punkte im Schnitt, Woodhouse auf 100,12. Der unterlegene Engländer warf sogar fünf 180er und damit drei mehr als Cross, musste sich im Entscheidungsleg aber dennoch geschlagen geben.

Das statistische Highlight der Session lieferte anschließend Gary Anderson. Der Schotte besiegte Krzysztof Ratajski mit 6:2 und spielte dabei einen Average von 105,27 Punkten. Ratajski kam lediglich auf 88,26. Anderson warf vier 180er, traf sechs seiner neun Doppelversuche und kontrollierte die Partie über weite Strecken.

Für den zweimaligen Weltmeister war der Auftritt auch mit Blick auf die European Championship wichtig. Anderson hatte nach dem Match erklärt, dass Budapest für seine weitere Planung auf der European Tour eine große Rolle spiele. Durch den gelungenen Auftakt sammelt er 2026 nun erstmals Preisgeld für die European Tour Order of Merit und hält die Chance auf die Qualifikation für Dortmund am Leben.

Zum Abschluss der Nachmittagssession wurde es noch einmal eng. Chris Dobey setzte sich mit 6:5 gegen Tom Sykes durch und verhinderte damit eine weitere Überraschung. Sykes hatte am Freitag Cameron Menzies mit 6:1 aus dem Turnier genommen und hielt auch gegen den gesetzten Engländer bis zum Schluss dagegen.

Dobey spielte einen Average von 93,33 Punkten und warf starke sieben 180er. Sykes blieb zwar ohne 180er, überzeugte dafür aber mit einer Doppelquote von 62,5 Prozent und nutzte fünf seiner acht Chancen. Dobey benötigte für seine sechs Legs 20 Doppelversuche. Am Ende reichte es dennoch zum Einzug ins Achtelfinale.

Damit stehen nach der ersten Session von Tag zwei acht Spieler für das Achtelfinale am Finaltag der Hungarian Darts Trophy fest. Neben dem bereits kompletten Duell zwischen Danny Noppert und Ryan Searle warten Ross Smith, Dave Chisnall, Jermaine Wattimena, Rob Cross, Gary Anderson und Chris Dobey noch auf die jeweiligen Sieger der Samstagabend-Partien.

Die zweite Session beginnt am Samstagabend um 19:00 Uhr deutscher Zeit. Dann steigen unter anderem Luke Humphries, Michael van Gerwen, Jonny Clayton, Stephen Bunting, Gian van Veen, Nathan Aspinall und Josh Rock in die Hungarian Darts Trophy 2026 ein.

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