Michael van Gerwen steht bei der Hungarian Darts Trophy 2026 im Achtelfinale. Der Niederländer setzte sich am Samstagabend mit 6:4 gegen James Hurrell durch, musste dabei jedoch einen 1:3-Rückstand aufholen. Anschließend sprach „Mighty Mike“ über den angeschlagenen Gegner, seine eigene Leistung und die Bedeutung des Ergebnisses.
Hurrell trat trotz eines Bizepsrisses an und hielt die Begegnung lange offen. Van Gerwen zollte dem Engländer nach der Partie Respekt und verwies darauf, dass Verletzungen einen Spieler nicht automatisch daran hindern müssen, auf hohem Niveau zu spielen. „Man muss James auch ein Kompliment machen für den Umgang mit seiner Situation und diesem gerissenen Bizeps“, sagte Van Gerwen nach dem Match. „Ich kenne viele Spieler, die mit Verletzungen gespielt haben. Ich selbst habe auch mit Verletzungen gespielt.“
MvG kam selbst nicht durchgehend in den Rhythmus, brachte den Sieg am Ende aber über die Ziellinie. Mit einem Average von 93,77 Punkten, vier 180ern und sechs Treffern bei 14 Versuchen auf Doppel reichte es für den Einzug in die nächste Runde.
Van Gerwen: „Niemand erinnert sich an die Verlierer“
Mit seiner eigenen Vorstellung war der dreifache Weltmeister nicht vollständig zufrieden. Er räumte ein, dass in einigen Phasen mehr möglich gewesen wäre, wollte die Leistung aber auch nicht größer machen, als sie aus seiner Sicht war. Entscheidend war für ihn vor allem, dass er das Match gewonnen hatte.
Vor dem Turnier hatte sich der Niederländer bewusst Zeit für seine Familie genommen. Nach einer Pause könne es durchaus vorkommen, dass ein Spieler zunächst etwas Zeit benötige, um wieder in seinen gewohnten Matchrhythmus zu finden. Für den 37-Jährigen ändert das jedoch nichts an seiner grundsätzlichen Haltung. „Natürlich kann das passieren, aber es ist eigentlich egal, wo du spielst“, erklärte Van Gerwen. „Hauptsache, du gewinnst. Das Einzige, was zählt, ist das Gewinnen.“
Anschließend brachte er seine Einstellung noch deutlicher auf den Punkt: „Niemand erinnert sich an die Verlierer. Sie erinnern sich nur an die Sieger. So einfach ist das.“
Besonders positiv äußerte sich der 37-Jährige nach dem Match über die Bedingungen in Budapest. Der Niederländer zeigte sich erneut beeindruckt von der Atmosphäre und dem Publikum bei der Hungarian Darts Trophy. „Wenn du dieses Publikum siehst, diesen Austragungsort und wie viele Menschen hier sind“, bekomme er „Gänsehaut“.
Auch die Organisation des Turniers lobte „Mighty Mike“ ausdrücklich. Für ihn gehe es nicht nur um Gastfreundschaft, sondern auch um die Rahmenbedingungen rund um das Event. Entscheidend bleibe jedoch das Publikum, denn ohne die Unterstützung von den Rängen sei es deutlich schwieriger, die gewünschte Show auf die Bühne zu bringen.
Am Finaltag wartet im Achtelfinale mit Nathan Aspinall direkt die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Aspinall setzte sich am Samstag mit 6:4 gegen Ryan Joyce durch, zeigte sich anschließend aber selbst äußerst unzufrieden mit seiner Leistung. Van Gerwen weiß ebenfalls, dass gegen Hurrell noch Luft nach oben war. Im Duell der beiden ehemaligen Major-Sieger dürfte deshalb vor allem entscheidend sein, wer am Sonntag schneller sein bestes Niveau findet.










