James Hurrell hat bei der Hungarian Darts Trophy 2026 trotz einer schweren Armverletzung gegen Michael van Gerwen gespielt. Der Engländer unterlag dem dreifachen Weltmeister am Samstagabend mit 4:6, führte zwischenzeitlich aber sogar mit 3:1. Erst danach drehte „Mighty Mike“ die Partie.
Bemerkenswert ist vor allem, unter welchen Voraussetzungen „Hillbilly“ überhaupt in Budapest antrat. Die Verletzung zog sich der Engländer nicht beim Darts zu, sondern beim Cricket. Beim Versuch, einen Six zu schlagen, verletzte er sich am Wurfarm schwer. Kommentator Dan Dawson erklärte während der Übertragung des Players Championship 28, Hurrell habe sich beim Cricket am Wurfarm verletzt. Chris Mason sprach anschließend von einem Bizeps- und einem Sehnenriss.
Trotz der Verletzung versuchte der 42-Jährige zunächst weiterzuspielen. Beim Players Championship 28 trat er mit getaptem Arm an, zog vor seiner Zweitrundenpartie gegen Charlie Manby wegen der starken Schmerzen jedoch zurück.
Van Gerwen zollt Hurrell Respekt
Nur wenige Tage später stand der Profi aus Banbury bei der Hungarian Darts Trophy dennoch wieder auf der Bühne. Gegen van Gerwen zeigte er, dass er trotz der Verletzung keineswegs chancenlos war. Der Engländer ging mit 3:1 in Führung und hielt die Partie lange offen.
Van Gerwen würdigte den Einsatz seines Gegners anschließend ausdrücklich. „Man muss James auch ein Kompliment machen für den Umgang mit seiner Situation und diesem gerissenen Bizeps“, sagte der Niederländer nach dem Match im Interview mit der PDC. „Ich kenne viele Spieler, die mit Verletzungen gespielt haben. Ich selbst habe auch mit Verletzungen gespielt.“
Auch sportlich war Hurrell trotz der Blessur nicht weit weg. Er kam gegen van Gerwen auf einen Average von 91,91 Punkten, warf vier 180er und traf vier seiner sechs Versuche auf Doppel. Am Ende setzte sich der Niederländer mit 6:4 durch.
Für den 42-Jährigen war die Partie damit mehr als nur ein weiterer Auftritt auf der European Tour. Wenige Tage nach der schweren Verletzung überhaupt wieder auf der Bühne zu stehen und gegen einen Spieler wie van Gerwen zwischenzeitlich mit 3:1 zu führen, unterstreicht, wie konkurrenzfähig er trotz der Beschwerden blieb.
Wie lange „Hillbilly“ mit der Blessur weiterspielen kann und ob eine längere Pause notwendig wird, ist offen. Klar ist aber schon jetzt: Der Auftritt in Budapest war einer der ungewöhnlichsten seines bisherigen PDC-Jahres.










