Gian van Veen steht im Viertelfinale der Hungarian Darts Trophy 2026. Der Niederländer setzte sich am Sonntag mit 6:3 gegen seinen Landsmann Jermaine Wattimena durch und feierte damit bereits seinen fünften Sieg im fünften PDC-Duell mit dem 38-Jährigen.
So deutlich, wie diese Bilanz klingt, verlief das Achtelfinale allerdings nicht. „The Giant“ konnte Wattimena zwar früh unter Druck setzen, bekam seinen Gegner aber nie vollständig abgeschüttelt. Vor allem in der Schlussphase drohte die Partie noch einmal zu kippen.
„Ich habe drei Darts ausgelassen, um auf 5:1 zu stellen. Dann wurde es 4:2 und 4:3 und ich dachte: Jetzt kannst du hier noch Probleme bekommen“, erklärte van Veen nach seinem Sieg im Gespräch mit der PDC. Wattimena sei jederzeit gefährlich und habe erst in dieser Woche mit seinem Titel bei einem Players Championship gezeigt, zu welchen Leistungen er fähig sei.
Dass sein Landsmann einige Chancen auf Doppel liegen ließ, spielte dem Niederländer dabei in die Karten. „Du kannst ihm nicht so viele Möglichkeiten geben. Zum Glück hat er heute ein paar ausgelassen und mich wieder reingelassen.“
Van Veen setzt Erfolgsserie gegen Wattimena fort
Die Bilanz im direkten Vergleich ist inzwischen bemerkenswert. Fünfmal trafen beide auf PDC-Ebene aufeinander, fünfmal ging van Veen als Sieger vom Board. Eine besondere Bedeutung misst er dieser Serie dennoch nicht bei.
Beide kennen sich bereits seit vielen Jahren aus dem niederländischen Darts. Van Veen spielte nach eigener Aussage schon im Alter von rund zwölf Jahren gegen Wattimena. Deshalb sei der direkte Vergleich für ihn weniger aussagekräftig als bei anderen Gegnern. „Insgesamt liegt er wahrscheinlich immer noch vor mir. Aber in den vergangenen Jahren läuft es für mich deutlich besser. Ich bin einfach froh über die fünf Siege in Folge gegen ihn – und hoffentlich geht es so weiter“, sagte „The Giant“.
Mindestens genauso wichtig ist für den Niederländer derzeit aber eine andere Entwicklung. Nach einem schwierigen Jahresverlauf bekommt er zunehmend wieder Kontrolle in sein Spiel. Dabei bewertet van Veen seine Leistungen längst nicht nur anhand des Averages.
„Auch wenn ich momentan nicht so gut spiele wie im vergangenen Jahr, hole ich weiterhin die Ergebnisse“, erklärte er. Halbfinals und Viertelfinals auf der ProTour sowie das Halbfinale beim World Matchplay hätten ihm gezeigt, dass er auch dann weit kommen könne, wenn sein bestes Spiel nicht durchgehend vorhanden sei.
Seine Priorität formulierte der 24-Jährige entsprechend deutlich: „Mir ist egal, ob ich 91 oder 105 im Average spiele. Solange ich gewinne, bin ich glücklich.“ Natürlich wolle er wieder konstant sein bestes Niveau erreichen, doch die Entwicklung gehe für ihn inzwischen wieder in die richtige Richtung.
Bei der Hungarian Darts Trophy bekommt „The Giant“ am Sonntagabend direkt die nächste Gelegenheit. Im Viertelfinale wartet Gary Anderson, der sich zuvor in einem dramatischen Achtelfinale gegen Stephen Bunting durchgesetzt hatte.










