Players Championship 12 startet mit mehreren reizvollen Auftaktlosen. Im deutschen Fokus steht direkt ein Duell zweier Landsleute: Niko Springer trifft in der ersten Runde auf Marvin Kraft. Auch Yorick Hofkens hat ein besonders spannendes Los erwischt. Der Deutsche bekommt es zum Auftakt mit Gary Anderson zu tun.
Das zwölfte Players-Championship-Turnier des Jahres wird am Dienstag in der Arena MK in Milton Keynes ausgetragen. Die PDC hatte die Events 11 und 12 für den 27. und 28. April angesetzt. Los geht es um 14 Uhr deutscher Zeit. Gespielt wird erneut auf dem Floor, einen Tag nach Beau Greaves’ historischem Titel bei Players Championship 11.
Niko Springer und Marvin Kraft treffen bereits in der ersten Runde aufeinander. Damit ist mindestens ein deutscher Spieler sicher in Runde zwei, gleichzeitig nimmt sich das deutsche Feld früh selbst eine Chance auf weiteres Preisgeld.
Für Springer ist es die nächste Gelegenheit, nach seinem starken Start ins Tour-Card-Jahr weitere Erfahrung und Preisgeld auf der Pro Tour zu sammeln. Kraft hatte sich Anfang des Jahres über die Q-School die Tour Card gesichert und steht nun vor einem besonderen Auftakt gegen einen Landsmann. Solche Partien sind auf der Pro Tour immer speziell. Beide kennen die deutsche Dartszene, beide wissen um die Bedeutung der ersten Runde. Gerade bei den Players-Championship-Turnieren kann ein erfolgreicher Auftakt viel ausmachen. Wer die erste Partie gewinnt, hat sofort die Chance, sich in einen Turniertag hineinzuspielen.
Hofkens vor schwerem Auftakt gegen Anderson
Auch Yorick Hofkens steht vor einer großen Aufgabe. Der Belgier trifft in der ersten Runde auf Gary Anderson. Der zweimalige Weltmeister gehört auch auf dem Floor weiterhin zu den gefährlichsten Spielern im Feld und bringt Erfahrung, Scoringkraft und enorme Routine mit. Für Hofkens ist es ein anspruchsvolles, aber reizvolles Los. Gegen Anderson geht er nicht als Favorit in die Partie, bekommt aber direkt die Gelegenheit, sich gegen einen der bekanntesten Namen des Dartsports zu messen.
Gerade auf dem Floor können solche Duelle schnell kippen, wenn ein Außenseiter früh ins Spiel findet und den Favoriten unter Druck setzt. Hofkens braucht deshalb vor allem einen stabilen Start und eine hohe Checkout-Quote, um das Match offen zu halten.
Schwere Aufgaben für Clemens, Pietreczko und Wenig
Neben Springer und Kraft warten auf mehrere deutschsprachige Spieler anspruchsvolle Auftaktpartien. Martin Schindler trifft auf Andy Boulton, Gabriel Clemens bekommt es mit Kevin Doets zu tun. Ricardo Pietreczko startet gegen Ryan Searle, Lukas Wenig muss gegen Dave Chisnall ran.
Auch Dominik Grüllich steht vor einer schwierigen Aufgabe gegen Luke Woodhouse. Leon Weber spielt zum Auftakt gegen Samuel Price und kann nach seinem Sprung in die Nähe der Top 64 der Players Championship Order of Merit weiteres Preisgeld sammeln. Max Hopp bekommt es mit Stephen Rosney zu tun.
Damit haben mehrere Spieler machbare, aber keineswegs einfache Aufgaben erwischt. Besonders die Partien von Pietreczko, Clemens und Wenig fallen auf, weil ihre Gegner auf der Pro Tour regelmäßig tiefe Runs schaffen können.
Ein weiterer Blick geht auf Beau Greaves. Die Engländerin gewann am Montag Players Championship 11 und wurde damit zur ersten Frau, die einen PDC-Rankingtitel holen konnte. Bei Players Championship 12 steht sie direkt wieder im Feld und trifft zum Auftakt auf Tommy Morris. Damit bekommt Greaves sofort die Chance, ihren historischen Erfolg zu bestätigen. Nach dem Titelgewinn und dem Sprung in der Players Championship Order of Merit wird besonders interessant, wie sie mit der neuen Aufmerksamkeit umgeht.
Auf der Pro Tour bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Schon einen Tag später wartet das nächste Turnier, das nächste Board und die nächste Aufgabe.
Hochklassiges Feld in Milton Keynes
Auch abseits der deutschsprachigen Starter ist das Feld stark besetzt. Unter anderem trifft Wessel Nijman auf Scott Williams, Gian van Veen spielt gegen Dimitri Van den Bergh und Raymond van Barneveld bekommt es mit Krzysztof Ratajski zu tun. Luke Humphries startet gegen Keane Barry.
Das zeigt erneut, wie eng die Players-Championship-Turniere besetzt sind. Schon in der ersten Runde warten viele Duelle, die auch bei größeren TV-Turnieren Aufmerksamkeit bekommen würden. Auf dem Floor entscheidet sich dagegen alles in kurzer Abfolge, oft ohne lange Pausen und mit wenig Zeit für Korrekturen.
Für die deutschen Starter geht es bei Players Championship 12 um mehr als nur eine einzelne Auftaktrunde. Jeder Sieg bringt Preisgeld, Selbstvertrauen und Bewegung in den relevanten Ranglisten. Gerade Spieler wie Weber, Wenig, Kraft oder Grüllich können mit einem guten Tag wichtige Schritte machen.
Im Mittelpunkt stehen zunächst aber zwei besonders auffällige Lose: Springer gegen Kraft als deutsches Duell und Hofkens gegen Anderson als reizvoller Außenseiter-Test gegen einen Topnamen. Beide Partien geben dem Start in Players Championship 12 aus deutschsprachiger Sicht direkt zusätzliche Spannung.







