Ricardo Pietreczko hat bei Players Championship 14 am Dienstag (05.05.) in Hildesheim einen bitteren Pro-Tour-Tag erlebt. Der deutsche Tour-Card-Profi gab sein Erstrundenspiel gegen Jeffrey de Zwaan nach zwei Legs auf. Im offiziellen PDC-Score wurde die Partie entsprechend zugunsten des Niederländers gewertet.
Ein offizieller Grund für die Aufgabe wurde zunächst nicht bestätigt. Genau deshalb sollte der Fall vorsichtig eingeordnet werden. Klar ist aber: Eine Aufgabe nach bereits begonnenem Match ist im Darts deutlich auffälliger als ein Walkover vor Spielbeginn. Diese Kombination machte sein frühes Ende in Hildesheim sportlich besonders auffällig.
Englische Medien greifen den Fall auf
Englische Medien griffen den Fall deutlich auf. The Sun berichtete, Pietreczko habe sein Auftaktmatch bei Players Championship 14 nach zwei Legs beendet und zu diesem Zeitpunkt einen Average unter 60 Punkten gespielt. Auch TalkSport ordnete den Fall in einen ungewöhnlichen Pro-Tour-Tag ein, an dem mit Christian Kist ein weiterer Spieler sein Erstrundenmatch früh beendete.
In einigen Berichten wurde dabei auch die zuletzt diskutierte Unsicherheit im Wurfablauf aufgegriffen. Wichtig bleibt aber: Eine offiziell bestätigte Ursache für die Aufgabe gab es zunächst nicht. Aus dem frühen Ende sollte deshalb keine Diagnose abgeleitet werden.
Gerade diese Vorsicht ist wichtig, weil der 31-Jährige zuletzt ohnehin unter besonderer Beobachtung stand. Bereits vergangene Woche war Pietreczkos auffälliger Wurfablauf bei Players Championship 12 gegen Ryan Searle Thema. Die Szene in Hildesheim bekommt dadurch zusätzliche Brisanz, ohne dass sie vorschnell bewertet werden sollte.
Schwierige Formkurve auf der Pro Tour
Sportlich ist die Lage für „Pikachu“ dennoch schwierig. Der Blick auf die jüngsten Floor-Ergebnisse zeigt, dass es sich nicht nur um einen einzelnen Rückschlag handelt. Seit dem Sieg gegen Tytus Kanik bei PC11 folgten auf der Pro Tour Niederlagen gegen Jermaine Wattimena, Ryan Searle und Kai Gotthardt, ehe nun das Match gegen Jeffrey de Zwaan früh endete.
Bei Players Championship 14 folgte damit der nächste frühe Rückschlag. Das ist mehr als nur ein einzelnes schwaches Ergebnis, weil mehrere Pro-Tour-Auftritte ohne längeren Lauf blieben. Auf dem Floor zählen nicht nur Ranglistenpunkte, sondern auch Rhythmus, Sicherheit und Selbstvertrauen. Genau diese Faktoren sind für ihn in den kommenden Wochen besonders wichtig.
Hinzu kommt der Blick auf den World Cup of Darts. Pietreczko ist gemeinsam mit Martin Schindler für Deutschland vorgesehen. Damit bleibt seine sportliche Entwicklung bis zum Nationenturnier besonders relevant. Für die deutsche Perspektive geht es nicht nur um einen einzelnen Pro-Tour-Tag, sondern auch um die Frage, wie stabil er in die nächsten Aufgaben gehen kann.
Aufgabe bleibt ohne offiziell bestätigten Grund
Der entscheidende Punkt bleibt die fehlende offizielle Erklärung. Der PDC-Score führte die Partie zugunsten von Jeffrey de Zwaan, englische Medien berichteten von einem Ende nach zwei Legs. Mehr lässt sich zunächst belastbar festhalten.
Deshalb sollte der Vorgang weder verharmlost noch überhöht werden. Ein normales Erstrunden-Aus wäre sportlich schnell abgehakt gewesen. Nach dem frühen Aus am Vortag und der Aufgabe gegen de Zwaan steht der Deutsche nun vor wichtigen Wochen.
Players Championship 14 lief unterdessen weiter. Aus deutscher Sicht rückte später vor allem Max Hopp in den Fokus, der sich in Hildesheim aktuell bis ins Finale des Turniers spielte. Für Pietreczko bleibt dagegen ein bitterer Nachmittag, dessen genaue Hintergründe zunächst offen sind.







