Wessel Nijman gewinnt Players Championship 14 – Max Hopp erst im Finale gestoppt

Wessel Nijman hat Players Championship 14 am Abend (05.05.) in Hildesheim gewonnen. Der Niederländer setzte sich im Finale deutlich mit 8:1 gegen Max Hopp durch und krönte damit einen starken Pro-Tour-Tag. Für den Deutschen endete der Lauf zwar mit einer klaren Niederlage, der Finaleinzug bleibt aus deutscher Sicht dennoch das sportliche Ausrufezeichen des Turniers.

Im Endspiel erwischte Nijman den deutlich besseren Start und zog früh davon. Hopp verhinderte zwar den Whitewash, konnte den Rückstand aber nicht mehr ernsthaft drehen. Dabei war der frühere Junioren-Weltmeister statistisch keineswegs völlig abgehängt: Nijman spielte 98,59 Punkte im Schnitt, Hopp kam auf 93,78. Der Unterschied lag vor allem darin, dass der Niederländer die entscheidenden Momente früher und konsequenter nutzte.

Dass Hopp im Finale ausgerechnet auf Nijman traf, machte die Aufgabe besonders schwer. Der Niederländer zählt in dieser Saison zu den auffälligsten Spielern auf der Pro Tour und bestätigte seine Form auch in Hildesheim. Bereits im Viertelfinale gegen Krzysztof Ratajski und im Halbfinale gegen Danny Noppert spielte Nijman jeweils über 100 Punkte im Schnitt.

Hopp bestätigt seinen Aufwärtstrend auf der Pro Tour

Für Hopp war der Finaleinzug trotzdem ein starkes Signal. Dass der frühere Junioren-Weltmeister in Hildesheim so tief kam, fiel nicht aus dem Nichts. Schon in den vergangenen Pro-Tour-Wochen wirkte er wie einer der formstärksten deutschen Spieler auf dem Floor. Der Finaleinzug bei Players Championship 14 bestätigt diesen Eindruck nun deutlich.

Aus deutscher Sicht war Hopps Lauf die zentrale sportliche Geschichte des Tages. Während Ricardo Pietreczko nach seiner Aufgabe gegen Jeffrey de Zwaan bereits früh im Fokus stand und mehrere deutsche Starter nicht tief ins Turnier kamen, setzte der Finalist das klare sportliche Ausrufezeichen in Hildesheim.

Sein Turnierweg war dabei alles andere als leer. In der ersten Runde kam Hopp gegen Christian Kist per Forfeit weiter. Danach gewann er mit 6:4 gegen Lewis Pride und legte ein weiteres 6:4 gegen Damon Heta nach. Besonders wertvoll war anschließend der klare 6:2-Erfolg gegen Rob Cross. Gegen den ehemaligen Weltmeister spielte Hopp einen Average von 94,27 Punkten und ließ Cross kaum ins Match kommen.

Siege gegen Heta, Cross und Hunt als Signal

Im Viertelfinale folgte ein 6:3 gegen Joe Hunt. Dabei steigerte sich Hopp auf 97,44 Punkte im Schnitt und setzte seinen stärksten statistischen Akzent des Tages. Im Halbfinale besiegte er Tom Bissell mit 7:3 und zog damit ins Endspiel ein. Der Average von 89,83 Punkten war dort zwar nicht außergewöhnlich hoch, das Ergebnis aber deutlich.

Gerade die Siege gegen Damon Heta und Rob Cross fallen ins Gewicht. Heta gehört seit Jahren zu den gefährlichsten Floor-Spielern, Cross bringt enorme Erfahrung und Qualität mit. Dass Hopp beide Aufgaben löste und anschließend auch Hunt sowie Bissell aus dem Turnier nahm, macht den Finaleinzug sportlich wertvoll.

Für den Deutschen ist dieser Lauf mehr als nur ein gutes Einzelturnier. Auf der Pro Tour zählen Konstanz, Selbstvertrauen und die Fähigkeit, mehrere enge Aufgaben an einem Tag zu lösen. Genau das gelang ihm in Hildesheim über weite Strecken.

Nijman lässt im Finale kaum Zweifel

Im Finale war Nijman dann zu konstant. Der Niederländer setzte Hopp früh unter Druck, zog schnell davon und ließ kaum Zweifel am Turniersieg aufkommen. Der klare Endstand fiel deutlicher aus, als es Hopps vorheriger Turnierweg erwarten ließ, doch Nijman spielte das Finale mit der Sicherheit eines formstarken Floor-Spielers herunter.

Der klare Finalverlauf ändert wenig am Wert des deutschen Laufs. Hopp wurde erst im Endspiel gestoppt und zeigte über mehrere Runden hinweg, dass er auf der Pro Tour wieder gefährlich wird. Gerade in einem Jahr, in dem mehrere deutsche Spieler nach Stabilität suchen, ist dieser Finaleinzug ein wichtiges Signal.

Nijman nimmt den Titel mit, doch aus deutscher Sicht bleibt Hopps Finaleinzug die zentrale Geschichte des Tages. Der frühere Junioren-Weltmeister hat in Hildesheim bestätigt, dass mit ihm auf dem Floor wieder ernsthaft zu rechnen ist.

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