Kevin Doets gewinnt Players Championship 13 – Greaves schlägt Wright & Gotthardt

Kevin Doets hat Players Championship 13 in Hildesheim gewonnen und damit seinen ersten PDC-Rankingtitel geholt. Der Niederländer setzte sich im Finale laut offiziellen Turnierdaten mit 8:5 gegen Luke Woodhouse durch und spielte dabei einen Average von 100,61 Punkten. Woodhouse kam auf 94,26.

Doets hatte sich zuvor mit einem klaren 7:1 gegen Maik Kuivenhoven ins Endspiel gespielt. Woodhouse erreichte das Finale durch ein 7:2 gegen Mensur Suljovic, konnte seinen Lauf im letzten Match des Tages aber nicht mehr krönen. Der 27-Jährige nutzte in Hildesheim seine Chance, blieb im Finale stabil und feierte damit seinen bislang größten Erfolg auf PDC-Ebene.

Doets nutzt seine Chance auf der Pro Tour

Für Doets ist der Titel mehr als nur ein weiterer starker Tag auf dem Floor. Players-Championship-Turniere sind genau jene Bühne, auf der sich Spieler über Preisgeld, Ranglistenpositionen und Selbstvertrauen in größere Aufgaben spielen können. Der Niederländer war in Hildesheim nicht nur konstant genug für den Titel, sondern legte im Finale auch statistisch nach.

Gerade das macht den Erfolg wertvoll. Doets musste nicht nur einen guten Lauf verwalten, sondern im entscheidenden Moment noch einmal liefern. Ein Average jenseits der 100er-Marke im Finale zeigt, dass der Titel nicht zufällig zustande kam.

Woodhouse bleibt dagegen ein Spieler, der auf dem Floor jederzeit weit kommen kann. Sein Weg ins Finale war stark, vor allem das 7:2 gegen Suljovic im Halbfinale. Gegen Doets fehlte am Ende aber der letzte Zugriff, um aus dem Finaleinzug selbst den Titel zu machen.

Greaves schlägt Wright und Gotthardt

Beau Greaves spielte sich erneut in den Fokus. Die Engländerin schlug zunächst Peter Wright klar mit 6:1 und legte anschließend ein 6:2 gegen Kai Gotthardt nach. In der Runde der letzten 32 war nach einem knappen 5:6 gegen Rob Owen Schluss. Laut offiziellen Turnierdaten spielte Greaves in diesem Match einen Average von 92,34 Punkten, Owen kam auf 94,30.

Der Lauf passte zu den vergangenen Tagen. Greaves hatte erst kürzlich mit ihrem ersten PDC-Rankingtitel Geschichte geschrieben und bestätigte in Hildesheim zumindest erneut, dass ihr Erfolg auf dem Floor nicht als kurzer Moment abgetan werden sollte. Ein 6:1 gegen Wright bleibt auch dann auffällig, wenn der Schotte nicht mehr in seiner früheren Dominanz unterwegs ist.

Auch das 6:2 gegen Gotthardt gab dem Auftritt zusätzlichen deutschen Bezug. Gegen Owen war anschließend knapp Schluss, doch der Gesamteindruck blieb stark: Greaves gewann zwei Partien, schlug einen zweifachen Weltmeister deutlich und war auch bei ihrer Niederlage nicht weit vom nächsten Schritt entfernt.

Deutsche Profis verpassen die entscheidenden Runden

Aus deutscher Sicht blieb der große Lauf bei Players Championship 13 aus. Martin Schindler verlor in der Runde der letzten 32 deutlich mit 1:6 gegen Dave Chisnall, Niko Springer musste sich auf derselben Turnierstufe Marvin van Velzen mit 4:6 geschlagen geben. Damit waren die letzten deutschen Hoffnungen vor den entscheidenden Runden ausgeschieden.

Kai Gotthardt hatte sich zuvor mit einem Sieg gegen Ricardo Pietreczko in den Fokus gespielt, traf danach aber auf Greaves und verlor mit 2:6. Leon Weber scheiterte in den Top 64 an Andrew Gilding. Weber hielt beim 4:6 phasenweise ordentlich dagegen, kam mit 86,64 Punkten im Average aber nicht an Gildings 93,78 heran.

Gilding setzte später auch einen der auffälligsten statistischen Werte des Tages. Beim 6:0 gegen Joe Cullen spielte er laut offiziellen Turnierdaten einen Average von 118,66 Punkten. Auch Michael van Gerwen kam nicht tief ins Turnier: Der Niederländer schied in der Runde der letzten 32 trotz 97,59 Average mit 5:6 gegen Krzysztof Ratajski aus.

Players Championship 13 bekam damit einen Sieger, der seinen bislang wichtigsten PDC-Erfolg feierte. Kevin Doets nutzte seine Chance im Finale, Greaves lieferte erneut Gesprächsstoff, und aus deutscher Sicht blieb vor allem die Erkenntnis, dass Hildesheim diesmal keinen tiefen Lauf brachte.

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