Peter Wright erlebt seit geraumer Zeit einen deutlichen sportlichen Rückgang. Der zweimalige Weltmeister ist inzwischen auf Rang 33 der Weltrangliste abgerutscht und wartet seit der Weltmeisterschaft 2025 auf den Einzug in ein Viertelfinale bei einem Major-Turnier. Gleichzeitig verpasste „Snakebite“ in diesem Jahr erstmals seit 2012 das World Matchplay. Die Frage, wie lange der 56-Jährige noch auf höchstem Niveau mithalten kann, wird damit immer drängender.
Auch der letzte Titel liegt bereits einige Zeit zurück. Bei der German Darts Championship 2024 stand der 56-Jährige zuletzt ganz oben auf dem Podest. Seitdem fehlen die tiefen Runs bei den großen Turnieren, während die Konkurrenz in der Weltspitze immer enger zusammengerückt ist.
Für ihn geht es deshalb längst nicht mehr nur darum, wieder einzelne starke Matches zu spielen. Entscheidend wird sein, ob er seinen Platz in den oberen Regionen der Weltrangliste stabilisieren kann. Gerade der Blick auf die Top 64 gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Der frühere Profi Paul Nicholson sieht für ihn nur noch ein begrenztes Zeitfenster auf diesem Niveau. Gegenüber Oche180 sprach er von einer Spanne zwischen 18 Monaten und dreieinhalb Jahren.
„Mindestens 18 Monate und maximal dreieinhalb Jahre“, sagte Nicholson über die mögliche verbleibende Zeit des Schotten auf diesem Niveau.
„Snakebite“ muss wieder regelmäßig Ergebnisse liefern
Nach Einschätzung Nicholsons hängt Wrights Zukunft vor allem von Motivation, Arbeitsaufwand und Leistungsfähigkeit ab. „Es geht um den Willen. Es geht darum, seinen Platz in den Top 64 zu behalten“, erklärte er. Die entscheidende Frage sei inzwischen nicht mehr, wie lange Wright grundsätzlich noch Darts spielen könne, sondern wie lange er noch konkurrenzfähig bleibe.
„Wie lange kannst du auf diesem Niveau noch mithalten? Das hängt von der Arbeitsmoral ab, vom Können und auch von der Energie“, so Nicholson weiter. Gerade beim Thema Energie sieht der frühere Profi allerdings weniger Probleme. Wright wirke körperlich teilweise sogar fitter als noch vor zehn Jahren. Die größere Baustelle bleibt die sportliche Konstanz.
Auch bei Players Championship 27 gelang keine Trendwende. Wright erreichte die dritte Runde und unterlag dort Krzysztof Ratajski knapp mit 5:6. Auffällig war bei seiner Rückkehr auch Wrights neues Shirt. Nicholson vermutete darin einen bewussten Rückgriff auf Farben aus erfolgreicheren Karrierephasen. „Ich glaube, er versucht mit den Farben, gute Erinnerungen zurückzuholen“, sagte der frühere Profi.
Für den zweimaligen Weltmeister werden die kommenden Monate damit richtungsweisend. Rang 33 bedeutet noch keine akute Gefahr für die Tour Card, doch der Abstand zu früheren Positionen ist erheblich. Bleiben die tiefen Runs aus, dürfte sich „Snakebite“ künftig immer häufiger mit der Frage beschäftigen müssen, wie lange er noch zur erweiterten Darts-Elite gehört.









