Nándor Major sieht Fortschritte: „Der ungarische Darts entwickelt sich“

Nándor Major sieht seinen Erfolg bei der Hungarian Darts Trophy 2026 als Zeichen für die Entwicklung des ungarischen Dartsports. Gemeinsam mit László Kádár erreichte er am Freitag die zweite Runde. Erstmals schafften das zwei ungarische Spieler bei derselben Austragung des European-Tour-Turniers.

„Der ungarische Darts entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter. Es ist eine große Sache, dass wir diesmal gleich zu zweit gewonnen haben“, sagte Major anschließend gegenüber Nemzeti Sport. Für den 36-Jährigen war der Sieg gegen Niels Zonneveld zugleich der nächste Achtungserfolg auf der European Tour. Bereits 2023 hatte er in Budapest Ricardo Pietreczko bezwungen. Auch damals nutzte der Ungar den Heimvorteil und setzte sich gegen einen erfahrenen PDC-Spieler durch. Der erneute Erfolg zeigt, dass seine Auftritte auf dieser Bühne längst nicht mehr nur aus einzelnen kurzen Gastspielen bestehen.

Dabei musste der Lokalmatador gegen Zonneveld einige schwierige Phasen überstehen. Nach einem starken Beginn mit einem 120er-Checkout geriet er mit 1:3 in Rückstand. Der Niederländer konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen, sodass die Partie bis ins letzte Leg offen blieb. „Schon hinter der Bühne beim Einwerfen lief es gut. Ich habe gespürt, dass daraus ein gutes Match werden kann“, erklärte er nach der Partie.

Major behält im Entscheidungsleg die Nerven

Beim Stand von 5:5 gelang ihm das wichtige Rebreak. Danach ging der Ungar mit großem Selbstvertrauen in das letzte Leg.„Als ich bei 5:5 das Rebreak geschafft hatte, hatte ich einfach das Gefühl, dass ich es jetzt machen muss.“

Wenig später folgte der entscheidende Moment. Bei 124 Punkten Rest traf er die einfache 20, anschließend Triple 18 und schließlich das Bullseye. Mit dem High Finish sicherte sich der 36-Jährige den 6:5-Erfolg und den Einzug in die zweite Runde.

Noch größer wurde die Bedeutung des Abends durch den Erfolg von László Kádár. Der 57-Jährige bezwang Daryl Gurney ebenfalls mit 6:5. Damit standen erstmals zwei ungarische Spieler gemeinsam in der zweiten Runde der Hungarian Darts Trophy.

Gerade diese Kombination verleiht Majors Aussagen zusätzliches Gewicht. Ungarische Spieler sind auf der European Tour weiterhin nur selten vertreten und gehen gegen etablierte Tour-Card-Profis meist als Außenseiter in ihre Partien. Dass an einem Abend gleich zwei von ihnen gewinnen konnten, fällt deshalb besonders auf.

Der Ungar gehört inzwischen zu den bekanntesten Spielern seines Landes auf der internationalen Bühne. In den vergangenen Jahren sammelte er mehrfach Erfahrung bei European-Tour-Turnieren und trat auch außerhalb Ungarns bei PDC-Events in Erscheinung. Der Sieg gegen Zonneveld reiht sich damit in eine Entwicklung ein, die er selbst ausdrücklich hervorhebt.

Für den ungarischen Dartsport sind solche Auftritte auch deshalb wichtig, weil Heimturniere wie die Hungarian Darts Trophy den Spielern eine seltene Gelegenheit geben, sich vor großem Publikum mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Siege wie die von Major und Kádár sorgen dabei nicht nur für Aufmerksamkeit im Turnier, sondern auch über die nationale Szene hinaus.

Nun wartet mit Gian van Veen die nächste deutlich größere Aufgabe. „Natürlich würde ich am liebsten auch am Samstag weiterkommen“, sagte er.

Unabhängig vom Ausgang der nächsten Partie haben Major und Kádár bereits für einen besonderen ungarischen Abend gesorgt. Für den 36-Jährigen passt genau das zu seiner Einschätzung: Der ungarische Dartsport entwickelt sich weiter – und Budapest liefert dafür aktuell die sichtbarsten Beispiele.

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