Ross Smith steht bei der Hungarian Darts Trophy 2026 im Achtelfinale. Der Engländer setzte sich am Samstagnachmittag mit 6:2 gegen William O’Connor durch und legte den Grundstein für den Sieg mit einem starken Start in die Partie.
Der Engländer gewann die ersten fünf Legs und setzte den Iren damit früh massiv unter Druck. O’Connor fand zunächst kaum Zugriff auf das Match, während sein Gegner das Scoring konsequent nutzte und auf den Doppelfeldern deutlich effizienter agierte.
Am Ende stand ein Average von 101,33 Punkten zu Buche. O’Connor kam auf 97,41 Punkte und blieb damit ebenfalls auf einem ordentlichen Niveau, konnte die Unterschiede in den entscheidenden Momenten aber nicht ausgleichen. Damit gab es am Samstagnachmittag den nächsten Average jenseits der 100-Punkte-Marke.
Smith zieht früh davon
Besonders deutlich wurde der Unterschied auf den Doppelfeldern. Smith verwandelte sechs seiner elf Versuche und kam damit auf eine Quote von 54,55 Prozent. Der Ire traf lediglich zwei seiner neun Chancen und ließ damit zu viele Möglichkeiten liegen, um den frühen Rückstand noch ernsthaft zu korrigieren.
Auch bei den hohen Scores hatte der Engländer Vorteile. Fünf Aufnahmen mit 140 oder mehr Punkten standen für Smith zu Buche, sein Gegner kam auf zwei. Dazu warf der Engländer fünf 180er, während der Ire zwei Maximums erzielte. Diese Kombination aus hohem Scoring und sicherem Finishing sorgte früh für eine klare Ausgangslage. Mit dieser Mischung setzte sich der Engländer früh ab. Gerade in der Anfangsphase bekam O’Connor kaum längere Druckphasen zustande, weil hohe Aufnahmen immer wieder beantwortet wurden und die Chancen auf Doppel besser genutzt wurden.
Nach dem 0:5-Rückstand gelang dem Iren noch einmal eine Reaktion. Mit zwei gewonnenen Legs verkürzte er auf 2:5 und verhinderte damit eine noch deutlichere Niederlage.
Eine echte Wende konnte O’Connor damit allerdings nicht mehr einleiten. Der Engländer behielt die Kontrolle und ließ sich durch die kurze Aufholjagd nicht aus dem Rhythmus bringen. Wenig später machte er den 6:2-Erfolg perfekt und sicherte sich damit einen Platz unter den letzten 16 in Budapest.
Auch bei den Checkouts setzte der Engländer Akzente. Ihm gelangen zwei Ton-plus-Checkouts, sein höchstes Finish lag bei 116 Punkten. O’Connor stellte mit einem 121er-Finish zwar das höchste Checkout der Partie, konnte daraus aber keinen dauerhaften Vorteil ziehen.
Die Zahlen spiegeln den Matchverlauf insgesamt gut wider. Smith war im Scoring konstanter, auf Doppel deutlich effizienter und hatte die Partie nach dem 5:0-Vorsprung klar unter Kontrolle. Damit sicherte sich der Engländer souverän seinen Platz am Finaltag.
Das Duell in Budapest war zugleich die Neuauflage eines Finals, das erst wenige Monate zurückliegt. Bei Players Championship 20 standen sich Smith und O’Connor ebenfalls gegenüber. Auch damals setzte sich der Engländer durch und gewann das Endspiel mit 8:5.
Dabei zeigte Smith eine noch stärkere statistische Leistung als nun in Budapest. Im PC20-Finale spielte er einen Average von 107,01 Punkten und überzeugte mit einer Doppelquote von rund 73 Prozent. Der Erfolg brachte ihm damals seinen zehnten PDC-Titel ein.
Mit dem erneuten Sieg konnte Smith seine jüngste Erfolgsserie gegen O’Connor damit fortsetzen. Während das Duell bei Players Championship 20 noch über 13 Legs ging, schuf der Engländer diesmal bereits mit seinem 5:0-Start früh klare Verhältnisse.
Clayton oder Kádár wartet im Achtelfinale
Für Smith geht die Hungarian Darts Trophy am Sonntag weiter. Mit dem Einzug ins Achtelfinale bleibt der Engländer im Rennen um einen tiefen Lauf in Budapest und kann am Finaltag an diese starke Vorstellung anknüpfen.
Dort wartet auf Smith der Sieger des Zweitrunden-Duells zwischen Jonny Clayton und László Kádár. Clayton steigt als gesetzter Spieler am Samstagabend ins Turnier ein, während Kádár nach seinem 6:5-Erfolg gegen Daryl Gurney bereits für eine der großen ungarischen Geschichten des ersten Turniertages gesorgt hat.
O’Connor muss das Turnier dagegen nach seinem Zweitrundenmatch am Samstag verlassen. Nach seinem Auftaktsieg am Freitag zeigte der Ire nach dem 0:5-Rückstand zwar noch eine Reaktion, doch die Partie war zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich in Richtung des Engländers gekippt.









