Gerwyn Price hat bei Night 13 der Premier League Darts in Aberdeen sein Minimalziel erreicht. Der Waliser nahm zwei Punkte mit, verpasste nach seinem Halbfinal-Aus gegen Luke Littler aber den größeren Schritt im Rennen um die Play-offs.
Price setzte sich zunächst gegen Jonny Clayton durch und hielt damit seine Chancen auf die Finals Night weiter am Leben. Im Halbfinale war gegen Littler jedoch Schluss. Der Tabellenführer spielte beim 6:3-Sieg einen Average von 105,86 Punkten und ließ dem ehemaligen Weltmeister nur wenig Raum, um die Partie noch einmal zu drehen.
Minimalziel erreicht, aber kein Befreiungsschlag
Nach seinem Auftritt zeigte sich Price auf Instagram pragmatisch. „Ich bin für zwei Punkte hergekommen und gehe auch mit zwei Punkten nach Hause. Auf zur nächsten Woche“, schrieb der Waliser. Der Satz fasste den Abend ziemlich gut zusammen: Er hatte sein Minimalziel erreicht, aber den großen Schritt im Play-off-Rennen verpasst.
Gleichzeitig nahm „The Iceman“ auch den Rückhalt der Fans mit. „Nochmals vielen Dank an alle, ich kann gar nicht glauben, wie viel Unterstützung ich jede Woche bekomme“, ergänzte Price. Gerade für einen Spieler, der in seiner Karriere immer wieder polarisiert hat, ist diese Wahrnehmung bemerkenswert. In Aberdeen ging es für ihn deshalb nicht nur um zwei Punkte, sondern auch um das Gefühl, weiter getragen zu werden.
So positiv der Rückhalt auch ist: Sportlich bleibt die Rechnung für den Waliser eng. Die Top vier erreichen die Finals Night, entsprechend wichtig wird jeder Spieltag. Zwei Punkte helfen, doch ein Tagessieg hätte deutlich mehr Luft verschafft.
Clayton-Duell wird zum nächsten Prüfstein
Besonders spannend wird nun der Blick auf Night 14 in Leeds. Dort trifft Price direkt auf Jonny Clayton. Das walisische Duell hat nicht nur sportlich Reiz, sondern kann auch im Rennen um die Play-off-Plätze wichtig werden.
Clayton gehört ebenfalls zu den Spielern, die in der Tabelle Druck aufbauen können. Für „The Iceman“ geht es deshalb erneut darum, mindestens das Viertelfinale zu überstehen und weitere Punkte mitzunehmen. Ein früher Ausrutscher könnte die Lage sofort wieder verschärfen.
Price bleibt unter Zugzwang
Der ehemalige Weltmeister kann aus Aberdeen also Positives mitnehmen, aber nicht zu viel. Er hat gepunktet, seine Position im Rennen gehalten und den Kontakt zu den Play-off-Plätzen gewahrt. Gleichzeitig zeigte das Halbfinale gegen Littler, dass für einen echten Angriff auf die Spitze mehr nötig ist.
Zwei Punkte halten Price im Rennen, aber sie lösen sein Problem nicht: Die letzten Wochen der Premier League bleiben für den Waliser ein Rechenspiel mit wenig Fehlertoleranz. Für Price bleibt Aberdeen deshalb ein ordentlicher Abend, aber kein Wendepunkt. Der echte Schritt Richtung London muss in Leeds am kommenden Donnerstag (07.05.) folgen.







