European Championship 2026: Ross Smith stürmt ins Finale

Ross Smith steht im Finale der European Championship 2026. Der Engländer setzte sich am Sonntagabend in der Dortmunder Westfalenhalle mit 11:7 gegen Gerwyn Price durch und sicherte sich damit das erste Ticket für das Endspiel. Dabei musste der Europameister von 2022 zunächst einen deutlichen Rückstand aufholen. Obwohl der Waliser beim Average und bei den hohen Aufnahmen die besseren Werte erzielte, drehte der 37-Jährige die Begegnung und nutzte vor allem die vergebenen Doppelchancen seines Gegners.

„The Iceman“ erwischte den besseren Start. Nach drei Legs, in denen beide Spieler ihren Anwurf durchbrachten, gelang dem Waliser das erste Break. Anschließend baute er seine Führung auf 4:1 aus und schien die Partie zunächst unter Kontrolle zu haben. Doch der Engländer kam deutlich verbessert aus der ersten Pause zurück.

Mit drei gewonnenen Legs in Folge stellte „Smudger“ auf 4:4. Price antwortete mit einem sehenswerten 104er-Finish, doch Smith glich erneut aus. Beim Stand von 5:5 ging es in die zweite Unterbrechung – die Begegnung war wieder völlig offen.

Smith dreht das Halbfinale – Price lässt wichtige Doppelchancen liegen

Nach der Pause übernahm der 37-Jährige erstmals die Führung. Mit einem 14-Darter gelang ihm das Break zum 6:5, das er anschließend mit einem starken 11-Darter bestätigte. Als Price im nächsten Leg vier Möglichkeiten auf die Doppel ungenutzt ließ, schlug Smith erneut zu und erhöhte auf 8:5.

Zwar gelang dem Waliser unmittelbar darauf das Rebreak zum 8:6, doch die nächste Gelegenheit ließ er ebenfalls liegen. Price verpasste das Bullseye zum möglichen 8:7, während Smith auf Doppel 8 seine Führung auf 9:6 ausbaute. Im folgenden Leg brachte sich der Engländer mit einem 13-Darter beim Stand von 10:6 an die Schwelle zum Finale. Price verkürzte noch einmal auf 10:7 und erhielt anschließend mehrere Chancen, die Begegnung weiter offenzuhalten. Doch sechs vergebene Doppelversuche verhinderten das nächste Break. Smith nutzte die Gelegenheit und machte auf Doppel 2 den 11:7-Erfolg perfekt.

Die Statistiken unterstreichen, wie bemerkenswert die Aufholjagd des Engländers war. Price spielte mit 93,69 Punkten den höheren Drei-Dart-Average, während Smith auf 92,55 Punkte kam. Auch bei den 180ern lag der Waliser mit acht zu drei deutlich vorne. Zudem verbuchte Price 13 Aufnahmen von mindestens 140 Punkten gegenüber zwölf bei Smith.

Auf die Doppel zeigte sich „Smudger“ dagegen etwas effizienter. Er verwandelte elf seiner 32 Versuche und erreichte damit eine Checkoutquote von 34,38 Prozent. Price nutzte lediglich sieben seiner 24 Möglichkeiten und kam auf 29,17 Prozent. Für Price endete damit die Titeljagd in Dortmund. Nach seinem deutlichen 10:3-Viertelfinalsieg gegen Stephen Bunting hatte der Waliser auf den Finaleinzug gehofft, musste sich jedoch nach seiner frühen Führung noch geschlagen geben.

Der 37-Jährige hatte zuvor Luke Woodhouse mit 10:6 bezwungen und steht nun zum zweiten Mal in seiner Karriere im Finale der European Championship. Bereits 2022 hatte er den Europameistertitel gewonnen.

Im Endspiel trifft der Engländer auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Martin Schindler und Krzysztof Ratajski. Damit fehlt Smith nur noch ein Sieg zu seinem zweiten Triumph bei der Darts-Europameisterschaft.

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