European Championship 2026: Ross Smith stoppt Schindler und holt dritten Major-Titel

Ross Smith ist zum zweiten Mal Darts-Europameister! Der Engländer besiegte Martin Schindler im Finale der European Championship 2026 in Dortmund mit 11:8 und sicherte sich damit den dritten Major-Titel seiner Karriere. Dabei wurde es nach einer zwischenzeitlichen 8:2-Führung noch einmal spannend. Schindler kämpfte sich vor begeisterten Zuschauern eindrucksvoll zurück und brachte den früheren Europameister unter Druck. Doch der 37-Jährige behauptete seinen Vorsprung und krönte sich vier Jahre nach seinem ersten Triumph erneut zum Champion.

Als Nummer eins der European Tour Order of Merit war Ross Smith bereits als Topgesetzter nach Dortmund gereist. Im Finale bestätigte der Engländer zunächst seine starke Turnierform. Die ersten vier Legs verliefen ausgeglichen, beide Spieler verteidigten jeweils zweimal ihren Anwurf. Anschließend ging Smith mit 3:2 in Führung und schaffte beim 4:2 das erste Break.

Der Engländer erhöhte den Druck und gewann sechs Legs in Folge. Drei Breaks gelangen ihm während dieser beeindruckenden Serie, die ihm eine komfortable 8:2-Führung bescherte. Schindler fand zunächst kaum eine Antwort auf das starke Scoring seines Gegners. Doch „The Wall“ dachte nicht ans Aufgeben. Der Brandenburger verkürzte mit seinem ersten Break auf 3:8, musste unmittelbar darauf allerdings den nächsten Rückschlag hinnehmen. Smith konterte mit dem Re-Break und stellte auf 9:3.

Was anschließend folgte, begeisterte die Zuschauer in der Dortmunder Westfalenhalle. Schindler gewann vier Legs hintereinander und kämpfte sich auf 7:9 heran. Zwei Breaks und ein sehenswertes 127er-Checkout sorgten dafür, dass die Begegnung noch einmal richtig spannend wurde. Die fantastische Stimmung in der Halle trieb den Deutschen zusätzlich an.

„Smudger“ bewies in dieser entscheidenden Phase jedoch Nervenstärke. Mit dem 10:7 verschaffte sich der Engländer wieder Luft. Zwar verkürzte Schindler erneut auf 8:10, doch anschließend nutzte Smith seinen eigenen Anwurf und machte den 11:8-Erfolg perfekt.

Zweiter EM-Titel und Sprung auf Weltranglistenplatz sechs

Auch die Finalstatistiken unterstreichen Smiths Leistung. Der Engländer erzielte einen Average von 92,92 Punkten und warf zehn 180er. Schindler kam auf 91,49 Punkte im Durchschnitt und fünf Maximums. Auf die Doppel verwandelte Smith elf seiner 33 Versuche (33,33 Prozent), während der Deutsche acht von 22 Möglichkeiten nutzte (36,36 Prozent).

Für den 37-Jährigen schließt sich in Dortmund ein besonderer Kreis. Bereits 2022 hatte er die European Championship gewonnen, damals ebenfalls in der Westfalenhalle und ebenfalls mit 11:8 im Finale – seinerzeit gegen Michael Smith. Seinen zweiten Major-Titel holte er erst fünf Wochen zuvor bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam. Dort bezwang er Gerwyn Price mit 11:5. Mit seinem erneuten EM-Triumph ist der Engländer nun dreimaliger Major-Sieger und zweimaliger Europameister.

Der Erfolg bei der European Championship 2026 wirkt sich auch deutlich auf seine Position in der Weltrangliste aus. In der aktuellen Order of Merit verbessert sich der Engländer um acht Plätze von Rang 14 auf Position sechs. Sein gewertetes Preisgeld steigt auf 714.750 Pfund.

Auch Martin Schindler macht trotz der Niederlage einen wichtigen Schritt nach vorne. Als erster Deutscher erreichte er das Finale eines großen individuellen PDC-Major-Turniers. Durch seinen historischen Erfolg verbessert sich der Brandenburger um drei Positionen von Platz 23 auf Rang 20. Mit 463.750 Pfund an gewertetem Preisgeld steht auch er wieder unter den besten 20 Spielern der Welt.

Während Martin Schindler seinen bislang größten Major-Erfolg feiern darf, kehrt Ross Smith als zweifacher Europameister und neue Nummer sechs der Welt aus Dortmund zurück.

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