European Championship 2026: Woodhouse wirft Titelverteidiger raus – Das sind die ersten Viertelfinalpaarungen

Gerwyn Price eröffnete am Samstag die Achtelfinals der European Championship 2026 mit einem deutlichen 10:4 gegen Cameron Menzies. Das Ergebnis war klar, die Zahlen dahinter jedoch weniger: Price kam auf einen Drei-Dart-Average von 94,86 Punkten, Menzies auf 93,75. Auch auf die Doppel lagen beide nahe beieinander.

Der Waliser traf zehn seiner 23 Versuche (43,48 Prozent), der Schotte vier von zehn (40 Prozent). Trotzdem fiel das Ergebnis deutlich zugunsten von Price aus. Fünf 180er und drei Finishes über 100 Punkte, darunter ein 113er-Checkout, rundeten seinen Auftritt ab. Menzies schied trotz eines konkurrenzfähigen Durchschnitts aus.

Stephen Bunting folgte mit einem noch deutlicheren Erfolg. Gegen Kim Huybrechts gewann der Engländer 10:3 und spielte mit 96,83 Punkten den höchsten Average der Nachmittagssession. Die auffälligste Zahl war allerdings die Null in seiner 180er-Statistik. Während Huybrechts fünf Maximums warf, kam Bunting ganz ohne 180 aus – und entschied die Partie dennoch klar für sich. Der Schlüssel lag vor allem in seiner Chancenverwertung: Zehn Treffer bei 18 Versuchen bedeuteten 55,56 Prozent auf die Doppel, Huybrechts verwandelte lediglich drei seiner elf Möglichkeiten. Vier Checkouts über 100 Punkte, darunter ein 121er-Finish, unterstrichen Buntings Stärke beim Ausmachen.

Der Belgier war nach dem Rückzug von Luke Humphries ins Feld gerückt. Auch mit Blick auf die Weltrangliste hat der Sieg für Bunting besondere Bedeutung. „Je weiter ich in diesem Turnier komme, desto mehr Preisgeld verdiene ich für die Weltrangliste. Ich versuche, mich wieder unter die besten acht Spieler der Welt zu spielen“, erklärte er im Bühneninterview mit der PDC (aus dem Englischen übersetzt). Im vorläufigen Live-Ranking hat Bunting dieses Ziel bereits erreicht: Dort wird er auf Platz acht geführt. Nun gilt es, diese Position zu behaupten.

Im dritten Match setzte sich Ross Smith mit 10:7 gegen Damon Heta durch. Der Europameister von 2022 hatte beim Scoring Vorteile: Sechs 180er standen zwei Maximums des Australiers gegenüber, beim Average lag Smith mit 95,43 zu 90,70 Punkten vorne. Sein höchstes Finish lag bei 124 Punkten. Zwar war diese Partie enger als die beiden vorherigen Begegnungen, Smith brachte seinen Vorsprung aber ins Ziel. Für Smith bedeutet der Erfolg die nächste Chance auf einen tiefen Lauf bei jenem Turnier, das er bereits einmal gewinnen konnte.

Woodhouse beendet die Titelverteidigung

Den größten Paukenschlag lieferte das letzte Achtelfinale. Luke Woodhouse warf Titelverteidiger Gian van Veen mit 10:6 aus der European Championship und sorgte damit für die entscheidende Geschichte des Nachmittags. Schon sein Auftakt hatte für Aufsehen gesorgt: Beim 6:3 gegen Dirk van Duijvenbode gelang ihm am Donnerstag ein 9-Darter. Nun folgte gegen den amtierenden Champion der nächste bemerkenswerte Erfolg. Diesmal war es keine einzelne perfekte Aufnahme, sondern eine insgesamt starke Leistung, die den Unterschied machte.

Woodhouse erzielte 95,34 Punkte im Average, warf sechs 180er und verwandelte zehn von 22 Doppelversuchen (45,45 Prozent). Van Veen lag mit 91,47 Punkten etwas zurück und brachte sechs seiner 14 Doppelversuche ins Ziel. Der Niederländer setzte mit einem 142er-Checkout zwar das höchste Finish der Begegnung, musste die Titelverteidigung dennoch schon im Achtelfinale beenden. Woodhouse spielt am Sonntag gegen Ross Smith um den Einzug ins Halbfinale.

Die ersten Viertelfinalpaarungen der European Championship stehen damit fest:

  • Ross Smith – Luke Woodhouse
  • Gerwyn Price – Stephen Bunting

Die weiteren vier Achtelfinals folgen am Samstagabend ab 19 Uhr. Am Sonntag beginnen die Viertelfinals um 13 Uhr. Nach der nächtlichen Zeitumstellung gilt dafür die Mitteleuropäische Zeit (MEZ).

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