European Championship 2026: Schindler sorgt für Jubel in Dortmund – Viertelfinale erreicht

Martin Schindler steht bei der European Championship 2026 im Viertelfinale. Vor heimischem Publikum in der Dortmunder Westfalenhalle besiegte der Deutsche Jermaine Wattimena am Samstagabend mit 10:4 – obwohl sein niederländischer Gegner den höheren Drei-Dart-Average spielte. Der Schlüssel zum deutlichen Erfolg lag nicht im Durchschnitt, sondern auf den Doppelfeldern. Nach dem knappen 6:5-Auftaktsieg gegen Wessel Nijman entschied „The Wall“ sein zweites Match damit wesentlich klarer für sich.

Beim Scoring lag Wattimena mit einem Average von 92,05 Punkten leicht vor dem 30-Jährigen, der auf 90,25 Punkte kam. Sobald es ans Ausmachen ging, änderte sich das Bild jedoch deutlich. Schindler verwandelte zehn seiner 18 Doppelversuche und erreichte eine starke Quote von 55,56 Prozent. Wattimena brachte bei ebenfalls 18 Versuchen nur vier Darts ins gewünschte Doppelfeld – 22,22 Prozent. Diese Diskrepanz war entscheidend dafür, dass aus einer statistisch relativ ausgeglichenen Begegnung ein klarer Sieg wurde.

Hinzu kamen vier 180er vom Brandenburger, während Wattimena nur ein Maximum gelang. Mit einem 121er-Checkout setzte der Deutsche einen weiteren Akzent; Wattimenas höchstes Finish lag bei 105 Punkten. Schindler benötigte also keinen überragenden Average, um seinen Gegner deutlich zu bezwingen. Wichtiger war, dass er seine Chancen auf den Leggewinn erheblich konsequenter nutzte. So lieferte die Partie ein anschauliches Beispiel dafür, wie stark die Doppelquote ein Darts-Match prägen kann.

Für Wattimena endet die European Championship nach seinem 6:3-Auftaktsieg gegen Ryan Joyce im Achtelfinale. Schindler dagegen knüpfte an seinen Erfolg gegen Nijman an, auch wenn beide Partien einen ganz unterschiedlichen Charakter hatten: In Runde eins musste er bis ins Entscheidungsleg kämpfen, gegen Wattimena stand am Ende ein Vorsprung von sechs Legs. Gerade vor eigenem Publikum dürfte dieser klare Erfolg zusätzliches Selbstvertrauen für den Sonntag geben.

Schindler ist nach dem Erstrunden-Aus von Niko Springer der letzte deutsche Teilnehmer der European Championship. Damit bleibt den Fans in Dortmund auch am letzten Turniertag ein heimischer Spieler, den sie unterstützen können. Der Viertelfinaleinzug ist für Schindler zugleich die Chance, nach zwei sehr unterschiedlichen Siegen den nächsten Schritt zu machen: Auf den nervenaufreibenden Auftakt folgte nun eine Vorstellung, bei der vor allem die Abschlüsse überzeugten.

Sein nächster Gegner wird zwischen Jonny Clayton und Josh Rock ermittelt. Die Viertelfinals beginnen am Sonntag, 25. Oktober, um 13 Uhr MEZ. In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren zurückgestellt, weshalb für die Viertelfinals bereits die Mitteleuropäische Zeit gilt. Dann geht es für „The Wall“ um den Einzug ins Halbfinale der European Championship 2026 – und die Möglichkeit, seinen Dortmunder Turnierlauf vor heimischem Publikum fortzusetzen.

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