Brody Klinge war die große Überraschung der Australian Darts Masters 2026. Der australische Qualifikant spielte sich in Wollongong bis ins Finale und stellte dabei gleich mehrere etablierte PDC-Profis vor große Probleme. Erst James Wade beendete seinen außergewöhnlichen Lauf – obwohl der Australier im Endspiel mit einem Average von 104,56 noch einmal eine starke Leistung zeigte.
Er hatte sich seinen Startplatz über die Australian Darts Association Tour erspielt. Als Zweiter der ADA-Rangliste gehörte er zu den fünf Spielern, die sich für das World-Series-Turnier in Wollongong qualifizierten. Bis zur Bestätigung seines Startplatzes hatte Klinge bereits sechs ADA-Titel in der Saison 2026 gewonnen.
Schon zum Auftakt sorgte der Australier für eine Überraschung. Gegen Ross Smith setzte er sich mit 6:5 durch und erreichte das Viertelfinale. Die Bedeutung dieses Moments war ihm unmittelbar danach anzumerken. „Das war der Adrenalinkick meines Lebens“, beschrieb der 34-Järige im PDC-Interview seinen Sieg. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Druck für ihn nun verschwunden sei. Er wolle einfach sein bestes Darts spielen und sehen, wohin ihn das Turnier führen könne.
Wie weit die Reise tatsächlich gehen würde, dürfte zu diesem Zeitpunkt selbst Klinge kaum geahnt haben. Im Viertelfinale wartete mit Gian van Veen bereits die nächste große Herausforderung. Doch auch gegen den Niederländer bestätigte er seine Leistung und gewann mit 6:4. Im Halbfinale gegen Jonny Clayton hielt er dem Druck erneut stand. Beim Stand von 6:5 fehlte ihm noch ein Leg zum Finaleinzug – und ausgerechnet in diesem Moment setzte der Australier das Ausrufezeichen seines Turniers: Klinge checkte 170 Punkte und machte damit den 7:5-Erfolg perfekt.
Vom Qualifier bis ins Finale
Im Endspiel wartete James Wade, der zuvor Stephen Bunting und Gerwyn Price ausgeschaltet hatte. Klinge setzte seinen starken Auftritt auch im Finale fort. Mit 104,56 Punkten spielte er sogar den höheren Average als Wade, der auf 101,62 Punkte kam. Doch Wade nutzte die entscheidenden Momente konsequenter und setzte sich mit 8:5 durch. Für den Engländer bedeutete der Erfolg seinen ersten Titel auf der World Series of Darts. Klinge konnte trotz der Niederlage auf ein außergewöhnliches Wochenende zurückblicken. „Es ist unglaublich, ich habe keine Worte dafür.“
Der Australier betonte nach dem Finale zudem, wie sehr er das Wochenende und die Unterstützung des heimischen Publikums genossen habe.
Ross Smith, Gian van Veen und Jonny Clayton geschlagen, ein 170er-Finish zum Finaleinzug und anschließend ein Average von 104,56 gegen James Wade: Er verließ Wollongong zwar ohne Trophäe, aber als eine der großen Geschichten des Turniers. Und seine Reise auf der World-Series-Bühne geht weiter. Durch die acht Punkte für seinen Finaleinzug hat sich Brody Klinge für die World Series of Darts Finals qualifiziert. Das zeigt auch der aktuelle Stand der World Series Order of Merit.
Dort werden die Karten neu gemischt. Und nach seinem Lauf bei den Australian Darts Masters hat der Australier gezeigt, dass auch bei den World Series Finals mit ihm zu rechnen ist.










