Stephen Bunting hat das Viertelfinale der Australian Darts Masters 2026 erreicht, zufrieden war der Engländer mit seinem Auftritt gegen Mal Cuming aber nur bedingt. Der 41-Jährige gewann in Wollongong mit 6:3, kam dabei jedoch nicht über einen Average von 89,01 hinaus und verwandelte lediglich sechs seiner 23 Versuche auf die Doppel.
Nach dem frühen Aus bei den New Zealand Darts Masters eine Woche zuvor stand Bunting spürbar unter Druck. In Auckland hatte er trotz einer aus seiner Sicht ordentlichen Leistung mit 2:6 gegen Raymond Smith verloren. „Ich brauchte in diesem Spiel eine Menge Biss. Ich hatte das Gefühl, dass ich gut angefangen habe, aber aus irgendeinem Grund konnte ich mich nicht richtig nach vorne pushen“, sagte der Weltranglistenneunte gegenüber Darts Downunder.
Ganz fit war Bunting offenbar ebenfalls nicht. Neben einer leichten Erkältung spielten auch die Erinnerungen an die Niederlage in Neuseeland eine Rolle. „Vielleicht liegt es an der kleinen Erkältung, die ich habe. Aber auch die Nervosität aus Auckland war wieder da“, sagte er im Gespräch. „Ich habe in Auckland gut gespielt und verloren. Deshalb lag heute ziemlich viel Druck auf mir und ich wollte auf keinen Fall wieder verlieren.“
Dass die regionalen Qualifikanten bei der World Series keineswegs nur zum Auffüllen des Teilnehmerfeldes dabei sind, hatte zuvor bereits Brody Klinge gezeigt. Dessen Auftritt sorgte laut Bunting auch im Practice Room für Aufmerksamkeit. „Die Leistung von Brody Klinge im ersten Spiel hat im Practice Room jeden wachgerüttelt“, sagte er im weiteren Verlauf. „Wir verfolgen das Darts hier unten vielleicht nicht so intensiv, wie wir sollten. Aber wir wissen, was diese Spieler können. Sie sind alle aus gutem Grund hier.“
Für den Engländer zählt nach dem 6:3 gegen Cuming zunächst nur das Weiterkommen. Seine Ziele für den Finaltag formulierte er entsprechend einfach. „Aufgabe eins ist erledigt. Jetzt geht es um Aufgabe zwei, drei und vier.“
Bunting trifft im Viertelfinale auf James Wade
Im Viertelfinale wartet mit James Wade allerdings ein Gegner, der zum Auftakt ein Ausrufezeichen gesetzt hat. „The Machine“ fertigte Tim Pusey mit 6:0 ab und spielte dabei einen Average von 112,73. Damit ist klar: Bunting wird sich steigern müssen. Vor allem auf die Doppel kann er sich gegen Wade deutlich weniger Fehler erlauben. Sechs Treffer aus 23 Versuchen reichten gegen Cuming zum Sieg, gegen einen Spieler in dieser Form dürfte das kaum genügen.
Dass „The Bullet“ solche Finaltage grundsätzlich beherrscht, hat er auf der World Series bereits gezeigt. Im vergangenen Jahr gewann er sowohl das Bahrain Darts Masters als auch das Nordic Darts Masters und erreichte zwei weitere Finals.
Jetzt muss er zeigen, ob aus Aufgabe eins auch Aufgabe zwei werden kann.










