Ross Smith enthüllt kuriose Störmanöver von zwei Gegnern

Ross Smith hat zwei ungewöhnliche Situationen aus seiner Karriere geschildert, in denen ihn seine Gegner während eines Matches aus dem Rhythmus gebracht haben sollen. Sowohl Andy Jenkins als auch José de Sousa hätten mit Kleingeld in ihren Taschen geklimpert, während der Engländer am Oche stand und sich auf seinen Wurf konzentrieren wollte.

Smith blickte zunächst auf einen Vorfall aus seiner Anfangszeit bei der PDC zurück. Damals verfügte er noch über wenig Erfahrung auf der großen Bühne und traf auf den deutlich routinierteren Andy Jenkins „Das ist viele Jahre her, damals war ich noch ganz neu bei der PDC. Wir waren ungefähr in der Mitte des Matches und ich glaube, dass ich zu diesem Zeitpunkt geführt habe“, berichtete der frühere European-Championship-Sieger im Gespräch mit talksport.

Während er auf ein Doppelfeld zielte, habe Jenkins plötzlich das Kleingeld in seiner Tasche bewegt. Für den damals noch unerfahrenen PDC-Spieler war die Situation schwierig einzuordnen.

„Das war einfach alte Schule. Er hatte Kleingeld in seiner Tasche und ich weiß noch, wie er damit klimperte, als ich auf ein Doppel werfen wollte. Als ich anschließend vom Board zurückkam, wollte ich nichts sagen. Ich hatte großen Respekt vor ihm und wahrscheinlich auch ein wenig Angst, weil Andy einen gewissen Ruf hatte. Er war schon ein harter Kerl“, erklärte der Engländer.

Obwohl ihn das Geräusch deutlich störte, entschied er sich gegen eine direkte Konfrontation. Innerlich habe er sich zwar gewünscht, dass Jenkins damit aufhört, offen ansprechen wollte er seinen erfahrenen Gegner jedoch nicht. „Ich wollte wirklich nichts sagen. In meinem Kopf dachte ich nur: Sei doch endlich ruhig. Aber genau dadurch hatte er mich bereits aus meiner Konzentration gebracht“, erinnerte sich der 37-Jährige.

Ross Smith machte damit deutlich, wie sehr selbst ein unscheinbares Geräusch die Konzentration eines Profis am Oche beeinflussen kann.

Smith spricht José de Sousa auf das Klimpern an

Viele Jahre später erlebte Smith nach eigener Aussage eine vergleichbare Situation. Bei den UK Open traf er in Minehead auf José de Sousa. Auch der Portugiese soll während der Begegnung mit Kleingeld geklimpert haben. Dieses Mal reagierte der Engländer allerdings anders.

„Ich erinnere mich noch daran, dass ich bei den UK Open 2025 eine kleine Auseinandersetzung mit ihm hatte. Es war wieder dieselbe Geschichte: das Klimpern mit Kleingeld und solche Dinge. Es setzte sich in meinem Kopf fest, aber dieses Mal habe ich etwas gesagt“, schilderte „Smudger“.

Der entscheidende Unterschied lag in der inzwischen gesammelten Erfahrung. Während sich Ross Smith in seiner Anfangszeit gegen Jenkins noch eingeschüchtert fühlte, wollte er das Verhalten von De Sousa nicht mehr schweigend hinnehmen. „Heute bin ich ein erwachsener Mann und nicht mehr das Kind von damals“, stellte der Engländer klar.

Sportlich behielt er ebenfalls die Oberhand. Trotz der Geräusche und der zwischenzeitlichen Auseinandersetzung setzte er sich mit 10:7 gegen De Sousa durch. Ob beide Gegner tatsächlich bewusst mit dem Kleingeld klimperten, lässt sich rückblickend kaum zweifelsfrei feststellen. Für Smith steht jedoch fest, dass die beiden Vorfälle ihre Wirkung nicht verfehlten – auch wenn er beim zweiten Mal die passende Antwort fand.

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