Rob Cross nimmt Außenseiterrolle an: „Ich kehre in die Top 10 zurück“

Rob Cross sieht in seiner aktuellen Außenseiterrolle die Chance auf einen sportlichen Neuanfang. Der Weltmeister von 2018 ist überzeugt, weiterhin zur PDC-Elite zu gehören – und betrachtet seine vergleichsweise entspannte Situation in der Weltrangliste als Vorteil im Kampf um die Rückkehr in die Top 10.

Rob Cross hatte 2025 eine für seine Verhältnisse enttäuschende Saison erlebt. Erstmals seit seinem Durchbruch auf der PDC-Tour erreichte „Voltage“ bei keinem Major-Turnier das Viertelfinale. Hinzu kamen mehrere ausgelassene Veranstaltungen und eine Vorbereitung, mit der er rückblickend nicht immer zufrieden war.

Beim UK Open 2026 durchbrach Cross diese Serie. Nach einem starken Turnierlauf erreichte er die Runde der letzten Acht und lieferte sich dort mit James Wade einen engen Kampf. Erst im Entscheidungsleg musste sich der frühere Weltmeister mit 9:10 geschlagen geben.

Gegenüber Oche180 gestand er ein, in den vergangenen Jahren nicht immer die notwendigen Grundlagen für konstante Leistungen geschaffen zu haben. „Ich bin seit zehn Jahren dabei und hatte auch ein paar glückliche Momente. Aber ich war eigentlich nie lange außerhalb der Top 10“, erklärte der Engländer und ergänzte: „In den vergangenen Jahren habe ich viele Turniere verpasst und wahrscheinlich nicht genug investiert. Damit will ich nicht sagen, dass ich es nicht versucht hätte. Ich gebe immer 110 Prozent. Vielleicht habe ich mich nur nicht immer auf die richtige Weise vorbereitet.“

An seinen grundsätzlichen Fähigkeiten zweifelt Cross dagegen nicht. Entscheidend seien vor allem sein Rhythmus und die richtige mentale Verfassung. Auch der Aufstieg jüngerer Spieler wie Gian van Veen, Wessel Nijman und Josh Rock habe daran nichts geändert.

„Wenn ich in einen guten Rhythmus und die richtige mentale Verfassung komme, kann ich großartige Dinge erreichen“, betonte der mehrfache Major-Champion. „Ich weiß, dass ich weiterhin Turniere gewinnen und auf der großen Bühne abliefern kann.“

Rob Cross sieht seine Chance im Ranking

Dass diese Einschätzung nicht nur auf Selbstvertrauen beruht, zeigte seine Form im Juni. Beim Players Championship 22 gewann Cross seinen ersten Titel der Saison. Im Finale setzte er sich mit 8:5 gegen Maik Kuivenhoven durch und beendete das Turnier mit einem Average von 98,91 Punkten über seine sieben Begegnungen.

Nur wenige Tage später erreichte der Engländer das Finale der Slovak Darts Open. Dort unterlag er Wessel Nijman zwar mit 3:8, spielte mit einem Average von 102,57 Punkten aber erneut auf hohem Niveau. Die beiden aufeinanderfolgenden Endspiele lieferten einen deutlichen Beleg dafür, dass „Voltage“ weiterhin mit der Spitze mithalten kann.

Zusätzlichen Mut macht ihm seine Ausgangslage in der Weltrangliste. Da in den kommenden Monaten vergleichsweise wenig Preisgeld aus seiner Wertung fällt, kann er mit einigen tiefen Turnierläufen schnell Boden gutmachen. „Es gibt keinen Druck. Niemand erwartet derzeit etwas von mir, und das ist großartig“, sagte Cross. „Ich muss einfach weiterarbeiten. Mit ein paar guten Läufen und mehr Konstanz werde ich nicht weit von den Top 10 entfernt sein.“

Die nächsten Möglichkeiten bieten sich bereits in Leicester. Am 25. und 26. August stehen mit den Players Championships 27 und 28 zwei weitere Ranglistenturniere auf dem Programm. Dort kann Cross seinen Aufwärtstrend bestätigen und weitere Schritte in Richtung PDC-Spitze machen.

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