Für Damon Heta sind die Wochen der World Series in Australien und Neuseeland weit mehr als nur eine Reihe von Dartturnieren. Rund um die Australian Darts Masters 2026 sprach der Australier in zwei Interviews sowohl über die besonderen Erlebnisse abseits des Oches als auch über seine sportliche Situation. Nach seinem 6:2-Erfolg gegen Joe Comito konnte er dabei auch auf der Bühne einen gelungenen Auftakt in Wollongong feiern.
Bereits vor seinem ersten Match machte Damon Heta deutlich, welchen Stellenwert die Tage Down Under für ihn besitzen. Neben den Turnieren bleibt den Spielern immer wieder Zeit, gemeinsam etwas von der Region zu sehen. Genau diese Momente sind es, die für ihn langfristig in Erinnerung bleiben. „Das sind die coolen Dinge, die man außerhalb des Dartsports machen kann. Das sind die Dinge, über die man später noch spricht“, sagte er über die gemeinsamen Unternehmungen während der Tour. gegenüber der PDC.
Dabei ging es nicht nur um klassische Sehenswürdigkeiten. Heta berichtete unter anderem von einem Tag am Strand und von beeindruckenden Aussichten. Besonders kurios wurde es, als sogar ein Dartboard in den Sand gezeichnet wurde. Der Versuch auf dem improvisierten Board verlief offenbar nicht ganz nach Wunsch. „Vielleicht spare ich mir mein Glück einfach für das richtige Board auf“, scherzte Heta.
Erfolgreicher Auftakt in Wollongong
Auf dem richtigen Board lief es anschließend deutlich besser. Gegen Joe Comito setzte sich Heta mit 6:2 durch und zog damit ins Viertelfinale der Australian Darts Masters ein. Im Interview unmittelbar nach der Partie sprach er allerdings auch über die Ergebnisse der vergangenen Monate. Von echten Schwierigkeiten wollte Heta dabei nichts wissen. „Ich würde nicht sagen, dass ich Probleme hatte. Ich würde eher sagen, dass die Ergebnisse einfach nicht gekommen sind“, erklärte er.
Zuletzt habe sich die Situation jedoch wieder verbessert. „In letzter Zeit läuft es für mich ziemlich gut“, sagte Heta nach seinem Sieg. Auch seine Saison insgesamt wollte er keineswegs negativ bewerten. Mit Blick auf seine Qualifikation für das World Matchplay stellte er trocken fest: „Wenn es ein schlechtes Jahr war und ich mich trotzdem für das Matchplay qualifiziert habe, dann kann es nicht ganz so schlecht gewesen sein.“
Gerade bei den Auftritten vor heimischer Kulisse wirkt Heta ohnehin ausgesprochen entspannt. Die Atmosphäre in Wollongong nahm ihm offenbar zusätzlich einen Teil der Anspannung. „Das hat wahrscheinlich die Nervosität genommen. Aber es war absolut großartig. Ich habe jede Minute davon genossen“, sagte er nach seinem Auftakterfolg. im PDC-Interview.
Für Heta verbindet die World Series damit zwei Dinge, die im normalen PDC-Kalender nur selten so eng zusammenkommen. Einerseits geht es um wichtige Matches und sportliche Ergebnisse, andererseits um gemeinsame Erlebnisse fernab der Turnierhallen. Genau diese Mischung scheint für ihn den besonderen Reiz der Wochen in Australien und Neuseeland auszumachen.
Zwischen wichtigen Partien, langen Reisen und dem üblichen Druck des PDC-Kalenders entstehen Momente, die mit Average oder Doppelquote wenig zu tun haben. Für Heta gehören sie dennoch genauso zu einer gelungenen Tour wie die Resultate am Oche.
Sportlich wartet nun allerdings eine deutlich größere Herausforderung. Nach dem 6:2 gegen Comito trifft Heta am Samstag im Viertelfinale auf Jonny Clayton. Der Waliser setzte sich in seiner Auftaktpartie mit 6:3 gegen Ben Robb durch und reist zudem mit dem Titelgewinn beim New Zealand Darts Masters nach Wollongong. Vor heimischem Publikum bekommt Heta damit die Gelegenheit, einen der formstärksten Spieler der aktuellen World Series aus dem Turnier zu nehmen – und seine besondere Zeit Down Under auch sportlich noch ein gutes Stück weiterzuführen.










