James Wade hat während der New Zealand Darts Masters auch abseits des Oches für Unterhaltung gesorgt. In einer Zeichenaufgabe der PDC sollte er gemeinsam mit Stephen Bunting und Josh Rock den berühmten Sky Tower von Auckland zu Papier bringen. Rocks Ergebnis erinnerte allerdings eher an den Eiffelturm – eine Vorlage, die James Wade dankbar für einen trockenen Seitenhieb nutzte.
Wie ein von der PDC veröffentlichtes Video zeigt, hatten die drei Profis lediglich 30 Sekunden Zeit, um das Wahrzeichen der neuseeländischen Metropole zu zeichnen. Die Umgebung des Turms durften sie nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten. Der 43-Jährige ging ausgesprochen zuversichtlich an die Aufgabe heran. „Ich kann einen Turm zeichnen. Ich kann einen Turm zeichnen. Das kriege ich hin“, kündigte der Engländer an, noch bevor die Uhr zu laufen begann.
Während der Challenge nahm er sein Kunstwerk überraschend ernst. „Ich konzentriere mich hier wirklich“, erklärte „The Machine“ während seines Versuchs. Mit den Reaktionen auf seine Zeichenkünste zeigte er sich dagegen weniger zufrieden. „Mit dieser Einstellung mir gegenüber unterstützt du mich überhaupt nicht“, beschwerte sich der mehrfache Major-Sieger mit gewohnt trockenem Humor.
Josh Rock war von seinem eigenen Ergebnis ebenfalls nicht restlos überzeugt. Der Nordire räumte ein, dass seine Version des Sky Towers eher wie der Eiffelturm aussehe. Stephen Bunting erweiterte seine Zeichnung unterdessen um eine Person neben dem Bauwerk. „The Bullet“ machte deutlich, dass es sich dabei um Rock handeln sollte, der vom Turm springt.
Die anschließende Bewertung nutzte der 43-Jährige für einen weiteren Seitenhieb. Nachdem seine Zeichnung als deutlich besser als Rocks Versuch eingestuft worden war, wollte er darin keine besondere Leistung erkennen. „Ich werde nicht sagen, wonach Josh klingt, aber ehrlich gesagt empfinde ich es nicht wirklich als Leistung, dass ich es besser gemacht habe als er“, sagte „The Machine“. Damit hatte der Linkshänder auch abseits des Dartboards das letzte Wort.
James Wade will in Wollongong nachlegen
Sportlich verlief der Aufenthalt in Auckland für Wade ebenfalls besser als für seine beiden Zeichenpartner. Zum Auftakt der New Zealand Darts Masters ließ der Engländer dem Lokalmatador Kayden Milne beim 6:0 keine Chance. Anschließend traf er im Viertelfinale ausgerechnet auf Rock und setzte sich mit 6:4 durch. Erst in der Vorschlussrunde wurde Wade gestoppt. Gegen Jonny Clayton geriet der Linkshänder früh ins Hintertreffen und musste sich mit 2:7 geschlagen geben. Der Waliser gewann anschließend auch das Finale gegen Gerwyn Price und sicherte sich den Titel.
Für Wade geht die Reise nun bei den Australian Darts Masters in Wollongong weiter. In der ersten Runde trifft er auf den australischen Qualifikanten Tim Pusey. Obwohl der erfahrene Engländer als Favorit in die Begegnung geht, dürfte er den Lokalmatador nicht unterschätzen. Pusey besitzt bereits Erfahrung auf der World-Series-Bühne und kann vor heimischem Publikum ohne großen Erwartungsdruck antreten.
Bei einem Erfolg würde Wade im Viertelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Stephen Bunting und Mal Cuming treffen. Damit könnte es bereits am zweiten Turniertag zu einem Wiedersehen mit einem seiner beiden Zeichenpartner aus Auckland kommen. Am Oche dürfte er allerdings deutlich weniger Interesse an einem weiteren freundschaftlichen Vergleich haben.









