Gerwyn Price friert sich zum Sieg: „Hoffentlich drehen sie die Heizung auf“

Gerwyn Price steht beim Australian Darts Masters 2026 im Viertelfinale – zufrieden war er mit seinem Auftakt trotzdem nicht. Der 41-Jährige setzte sich zwar mit 6:2 gegen Simon Whitlock durch, blieb mit einem Average von 87,58 aber deutlich unter seinem gewohnten Niveau.

Nach der Partie sprach „The Iceman“ offen darüber, dass ihm vor allem die Bedingungen auf der Bühne zugesetzt hatten. „Ich habe zwar den Spitznamen Iceman, aber heute habe ich mich da oben tatsächlich wie der Iceman gefühlt. Mir war kalt“, sagte der frühere Weltmeister gegenüber Darts Downunder. Der Waliser wollte die Bedingungen trotzdem nicht als Ausrede gelten lassen. Stattdessen räumte er ein, selbst nicht sein bestes Spiel gezeigt zu haben.

„Man kann so viele Ausreden finden, wie man will, aber ich habe mich heute da oben unwohl gefühlt und das hat man gesehen“, sagte er im Gespräch. „Ich habe nicht besonders gut gespielt, aber das Wichtigste ist, dass ich gewonnen habe und in der nächsten Runde stehe.“ Mit einem Augenzwinkern folgte noch ein klarer Wunsch für den Finaltag: „Hoffentlich drehen sie die Heizung auf.“

Trotz des schwachen Averages geriet der 6:2-Erfolg gegen Whitlock nie ernsthaft in Gefahr. Der 41-Jährige setzte damit seine starke Phase fort. Bereits eine Woche zuvor hatte er bei den New Zealand Darts Masters das Finale erreicht, ehe er sich dort Jonny Clayton geschlagen geben musste.

Auch mit der Stimmung im Entertainment Centre war Gerwyn Price zufrieden. Dass Teile des Publikums naturgemäß hinter Lokalmatador Whitlock standen, störte ihn nicht. „Ich fand, sie waren ziemlich gut“, sagte er im Interview. „Manchmal spiele ich sogar ein bisschen besser, wenn ich unter Druck stehe und sie gegen mich sind.“

Price trifft im Viertelfinale auf Josh Rock

Am heutigen Finaltag wartet nun eine deutlich schwierigere Aufgabe. Im Viertelfinale trifft der Waliser auf Josh Rock, der seinen Auftakt ebenfalls erfolgreich gestalten konnte.

Damit steigt auch der sportliche Druck. Während der 87,58er-Average gegen Whitlock für einen klaren Sieg ausreichte, dürfte Gerwyn Price gegen Rock eine deutlich stabilere Leistung benötigen. Vor allem über längere Phasen wird es darauf ankommen, die Chancen konsequenter zu nutzen und früh Kontrolle über das Match zu bekommen. Die jüngste Form spricht dennoch für „The Iceman“. Nach dem Finale in Neuseeland steht er nun erneut unter den letzten Acht und hat die Chance, innerhalb weniger Tage wieder tief in ein World-Series-Turnier vorzudringen.

Gegen Rock wird Price deutlich mehr brauchen als am Freitag. Die Bedingungen kann er nicht beeinflussen – seine Leistung schon.

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