Stephen Bunting: Sohn Tobias könnte ihn in Rente schicken

Stephen Bunting kann sich vorstellen, eines Tages tatsächlich gegen seinen eigenen Sohn auf der großen Darts-Bühne anzutreten. Tobias ist erst 14 Jahre alt, sammelt aber bereits Erfahrungen im Juniorenbereich. Für seinen Vater wäre ein solches Duell etwas ganz Besonderes – und möglicherweise sogar eines mit weitreichenden Folgen.

The Bullet verfolgt die Entwicklung seines Sohnes mit großem Stolz. Tobias spielt aktuell auf dem Circuit der Junior Darts Corporation und hat dort bereits gezeigt, dass er auf einem guten Niveau mithalten kann. Auch auf dem YouTube-Kanal seines Vaters war der 14-Jährige schon mehrfach zu sehen. Dort traten beide in verschiedenen Darts-Challenges gegeneinander an und gaben damit bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie ein späteres Duell aussehen könnte.

Ein echtes Pflichtspiel gegen seinen Sohn wäre für Stephen allerdings eine völlig andere Situation. Schon Matches gegen enge Freunde seien für ihn emotional schwierig, erklärte der Weltranglisten-Neunte. Ein Duell gegen Tobias würde diese Herausforderung noch einmal deutlich verstärken.

Bunting würde sich Profi-Karriere seines Sohnes wünschen

Gegenüber Oche180 sagte Bunting: „Es wäre ein Traum, wenn er dieses Niveau erreicht. Dann hätte ich ihm wohl etwas richtig beigebracht.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass ein mögliches Vater-Sohn-Duell noch einige Jahre entfernt sein dürfte. Tobias sei schließlich erst 14 Jahre alt und befinde sich noch ganz am Anfang seiner Entwicklung.

Dennoch ließ der Engländer bereits durchblicken, dass ein solches Szenario eines Tages durchaus möglich sein könnte. Mit einem Augenzwinkern erklärte er gegenüber Oche180: „Aber er könnte ehrlich gesagt derjenige sein, der mich in Rente schickt. Wir müssen abwarten.“

Ganz so wichtig wie eine mögliche Profi-Karriere ist dem Weltranglisten-Neunten allerdings, dass sein Sohn seinen eigenen Weg geht. Er möchte Tobias fördern und unterstützen, ohne ihm dabei Erwartungen aufzuerlegen. Der 14-Jährige interessiert sich neben Darts auch für Golf und soll selbst entscheiden, welcher Sport für ihn später im Mittelpunkt steht.

„Ich werde ihn in keiner Weise drängen. Ich möchte, dass er das macht, was er selbst machen will“, sagte Bunting gegenüber Oche180. Unabhängig davon, welchen Weg Tobias einschlägt, wolle er ihn bestmöglich unterstützen.

Vater-Sohn-Konstellationen haben im professionellen Darts bereits mehrfach für besondere Geschichten gesorgt. Colin und Arron Monk schrieben 2010 Geschichte, als sie als erstes Vater-Sohn-Duo beim selben PDC-Major antraten. Beide standen damals beim UK Open im Teilnehmerfeld.

Auch Raymond Smith und sein Sohn Ky Smith sorgten später für einen besonderen Moment. Beide qualifizierten sich für die PDC-Weltmeisterschaft 2021/22 und wurden damit zum ersten Vater-Sohn-Gespann, das bei derselben PDC-WM antrat.

Ob Stephen und Tobias Bunting eines Tages ebenfalls gemeinsam auf einer großen PDC-Bühne stehen werden, bleibt offen. Tobias sammelt bereits früh Turniererfahrung, während sein Vater weiterhin zur Weltspitze gehört. Für Bunting wäre es ein Traum, seinen Sohn irgendwann im Profibereich zu sehen – selbst wenn dieser ihn dabei eines Tages tatsächlich in den Darts-Ruhestand schicken sollte.

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