Rob Cross hat offen darüber gesprochen, wie wichtig sein engstes Umfeld während der schwierigsten Phasen seiner Karriere gewesen ist. Ohne die Unterstützung langjähriger Wegbegleiter hätte der frühere Weltmeister möglicherweise eine längere Pause eingelegt oder den professionellen Dartsport sogar ganz hinter sich gelassen.
Seit seinem sensationellen Gewinn der PDC-Weltmeisterschaft 2018 gehört der Engländer zu den bekanntesten Spielern der Tour. Der sportliche Aufstieg brachte jedoch nicht nur Erfolge mit sich. In den vergangenen Jahren musste der Engländer auch abseits des Oches mehrere belastende Situationen bewältigen. Dazu zählten nach seinen eigenen Angaben Probleme mit seiner mentalen Gesundheit, steuerliche Angelegenheiten und das Ende seiner Ehe.
Eine entscheidende Rolle spielten dabei Gary Plummer, Eigentümer seines Ausrüsters Target Darts, und sein Manager Rab Bain. Beide begleiten ihn bereits seit vielen Jahren und stehen ihm nicht nur bei sportlichen Fragen zur Seite. „Gary kenne ich praktisch seit meinen ersten sechs Monaten als Profi. Er war überall mit mir dabei. Wir haben eine großartige Zeit miteinander und sprechen sehr viel“, erklärte Rob Cross im Gespräch mit Oche180. Plummer sei für ihn längst mehr als ein geschäftlicher Partner: „Er ist auch ein wirklich guter Freund.“
„Voltage“ hebt Unterstützung seines Umfelds hervor
Auch das Verhältnis zu seinem Manager geht für den Weltmeister von 2018 weit über die gewöhnliche Zusammenarbeit hinaus. Bain sei für ihn zu einer wichtigen Vertrauensperson geworden. „Rab ist für mich wie eine Vaterfigur. Im Laufe der Jahre habe ich viele Dinge erlebt, und ich bin auch nur ein Mensch“, sagte der 35-Jährige im weiteren Verlauf des Gespräches. Seine engsten Wegbegleiter seien immer für ihn da gewesen – unabhängig davon, ob es um seine mentale Gesundheit, steuerliche Angelegenheiten oder private Veränderungen gegangen sei.
Besonders wertvoll sei für ihn, dass sich die Gespräche nicht ausschließlich um Ergebnisse, Turniere und die Weltrangliste drehen. „Es geht bei diesen Jungs nicht nur um Darts. Sie rufen mich wirklich an und fragen einfach, wie es mir geht. Dieser Anruf oder ein Gespräch waren eine enorme Hilfe in meinem Leben“, erklärte Cross.
Zusätzliche Motivation erhält der Engländer durch Josh Rock und Scott Williams. Beide gehören zum selben sportlichen Umfeld und sorgen nach Aussage von Rob Cross dafür, dass der Konkurrenzkampf und die Freude am Spiel erhalten bleiben. Die gemeinsame Unterstützung bilde eine gute Mischung aus Freundschaft, sportlichem Ehrgeiz und gegenseitigem Antrieb.
Wie entscheidend dieses Umfeld für die Fortsetzung seiner Laufbahn war, machte Cross zum Abschluss deutlich. Ohne Plummer und Bain hätte sich seine Karriere womöglich anders entwickelt. Er könne sich vorstellen, dass er zeitweise länger ausgesetzt oder möglicherweise nicht weitergemacht hätte.
Damit gewährt Rob Cross einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in die weniger sichtbare Seite des Profisports. Seine Aussagen zeigen, dass selbst ein Weltmeister schwierige Phasen nicht zwangsläufig allein bewältigen kann. Sportlicher Erfolg ist nicht nur von Leistung am Oche abhängig – manchmal entscheidet auch das richtige Umfeld darüber, ob ein Spieler weitermacht.










