Wessel Nijman bleibt in der ProTour Order of Merit 2026 weiter das Maß der Dinge. Nach den International Darts Open in Riesa führt der Niederländer die Rangliste mit 263.500 Pfund deutlich an. Dahinter bleibt es in der Spitzengruppe eng: Chris Dobey steht mit 177.000 Pfund auf Platz zwei, Gerwyn Price folgt mit 174.750 Pfund auf Rang drei.
Die ProTour Order of Merit fasst die Preisgelder aus Players-Championship-Turnieren und European-Tour-Events zusammen. Sie ist damit eine der wichtigsten Saisonwertungen im PDC-System und zeigt, welche Spieler abseits der großen TV-Majors konstant Preisgeld sammeln.
Nach Riesa gab es vor allem hinter Nijman Bewegung. Ross Smith kletterte durch seinen Titel bei den International Darts Open auf 171.250 Pfund und liegt nun auf Platz vier. Stephen Bunting folgt mit 170.000 Pfund knapp dahinter. Nathan Aspinall, Jermaine Wattimena, Danny Noppert, Luke Humphries und Kevin Doets komplettieren die Top Ten.
Springer bleibt bester Deutscher
Aus deutscher Sicht bleibt Niko Springer stark positioniert. Der Mainzer steht mit 107.250 Pfund auf Platz 18 und hält sich damit weiter in einem Bereich, der seine starke Saison unterstreicht. Springer hat in den vergangenen Monaten regelmäßig gezeigt, dass er auf der ProTour konkurrenzfähig ist und sich nicht nur punktuell in Szene setzen kann.
Auch Martin Schindler bleibt in der ProTour-Wertung gut platziert. Deutschlands Nummer eins liegt mit 99.250 Pfund auf Rang 23. Für Schindler ist die Position weiterhin wichtig, weil die ProTour-Rangliste in mehreren Qualifikationszusammenhängen eine Rolle spielt und zugleich zeigt, wer über die Saison hinweg auf Floor und European Tour regelmäßig Ergebnisse liefert.
Ricardo Pietreczko steht mit 44.250 Pfund auf Platz 55, Gabriel Clemens folgt mit 40.750 Pfund auf Rang 62. Beide liegen damit deutlich hinter Springer und Schindler, bleiben aber innerhalb des erweiterten relevanten Bereichs der Tabelle.
ProTour-Wertung zeigt die Saisonbreite
Gerade die ProTour Order of Merit ist ein guter Gradmesser für die Breite einer Saison. Während die große PDC Order of Merit über einen längeren Zeitraum und mit Major-Preisgeldern arbeitet, zeigt die ProTour-Wertung stärker, wer im laufenden Jahr bei den regelmäßigen PDC-Turnieren punktet.
Nijmans Vorsprung ist deshalb bemerkenswert. Der Niederländer hat sich in der Saison 2026 nicht nur als gefährlicher Turnierspieler etabliert, sondern über mehrere Formate hinweg konstant geliefert. Dahinter bleibt die Rangliste eng genug, um in den kommenden Wochen weitere Verschiebungen zu erwarten.
Für die deutschen Spieler bleibt vor allem Springers Position ein positives Signal. Während Schindler weiterhin stabil im oberen Bereich steht, hat Springer seine Rolle als einer der auffälligsten deutschen ProTour-Spieler der Saison bestätigt. Die nächsten Players-Championship– und European-Tour-Turniere werden zeigen, ob er diese Position weiter festigen kann.






