Michael van Gerwen bleibt in der World Series Order of Merit das Maß der Dinge. Der Niederländer stand bei den US Darts Masters in New York zwar nicht am Oche, verteidigt nach vier regulären World-Series-Turnieren aber weiterhin die Spitzenposition. Nach seinen Erfolgen in Bahrain und Kopenhagen liegt van Gerwen bei 32 Punkten.
Dahinter hat sich das Feld nach dem Turnier im Madison Square Garden enger zusammengeschoben. Luke Littler bleibt mit 28 Punkten Zweiter, verpasste durch seine Finalniederlage gegen Luke Humphries aber die Chance, mit van Gerwen gleichzuziehen. Der Weltmeister hätte in New York den Titel gebraucht, um an die Spitze heranzurücken – stattdessen endete sein Lauf im Decider.
Davon profitierte vor allem Humphries. Der Titelverteidiger gewann das Finale der US Darts Masters mit 8:7 gegen Littler und schob sich durch die zwölf Punkte für den Turniersieg auf 26 Zähler. Damit liegt er nur noch zwei Punkte hinter Littler und sechs Punkte hinter van Gerwen. Für Humphries war der Erfolg also nicht nur sportlich ein Statement, sondern auch in der World-Series-Wertung ein wichtiger Schritt nach vorne.
Down Under wird zur Chance für die Verfolger
Besonders interessant wird die Rangliste, weil die Top drei nach aktuellem Stand bei den beiden kommenden World-Series-Turnieren in Neuseeland und Australien nicht dabei sein werden. Van Gerwen, Littler und Humphries sollen das Down-Under-Doppel auslassen. Dadurch wird der August für die Verfolger deutlich wichtiger.
Gian van Veen steht nach seinem Halbfinale in New York bei 19 Punkten und belegt Rang vier. Der Niederländer hat sich damit in eine starke Ausgangsposition gebracht. Direkt dahinter folgt Gerwyn Price mit 16 Punkten. Stephen Bunting und Nathan Aspinall liegen jeweils bei zehn Punkten, James Wade und Jonny Clayton folgen mit je acht Zählern.
Für diese Gruppe ist noch einiges möglich. Bei den New Zealand Darts Masters in Auckland und den Australian Darts Masters in Wollongong werden erneut Punkte vergeben: zwölf für den Titel, acht für das Finale, fünf für das Halbfinale, drei für das Viertelfinale und ein Punkt für die erste Runde. Da die Führenden fehlen, kann sich das Ranking hinter der Spitze noch einmal deutlich verschieben.
Auch Josh Rock dürfte im August noch einmal angreifen. Er spielte in New York sein erstes World-Series-Turnier der Saison, verlor jedoch direkt zum Auftakt und steht deshalb erst bei einem Punkt. Neben Rock sollen unter anderem van Veen, Price, Bunting, Wade, Clayton, Ross Smith und Damon Heta bei den kommenden World-Series-Events für die PDC antreten.
Die World Series Order of Merit bleibt damit trotz van Gerwens Führung offen. Ganz vorne wirkt „Mighty Mike“ stabil, doch weil die drei bestplatzierten Spieler vorerst keine weiteren Punkte sammeln, könnte die Jagd dahinter noch einmal Fahrt aufnehmen. Humphries hat New York genutzt, um den Abstand zu verkürzen. Die nächste Bewegung in der Tabelle dürfte aber in Auckland und Wollongong entstehen.










