ProTour Order of Merit-Update: Nijman enteilt – Springer bleibt in den Top 20

Wessel Nijman hat die ProTour Order of Merit weiter fest im Griff. Nach den Slovak Darts Open steht der Niederländer bei £314.500 und führt die Rangliste damit mit großem Abstand an. Ross Smith folgt auf Rang zwei mit £197.000, Gerwyn Price liegt mit £176.000 auf Platz drei.

Damit ist die Spitze inzwischen deutlich auseinandergezogen. Nijman hat nicht nur die Führung verteidigt, sondern seinen Vorsprung weiter ausgebaut. Der Abstand auf Smith beträgt mittlerweile £117.500. Für eine Rangliste, die vor allem die konstante Arbeit auf Players-Championship- und European-Tour-Ebene abbildet, ist das ein massiver Wert.

Die ProTour Order of Merit ist deshalb so wichtig, weil sie nicht einfach eine Nebentabelle ist. Sie zeigt, wer über das Jahr regelmäßig auf der Pro Tour liefert. Gleichzeitig spielt sie bei mehreren Qualifikationsrennen eine zentrale Rolle. Wer hier weit oben steht, verschafft sich nicht nur Preisgeld, sondern auch bessere Ausgangspositionen für große Turniere.

Nijman macht aus der ProTour seine Komfortzone

Nijmans Führung kommt nicht aus dem Nichts. Der 25-Jährige hat 2026 sowohl auf der Players Championship als auch auf der European Tour Titel gesammelt. Erst gewann er unter anderem Players Championship 21 in Wigan, wenige Tage später legte er bei den Slovak Darts Open in Bratislava nach. Genau diese Mischung macht seine Position so stark.

Während andere Spieler einzelne Peaks setzen, sammelt der Niederländer über verschiedene Pro-Tour-Bausteine hinweg. Das ist der entscheidende Punkt dieser Rangliste. Nicht nur ein Major-Lauf, nicht nur ein einzelnes Wochenende, sondern wiederholte Ergebnisse auf der Tour sorgen dafür, dass sich ein Spieler oben festsetzt.

Hinter Nijman bleibt Ross Smith der erste Verfolger. Der Engländer profitierte ebenfalls von einem starken Bratislava-Wochenende und steht nun klar auf Rang zwei. Gerwyn Price hält Rang drei, dahinter folgen Luke Woodhouse, Chris Dobey und Stephen Bunting. Die Top 10 komplettieren Danny Noppert, Jermaine Wattimena, Kevin Doets und Nathan Aspinall.

Auffällig ist auch, wer noch hinter dem Der 25-Jährigen liegt. Luke Humphries steht auf Rang elf, Josh Rock auf Rang 13, Rob Cross nach seinem Finale in Bratislava auf Rang 16. Das zeigt, wie stark Nijmans Pro-Tour-Jahr bislang ist. In dieser speziellen Wertung misst er sich nicht nur mit der zweiten Reihe, sondern lässt aktuell auch mehrere absolute Spitzenspieler hinter sich.

Springer bleibt vor Schindler bester Deutscher

Aus deutscher Sicht ist Niko Springer der wichtigste Name im oberen Bereich. Der 24-Jährige steht mit £110.250 auf Rang 19 und bleibt damit knapp in den Top 20. Für Springer ist das ein starkes Signal, weil die ProTour Order of Merit stärker die aktuelle Saisonarbeit abbildet als die große Zwei-Jahres-Weltrangliste.

Martin Schindler folgt auf Rang 23 mit £102.000. Der Abstand zwischen beiden ist also nicht riesig, aber sichtbar. Während Schindler in der PDC Order of Merit weiter der bestplatzierte Deutsche bleibt, erzählt die Pro-Tour-Wertung eine etwas andere Geschichte: Springer hat sich in dieser Saison auf Floor und European Tour eine sehr ordentliche Position erspielt.

Dahinter folgen weitere deutsche Spieler mit Abstand zur oberen Zone. Lukas Wenig steht auf Rang 48, Max Hopp auf Rang 52, Gabriel Clemens auf Rang 59 und Ricardo Pietreczko auf Rang 63. Leon Weber liegt auf Rang 81, Dominik Grüllich auf Rang 119. Für sie geht es in den kommenden Wochen weniger um die Spitze, sondern darum, sich in den jeweiligen Qualifikationsrennen besser zu positionieren.

Interessant bleibt auch Beau Greaves. Die Engländerin steht in der ProTour Order of Merit auf Rang 40 und damit vor Namen wie Gary Anderson, Michael Smith und Peter Wright. Das ist kein eigenes Hauptthema dieses Updates, zeigt aber, wie bemerkenswert ihr erstes Jahr in diesem Umfeld verläuft.

Nach den Slovak Darts Open ist die ProTour Order of Merit damit vor allem eine Nijman-Tabelle. Der Niederländer enteilt der Konkurrenz und baut seinen Status als formstärkster Pro-Tour-Spieler des Jahres weiter aus. Dahinter bleibt der Kampf um Positionen eng. Für Springer geht es darum, die Top 20 zu halten, für Schindler um Anschluss nach oben — und für viele andere bereits um wichtige Wochen im Qualifikationsrennen.

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