Women’s Series Order of Merit-Update: Greaves dominiert – Sherrock hält WM-Platz

Beau Greaves bleibt in der Women’s Series Order of Merit das Maß der Dinge. Nach 16 von 24 Events führt die Engländerin die Rangliste mit £29.700 an und hat sich damit ein deutliches Polster auf die Konkurrenz erspielt. Selbst ein nicht perfekter Sonntag in Wigan ändert daran wenig.

Hinter „Beau ’n’ Arrow“ bleibt Lisa Ashton die erste Verfolgerin. Die frühere Weltmeisterin steht nach ihrem Sieg bei Event 15 bei £12.550 und hat Rang zwei gefestigt. Deutlich enger ist die Lage dahinter: Fallon Sherrock liegt mit £8.050 auf Platz drei, Vicky Pruim folgt mit £7.050 auf Rang vier. Gemma Hayter ist mit £6.800 ebenfalls noch in Schlagdistanz.

Das macht die Rangliste so interessant. Ganz vorne wirkt Greaves fast entkoppelt vom Rest des Feldes. Dahinter geht es aber um jeden Lauf, jedes Halbfinale und jeden Finaleinzug. Denn die Women’s Series Order of Merit ist nicht nur eine Jahreswertung. Sie entscheidet auch darüber, wer sich über diese Tour wichtige Startplätze für die großen Bühnen sichern kann.

Greaves bleibt trotz Ashton-Coup weit voraus

Das Wochenende in Wigan zeigte beide Seiten der aktuellen Frauen-Serie. Am Samstag machte Greaves zunächst weiter wie gewohnt. Die 22-Jährige gewann Event 13 mit einem 5:0 im Finale gegen Vicky Pruim und legte anschließend auch Event 14 nach. Dort setzte sie sich im Endspiel gegen Karolina Ratajska durch.

Am Sonntag wurde die Dominanz zwar kurz gebrochen, die Tabellenlage aber nicht wirklich verändert. Lisa Ashton gewann Event 15 und schlug die Seriensiegerin im Finale klar mit 5:1. Für Ashton war es der zweite Women’s-Series-Titel des Jahres und ein wichtiges Signal vor den nächsten großen Aufgaben.

Trotzdem bleibt der Abstand gewaltig. Die Spielerin aus Doncaster liegt £17.150 vor Ashton und mehr als £21.000 vor Sherrock. Das zeigt, wie stark ihre Saison bisher ist. Sie muss nicht mehr jedes Event gewinnen, um die Rangliste zu kontrollieren. Selbst wenn andere Spielerinnen einzelne Turniere holen, bleibt der Vorsprung der Führenden enorm.

Auch Eleanor Cairns setzte am Sonntag ein Ausrufezeichen. Sie gewann Event 16 und holte ihren ersten Titel auf der PDC Women’s Series. Für die Spitze der Order of Merit hatte dieser Sieg zwar keine direkte Erschütterung zur Folge, doch für das Feld dahinter war es ein weiterer Hinweis: Die Breite nimmt zu.

Sherrock spürt den Druck hinter Platz drei

Der spannendste Bereich der Rangliste liegt aktuell nicht ganz vorne, sondern rund um Platz drei. Sherrock hält mit £8.050 noch den letzten WM-Platz, doch der Vorsprung ist überschaubar. Pruim liegt nur £1.000 zurück, Hayter nur £1.250. Auch Deta Hedman ist mit £6.300 noch nicht endgültig aus dem Rennen.

Gerade Pruim hat sich in den vergangenen Wochen spürbar nach vorn gearbeitet. Ihr Titel bei Event 12 in Leicester und das Finale gegen Greaves bei Event 13 zeigen, dass sie nicht nur punktet, sondern auch tiefe Läufe produzieren kann. Für Sherrock bedeutet das: Die aktuelle Position ist gut, aber keineswegs abgesichert.

Ashton steht dagegen deutlich stabiler. Mit £12.550 hat sie sich zwischen Greaves und der Verfolgergruppe festgesetzt. Der Sieg bei Event 15 war deshalb mehr als ein einzelner Turniererfolg. Er verschaffte ihr Luft nach hinten und bestätigte, dass sie im Kampf um die großen Startplätze weiter eine zentrale Rolle spielt.

Für Spielerinnen wie Hayter, Hedman, Kirsi Viinikainen oder Rhian O’Sullivan bleibt die Rechnung ebenfalls offen. Die Abstände sind nicht riesig, und bei noch acht ausstehenden Events kann ein starkes Wochenende viel verändern. Genau deshalb ist die Women’s Series Order of Merit nach WS16 zweigeteilt: Die 22-Jährige steht weit weg, der Rest kämpft um Positionen.

Weiter geht es mit den Events 17 bis 20 am 22. und 23. August 2026 in Leicester. Dort stehen wieder vier Turniere an einem Wochenende auf dem Programm. Für Beau Greaves geht es darum, die Führung weiter auszubauen. Für Sherrock, Pruim, Hayter und die Verfolgerinnen geht es dagegen um deutlich mehr: Jeder gewonnene Tag kann im Rennen um die WM-Plätze entscheidend werden.

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