Die Women’s Series 2026 geht an diesem Wochenende in Wigan in die nächste Runde – und nach der ersten Saisonhälfte wird der Blick auf die Order of Merit immer wichtiger. Am Samstag stehen mit den Events 13 und 14 gleich zwei Turniere auf dem Programm, am Sonntag folgen die Events 15 und 16. Vier Turniere an zwei Tagen bedeuten: Wer in Wigan konstant tief kommt, kann das eigene Ranking-Wochenende massiv aufwerten. Wer früh hängen bleibt, verliert dagegen schnell Boden.
Im Mittelpunkt steht einmal mehr Beau Greaves. Die Engländerin führt die Women’s Series Order of Merit deutlich an und hat sich in dieser Saison bereits weit vom Feld abgesetzt. Für sie geht es in Wigan nicht nur um weitere Titel, sondern auch darum, ihre dominante Position weiter abzusichern. Greaves spielt inzwischen in einer eigenen Rechnung: Jeder weitere Finaleinzug, jedes weitere Preisgeld macht den Abstand auf die Verfolgerinnen größer.
Hinter Greaves wird der Kampf um die WM-Plätze enger
Spannender ist deshalb der Blick hinter Platz eins. Lisa Ashton liegt als erste Verfolgerin gut positioniert, dahinter kämpfen Deta Hedman, Gemma Hayter und Fallon Sherrock um wichtige Plätze im oberen Bereich der Rangliste. Genau dort liegt der eigentliche Druck dieses Wochenendes. Die Top drei der Women’s Series Order of Merit qualifizieren sich für die PDC-WM, die Führende erhält zudem einen Startplatz beim Grand Slam of Darts. Jeder zusätzliche Lauf in Wigan kann deshalb im weiteren Saisonverlauf entscheidend werden.
Gerade für Spielerinnen wie Sherrock, Hayter oder Hedman geht es nicht nur darum, ein einzelnes Event zu gewinnen. Es geht darum, über vier Turniere hinweg genug Substanz zu sammeln. Zwei Viertelfinals können in der Women’s Series manchmal mehr wert sein als ein einzelner guter Lauf mit anschließendem frühen Aus. Wigan ist deshalb ein Wochenende für Konstanz – und genau das macht es für die Order of Merit so interessant.
Nach zwölf von 24 Events ist die Saison zwar noch nicht entschieden, aber die Richtung wird klarer. Die ersten großen Abstände sind entstanden, gleichzeitig bleibt hinter Greaves genug Bewegung im Feld. Wer jetzt mehrfach in die späten Runden kommt, kann sich im WM-Rennen festsetzen. Wer dagegen zwei oder drei Events früh verliert, sieht schnell, wie andere Spielerinnen vorbeiziehen.
Wigan als Sortierpunkt nach der ersten Saisonhälfte
Der Zeitpunkt des Wochenendes ist wichtig. Die Women’s Series hat die erste Hälfte hinter sich, nun beginnt die Phase, in der die Order of Merit nicht mehr nur Momentaufnahme ist. Die Spielerinnen wissen, wo sie stehen. Sie wissen auch, welche Plätze realistisch sind und wo noch ein größerer Lauf gebraucht wird. Dadurch bekommt jedes Event mehr Gewicht.
Auch der Kampf um die Top acht bleibt relevant. Nach Event 12 war die Qualifikation für das Women’s World Matchplay ein zentraler Cut, doch die obere Tabellenregion bleibt darüber hinaus wichtig. Die besten Spielerinnen der Women’s Series sichern sich nicht nur Preisgeld und Major-Chancen, sondern auch eine bessere Ausgangslage für die kommenden Monate. Wigan kann deshalb für mehrere Spielerinnen zum Wochenende werden, an dem sich die Saison entweder stabilisiert oder komplizierter wird.
Aus deutscher Sicht lohnt zudem der Blick auf die Spielerinnen im erweiterten Feld. Für Namen wie Silvia Lindner, Michaela Gillert, Franziska Riepe, Melanie Daffner oder Diana Dörflinger geht es vor allem darum, Preisgeld mitzunehmen und sich in der Rangliste Stück für Stück nach vorne zu arbeiten. In der Women’s Series zählt oft jeder gewonnene Boardfinal-Lauf, weil die Abstände außerhalb der Spitze deutlich enger sind als im Bereich um Greaves.
Der Samstag (20.06.) in Wigan ist damit mehr als nur der Auftakt in ein weiteres Women’s-Series-Wochenende. Er ist ein Rankingtag mit unmittelbarer Wirkung. Events 13 und 14 können das Bild an der Spitze zwar nicht komplett auf den Kopf stellen, aber sie können die Verfolgergruppe neu sortieren. Genau das macht Wigan so spannend: Greaves jagt die nächste Ansage, dahinter geht es um WM-Plätze, Grand-Slam-Träume und die Frage, wer im zweiten Teil der Saison wirklich Druck aufbauen kann.









