Premier League Darts: Bunting steht in Aberdeen unter Zugzwang

Stephen Bunting steht am Donnerstagabend, dem 30. April 2026, in Aberdeen unter Zugzwang. Bei Night 13 der Premier League Darts ist der Engländer zwar noch nicht aus dem Rennen um die Play-offs, doch nach zwei Viertelfinal-Niederlagen in Folge wird sein Spielraum immer enger. Bunting liegt sieben Punkte hinter den Top vier – und braucht an den letzten vier Abenden ein starkes Finish.

Dabei hatte Bunting seine Premier-League-Saison zwischenzeitlich selbst geöffnet. Mit dem Sieg an Night 4 sammelte er wichtige Punkte, doch die jüngsten Viertelfinal-Aus haben den Weg Richtung Finals Night wieder deutlich erschwert. Als Siebter der Tabelle darf sich „The Bullet“ kaum noch einen Fehltritt leisten.

Bunting selbst macht aus der Lage kein Geheimnis. In einem Gespräch mit Oche180 erklärte „The Bullet“: „Es sind noch vier Nächte übrig und ich muss mindestens zwei gewinnen.“ Der Anspruch ist damit klar: Aus den letzten Premier-League-Abenden muss ein echter Schlussspurt werden.

Gerwyn Price wird zum ersten Prüfstein

Der nächste Prüfstein kommt bereits in Aberdeen. Dort trifft Bunting im Viertelfinale auf Gerwyn Price. Für den Engländer ist das ein schweres Los, aber kein Duell ohne positive Erinnerung: Im vergangenen Jahr konnte er Price an gleicher Stelle schlagen.

Die Ausgangslage ist auch deshalb brisant, weil der Tabellensiebte nicht nur Punkte aufholen, sondern zugleich direkte Konkurrenz unter Druck setzen muss. Vor Aberdeen steht er bei elf Punkten, während Michael van Gerwen auf Rang vier bereits 18 Zähler gesammelt hat. Price liegt mit 19 Punkten sogar noch davor. Verliert der Engländer das Viertelfinale, bleibt er punktlos – und Price würde durch den Halbfinaleinzug mindestens zwei weitere Zähler sammeln.

Genau deshalb richtet Bunting den Fokus nicht auf große Rechenspiele, sondern auf das direkte Duell. „Lasst uns mit diesem Spiel anfangen und nicht zu weit nach vorne schauen. Alle Augen sind auf Price gerichtet“, sagte der Engländer. Für einen Spieler in seiner Situation ist das fast zwingend: Wer sieben Punkte Rückstand auf die Play-off-Plätze hat, braucht keine Gedankenspiele, sondern Ergebnisse.

Ein später Rettungsversuch

Buntings Ausgangslage ist kompliziert, aber nicht hoffnungslos. Vier Abende bedeuten noch genügend Punkte, um Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Gleichzeitig wird jeder Fehler teurer. Ein weiteres frühes Aus würde den Abstand zu den Play-off-Plätzen womöglich so groß machen, dass selbst ein starker Endspurt nicht mehr reicht.

Auch abseits der Bühne hatte der Engländer zuletzt einen besonderen Moment: Nach dem Coventry-Aufstieg wurde er zur Feier eingeladen, nachdem sein Walk-on-Song „Titanium“ in den Jubel der Mannschaft eingebunden worden war. „Es war schön, mit ihnen zusammenzukommen“, sagte Bunting. Dabei traf er auch Frank Lampard und Tom Grennan.

Für die Premier League zählt nun aber wieder nur das Sportliche. Deshalb ist Aberdeen für den Engländer mehr als nur ein weiterer Abend im Kalender. Es ist der Startpunkt seines späten Rettungsversuchs. Wenn Stephen Bunting die Finals Night noch erreichen will, muss aus seiner klaren Ansage nun schnell ein Ergebnis werden – am besten schon gegen Price.

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