Wessel Nijman hat Players Championship 12 gewonnen. Der Niederländer setzte sich im Finale mit 8:5 gegen Jermaine Wattimena durch und krönte damit einen starken Pro-Tour-Tag. Aus deutscher Sicht setzte Max Hopp das stärkste Zeichen: Der 28-Jährige spielte sich bis ins Viertelfinale, ehe Tom Bissell seinen Lauf stoppte. Der Engländer war auch für Beau Greaves der Spielverderber des Tages und beendete ihren Auftritt in den Last 16 per Whitewash.
Hopp arbeitete sich am Montag Schritt für Schritt durch das Feld. Nach einem 6:3-Erfolg gegen Brendan Dolan zog er in die Last 16 ein. Dort entwickelte sich gegen Darryl Pilgrim ein enger Schlagabtausch, den der Deutsche erst im Decider für sich entschied. Mit dem 6:5 machte Hopp den Sprung ins Viertelfinale perfekt und sorgte damit für das beste deutsche Ergebnis des Tages.
Hopp scheitert im Viertelfinale an Bissell
Im Viertelfinale wartete mit Tom Bissell ausgerechnet jener Spieler, der zuvor bereits Greaves deutlich gestoppt hatte. Hopp hielt phasenweise gut dagegen, musste sich am Ende aber mit 3:6 geschlagen geben. Bissell spielte dabei einen Average von 100,10 Punkten, während Hopp auf 94,83 Punkte im Schnitt kam.
Trotz der Niederlage war es für Hopp ein starkes Players-Championship-Turnier. Als letzter deutscher Starter erreichte er die Runde der letzten Acht und sammelte wichtiges Preisgeld für die Players Championship Order of Merit. Gerade weil mehrere deutsche Spieler früh ausschieden, bekam sein Lauf zusätzliches Gewicht.
Die übrigen deutschen Spieler hatten die entscheidende Turnierphase zuvor verpasst. Niko Springer gewann zum Auftakt das deutsche Duell gegen Marvin Kraft, kam später aber nicht mehr weiter. Auch Martin Schindler, Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko und Lukas Wenig schieden vor dem Viertelfinale aus.
Bissell stoppt Greaves per Whitewash
Auch Beau Greaves stand bei Players Championship 12 wieder im Fokus. Nach ihrem historischen Titel bei Players Championship 11 bestätigte die Engländerin zunächst ihre starke Form. In der frühen Turnierphase bezwang sie Damon Heta mit 6:5 und legte anschließend ein 6:3 gegen Stefan Bellmont nach.
Damit erreichte Greaves erneut die Last 16 und setzte ihren starken Pro-Tour-Lauf zunächst fort. Gegen Bissell fand sie anschließend jedoch kaum Zugriff auf das Match. Der Engländer ließ ihr beim 6:0 keine Chance und beendete den Lauf der Vortagessiegerin per Whitewash. Bissell spielte in diesem Match einen Average von 100,64 Punkten, während Greaves trotz ordentlicher Werte nicht richtig ins Spiel fand.
Der klare Rückschlag ändert dennoch wenig an der Gesamtbewertung ihrer beiden Players-Championship-Tage. Greaves gewann am Vortag ihren ersten PDC-Rankingtitel, schlug bei PC12 weitere starke Gegner und kletterte in der Live-Wertung der Players Championship Order of Merit zwischenzeitlich weit nach oben. Der Whitewash war deutlich, aber er löscht den starken Eindruck dieses Pro-Tour-Wochenendes nicht aus.
Nijman stoppt Bissell-Lauf im Halbfinale
Bissell blieb auch nach seinen Siegen gegen Greaves und Hopp gefährlich. Im Halbfinale traf er auf Wessel Nijman und spielte erneut starke Zahlen. Der Engländer kam auf einen Average von 100,48 Punkten und eine Checkout-Quote von 52,63 Prozent.
Trotzdem setzte sich Nijman mit 7:4 durch. Der spätere Turniersieger spielte einen Average von 97,77 Punkten, überzeugte aber in den entscheidenden Momenten und stoppte damit den Lauf des Engländers. Nach Siegen gegen Greaves und Hopp endete Bissells starker Tag erst in der Vorschlussrunde.
Bissell wurde damit zu einem der prägenden Spieler des Turniers: Erst stoppte er Greaves ohne Legverlust, anschließend beendete er auch Hopps deutschen Lauf im Viertelfinale. Gegen Nijman reichten starke Zahlen dann nicht mehr, um das Finale zu erreichen.
Im zweiten Halbfinale setzte sich Jermaine Wattimena mit 7:3 gegen Kevin Doets durch. Doets spielte mit 95,94 Punkten im Schnitt zwar minimal höher als Wattimena, doch der 37-Jährige war im Matchverlauf der effektivere Spieler und machte den Finaleinzug perfekt.
Nijman gewinnt niederländisches Finale gegen Wattimena
Im Finale kam es zum niederländischen Duell zwischen Nijman und Wattimena. Wattimena hielt lange dagegen und lag zwischenzeitlich sogar vorn, doch Nijman kämpfte sich zurück und entschied die Schlussphase klar für sich. Mit dem 8:5 machte er den Titel bei Players Championship 12 perfekt.
Damit krönte Nijman einen starken Pro-Tour-Tag und bestätigte seine starke Position in der Players Championship Order of Merit. Aus deutscher Sicht blieb Hopp mit dem Viertelfinaleinzug der erfolgreichste Starter, während Greaves trotz des klaren Achtelfinal-Aus gegen Bissell eine der prägenden Geschichten des Turniers blieb.
Weiter geht es auf der Pro Tour bereits in der kommenden Woche. Am 4. Mai steht in Hildesheim Players Championship 13 auf dem Programm, einen Tag später folgt dort Event 14. Für die deutschen Spieler bietet sich damit die nächste Chance, wichtiges Preisgeld für die Rangliste und die Qualifikation zu den Finals zu sammeln.







