Nathan Aspinall hat seine kontrovers diskutierten Aussagen über das Publikum beim Saudi Arabia Darts Masters eingeordnet. Der Engländer erklärte, dass seine damaligen Worte falsch verstanden worden seien und ihm anschließend „eine Menge Ärger“ eingebracht hätten. Mit der Organisation des Turniers in Riad sei er dagegen ausgesprochen zufrieden gewesen.
Das erste Saudi Arabia Darts Masters wurde am 19. und 20. Januar 2026 im Global Theater ausgetragen. Der 35-Jährige erreichte bei dem World-Series-Turnier das Halbfinale, in dem er Michael van Gerwen mit 5:7 unterlag. Für Diskussionen sorgte anschließend seine Einschätzung, dass offenbar nicht alle Zuschauer aus eigenem Antrieb in der Halle gewesen seien.
Die Bemerkung bezog sich laut „The Asp“ ausschließlich auf die ungewohnte Atmosphäre. Das Publikum verhielt sich deutlich ruhiger als die Zuschauer bei Turnieren in Großbritannien oder auf dem europäischen Festland. Seine Formulierung habe jedoch den Eindruck erweckt, er sei mit der gesamten Veranstaltung unzufrieden gewesen.
Aspinall lobt Organisation und Behandlung in Riad
Gegenüber 247Bet stellte der zweimalige Major-Sieger nun klar, dass das Gegenteil der Fall gewesen sei. Die Betreuung der Spieler in Saudi-Arabien bezeichnete Aspinall sogar als außergewöhnlich gut. „Ich war nicht mit dem Turnier selbst unzufrieden. Die Art und Weise, wie sie sich in Saudi-Arabien um uns gekümmert und uns behandelt haben, war besser als bei jedem Turnier, das ich zuvor gespielt habe“, erklärte der 35-Jährige. Die Spieler seien wie Superstars behandelt worden. Auch den besonderen Walk-on habe er genossen.
Seine ursprüngliche Kritik habe sich allein auf die Zusammensetzung des Publikums bezogen. Er hatte den Eindruck, dass zahlreiche Freikarten verteilt worden waren und ein Teil der Zuschauer das Turnier eher als gesellschaftliche oder geschäftliche Veranstaltung besuchte.
„Die Halle war voll, aber nicht mit Menschen, die ihre Eintrittskarten selbst gekauft hatten. Es fühlte sich einfach etwas geschäftsmäßig an. Das war es, was ich damit meinte“, erklärte Nathan Aspinall. In seinem damaligen Live-Interview habe er diesen Gedanken unglücklich formuliert.
Die ruhigere Atmosphäre müsse allerdings nicht ausschließlich negativ bewertet werden. In Ländern ohne lange Dartstradition seien viele Zuschauer noch nicht mit den üblichen Gesängen und Reaktionen vertraut. Gleichzeitig könne die Zurückhaltung auch ein Zeichen dafür sein, dass das Publikum die Spieler respektiere und den Sport aufmerksam verfolgen wolle. „Manchmal ist es schön, hinauszuschauen und Menschen zu sehen, die den Sport tatsächlich verfolgen“, erklärte die Nummer 16 der Welt.
Aspinall verwies dabei auf die Entwicklung der World Series in den Vereinigten Staaten. Auch die ersten Turniere in Amerika hätten unter einer ungewohnten Atmosphäre gelitten. Inzwischen fülle die PDC eine große Halle im Madison Square Garden. Eine vergleichbare Entwicklung hält er auch in Saudi-Arabien für möglich, wenn die Veranstalter das Turnier langfristig fortsetzen.
Am Saudi Arabia Darts Masters selbst würde Aspinall deshalb nichts verändern. Die Veranstaltung sei ein Erfolg gewesen, die Spieler seien hervorragend behandelt worden und das Interesse könne mit jeder weiteren Austragung wachsen. Seine Klarstellung richtet sich damit weniger gegen die ursprüngliche Beobachtung als gegen den Eindruck, er habe das gesamte Turnier kritisieren wollen.










