Luke Littler steht beim World Matchplay 2026 nicht nur kurz vor der erfolgreichen Titelverteidigung. Im Halbfinale gegen Dirk van Duijvenbode kann der 19-Jährige auch die nächste historische Marke erreichen. Ein weiterer Sieg würde ihn als erstem Spieler mehr als drei Millionen Pfund in der zweijährigen PDC Order of Merit bescheren.
Nach seinem Viertelfinalerfolg gegen Josh Rock wird der Weltranglistenerste mit 2.983.500 Pfund in der provisorischen Rangliste geführt. Zieht Littler am Samstagabend in das Endspiel ein, steigt dieser Wert auf 3.043.500 Pfund. Mit einer erfolgreichen Titelverteidigung wären es sogar 3.143.500 Pfund. Gleichzeitig würde sein Vorsprung auf Luke Humphries, der bei 1.008.000 Pfund steht, auf mehr als zwei Millionen Pfund anwachsen.
Die Zahlen verdeutlichen, wie weit er der Konkurrenz inzwischen enteilt ist. Das Preisgeld der Order of Merit umfasst ausschließlich die Ergebnisse der zurückliegenden 104 Wochen und ist daher nicht mit den gesamten Karriereeinnahmen gleichzusetzen. Dennoch wäre das Überschreiten der Drei-Millionen-Marke ein weiterer Beleg für die außergewöhnliche Geschwindigkeit, mit der „The Nuke“ die PDC-Rangliste übernommen hat.
Sportlich untermauert Luke Littler seine Position in Blackpool mit drei Auftritten auf höchstem Niveau. Bereits zum Auftakt gegen Niko Springer spielte er beim 10:6-Erfolg einen Average von 109,53 Punkten und warf sieben 180er. Der Deutsche hielt die Partie zunächst offen, ehe der 19-Jährige fünf der letzten sechs Legs gewann und seine Titelverteidigung sicher begann.
Drei Auftritte jenseits der 109 Punkte
Im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall steigerte sich Littler noch einmal deutlich. Gleich im ersten Leg gelang ihm ein Neundarter. Am Ende gewann er ein hochklassiges Duell mit 11:8 und erreichte einen Average von 113,68 Punkten – den zweithöchsten Wert in der Geschichte des World Matchplay. Nur Phil Taylor spielte 2010 mit 114,99 Punkten noch besser. „The Nuke“ gelangen zudem 14 Aufnahmen mit der maximalen Punktzahl.
Auch Josh Rock fand im Viertelfinale kein Mittel, um den Titelverteidiger dauerhaft zu stoppen. Nach einem ausgeglichenen Beginn beim Stand von 5:5 gewann der Engländer sieben Legs in Folge und setzte sich schließlich klar mit 16:7 durch. Dabei spielte er einen Average von 109,57 Punkten, traf 17-mal die 180 und verwandelte 53 Prozent seiner Versuche auf die Doppelfelder.
„109, 113, 109 – ich muss einfach so weitermachen“, fasste er seine bisherigen Turnierleistungen anschließend im Interview bei Sky Sports zusammen. Die deutlichen Ergebnisse täuschen dabei beinahe darüber hinweg, auf welchem Niveau seine Gegner phasenweise mithielten. Besonders Aspinall und Rock verlangten dem Weltranglistenersten zunächst alles ab, konnten sein Tempo über die längeren Distanzen jedoch nicht halten.
Im Halbfinale wartet mit Dirk van Duijvenbode der letzte ungesetzte Spieler des Turniers. Der Niederländer setzte sich zunächst gegen Michael van Gerwen durch und widerstand im Viertelfinale auch einem späten Comeback von Gary Anderson. Nach einer zwischenzeitlichen 15:8-Führung musste van Duijvenbode fünf Legs in Serie abgeben, ehe er den 16:13-Erfolg perfekt machte.
Luke Littler geht dennoch als klarer Favorit in die Begegnung. Gewinnt er auch sein viertes Match in den Winter Gardens, steht er zum zweiten Mal nacheinander im Finale des World Matchplay. Zugleich würde er eine Ranglistenmarke durchbrechen, die vor wenigen Jahren kaum vorstellbar erschien: mehr als drei Millionen Pfund innerhalb des zweijährigen Wertungszeitraums.









