Luke Littler erhält seine eigene Liveshow bei Netflix. Unter dem Titel „Beat Luke Littler“ bekommen Amateurspieler die Gelegenheit, den Weltranglistenersten in einem einzigen Leg über 501 Punkte herauszufordern. Wer „The Nuke“ bezwingt, darf sich über ein Preisgeld von 501.000 Pfund freuen.
Die Show wird am 30. Oktober 2026 live auf Netflix übertragen. Eine genaue Startzeit steht noch nicht fest. Produziert wird das Format von Netflix und Workerbee, einem Unternehmen der Banijay-UK-Gruppe, in Zusammenarbeit mit der Professional Darts Corporation.
Der 19-Jährige selbst hat bereits eine Kampfansage an seine möglichen Herausforderer gerichtet. „Jeder glaubt, dass er mich schlagen kann. Jetzt bekommt er die Gelegenheit, es zu beweisen. Bringt es“, erklärte der zweimalige Weltmeister zur Ankündigung der Show.
Die Höhe des Preisgeldes orientiert sich an der klassischen Ausgangspunktzahl eines Darts-Legs. Für die Teilnehmer geht es damit innerhalb weniger Minuten um eine lebensverändernde Summe. Gleichzeitig bietet das kurze Format zumindest eine kleine Chance auf eine Überraschung: Anders als bei einem langen Major-Match reicht ein einziges starkes Leg, um Littler zu bezwingen.
Netflix sucht 20 Herausforderer für „The Nuke“
Die Teilnehmer werden über offene regionale Ausscheidungen ermittelt. Im September finden Qualifikationsturniere in London und Manchester statt. Aus allen Bewerbern werden 20 Amateurspieler ausgewählt, die anschließend einen Platz in der Liveshow erhalten. Die Suche richtet sich an Spieler aus dem Vereinigten Königreich. Bewerbungen sind bereits möglich.
Für die Werbung übernimmt die Nummer 1 der Welt selbst eine zentrale Rolle. In einem Ankündigungsvideo liest der 19-Jährige zunächst Kommentare von Hobbyspielern vor, die behaupten, ihn schlagen zu können. Anschließend fordert er sie auf, ihre großen Worte am Board unter Beweis zu stellen.
Für Luke Littler ist es nicht der erste Auftritt bei Netflix. Der Engländer war bereits in der Sportdokumentation „Matchroom: The Greatest Showmen“ zu sehen. Mit „Beat Luke Littler“ steht er nun erstmals selbst im Mittelpunkt eines Liveformats.
Die Show wurde nur wenige Stunden nach seinem nächstem Rekordauftritt angekündigt. Der Weltranglistenerste verteidigte seinen Titel beim World Matchplay mit einem 18:9-Erfolg über Gerwyn Price. Über seine fünf Begegnungen hinweg erzielte er einen Turnier-Average von 111,04 Punkten und übertraf damit die bisherige Bestmarke von Phil Taylor aus dem Jahr 2010. Zudem stellte Littler mit 66 geworfenen 180ern einen weiteren Turnierrekord auf.
Mit dem erreichten Niveau gibt er sich dennoch nicht zufrieden. „Ich kann noch besser werden. Ich kann ganz offensichtlich noch viel besser werden“, sagte er nach seinem Erfolg in der Pressekonferenz. Während einzelner Partien habe sein Average zeitweise bei 120 Punkten gelegen. In einigen Jahren könne es ihm möglicherweise gelingen, dieses Niveau über ein komplettes Match zu halten. Aktuell spiele Littler einige seiner besten Darts und müsse versuchen, diese Form zu bewahren.
Die 20 Herausforderer treffen damit auf einen Spieler, der gerade neue Maßstäbe setzt – und selbst davon überzeugt ist, seine Leistungsgrenze noch längst nicht erreicht zu haben.










